3. Liga – Spielbericht HSG Damen I : HSG Freiburg

Titelaspiranten abgehakt

Den schlechten 2:8-Tabellenstand in der 3. Liga der Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen ist nach der 25:28 (14:16)- Niederlage am Sonntagnachmittag zuhause gegen die bisher ungeschlagene HSG Freiburg zu relativieren, denn jetzt sind die Hinspiele gegen die ersten vier der Tabelle abgehakt und ab sofort geht’s ums Punktesammeln und um den Ligaverbleib.

„Ein Sieg war heute nicht eingeplant, trotzdem ist es schade, dass nicht mehr dabei rumgekommen ist“, kommentierte auch Rückraumakteurin Samira Schulz die unnötige Niederlage. Dabei führte ihr Team nach sechs Spielminuten mit drei schnellen Toren aus der zweiten Welle. Doch bereits drei Minuten später lag es schon wieder 3:4 hinten. Dabei zeigte die Freiburgerin Nadine Czok – Lena Elisabeth Nussbaumer warnte schon vor der Partie vor ihrer ehemaligen Mannschaftskameradin – ihre Klasse. Sie bediente ihre Mitspielerinnen mit hervorragendem Auge ein ums andere Mal am Kreis. Sina Golla, die in der ersten Spielhälfte den heimischen Kasten hütete und anfänglich mit zwei schönen Paraden glänzte, ist dabei kein Vorwurf zu machen. Ihre Abwehr bekam diese Einläuferinnen nicht in den Griff und die Würfe aus sechs Metern waren zu platziert, um da noch eine Hand dranzubekommen. Dennoch schaffte es die HSG den Fünf-Tore-Rückstand beim 10:15 in der 26. Minute bis zur Halbzeit auf zwei zu reduzieren (14:16). 

In der zweiten Spielhälfte stand die 3:2:1-Abwehr der Gäste viel defensiver hinten und lud zu Rückraumtoren aus acht, neun Metern ein, was aber nur Samira Schulz zweimal nach Wiederanpfiff ausnutzte. Den Gästen gelang dies, trotz einer Umstellung auf eine offensivere 5:1-Abwehr mit Nicola Baumann auf der Deckungseins, durch zielsichere Abschlüsse der großen Rückraumakteurinnen Maja Zeides und sogar siebenmal durch Christiane Baum. „Wir waren zu unbeweglich, bei Standhandball ausschließlich durch Eins-gegen-eins zum Erfolg zu kommen, ist bei einem Gegner wie Freiburg aussichtslos“, kommentierte auch Trainer Sascha Kuhn, wie es bis zur 52. Minute wieder zum Fünf-Tore-Rückstand beim 21:26 kam. Diesen verwalteten die Gäste sicher und clever bis zum 25:28-Sieg.

„Es war heute echt mehr drin, auch wenn die Abwehr löchrig war und wir nur phasenweise durch schnelles Spiel zum Erfolg kamen. Es haben bei allen die nötigen letzten drei bis vier Prozent gefehlt, um so ein Spitzenspiel gewinnen zu können“, weiß Kuhn, dass er nächste Woche beim Derby in Ketsch mit seiner Mannschaft Punkte liefern muss.

HSG: Schmurr, Bohneberg, Golla, Scheffler (6), Gottselig, Nussbaumer (1), Scholl, Laier (3), Pahl (2), Schulz (5), Halilovic, Lederer, König, Miltner (2), Baumann (1), Rimpf (5/2)

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