27:30-Niederlage in Wolfschlugen macht Überholen von Haunstetten unmöglich
Das war’s… Durch das 27:30 (13:12) in Wolfschlugen sind die Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen sportlich abgestiegen. Der TSV Haunstetten, der drei Punkte vor der HSG rangiert, kann am letzten Spieltag nicht mehr eingeholt werden.
Beim Tabellenvierten, der sich noch Hoffnung auf den zweiten Platz machen kann, agierten die HSGlerinnen jedoch phasenweise in einer Art, die – hätte die Mannschaft sie öfter auf die Platte gebracht – wohl zum Ligaverbleib gereicht hätte.
10:7 hatte die HSG zwischenzeitig geführt und war beim 27:28 eineinhalb Minuten vor Spielende nochmals in Reichweite. Am Ende ging St. Leon/Reilingen jedoch einmal mehr leer aus.
„Die Enttäuschung ist nach so einem Spiel selbstverständlich groß“, meinte Leonie Scholl, die mit sieben Treffern erfolgreichste HSGlerin war. „Die gesamte Mannschaft hat auf und neben dem Spielfeld nochmals alles gegeben, aber es hat heute nicht gereicht. Im Kollektiv haben wir diese Runde keine konstante Leistung erbracht und Punkte, die für einen Klassenverbleib notwendig gewesen wären, nicht geholt.“
Das sah auch Madeleine Hornstein – heruntergebrochen auf die Defensivleistung der HSG – so: „Hätten wir mal die ganze Saison so eine Abwehr gespielt wie heute in der ersten Halbzeit, würden wir an dem Punkt gar nicht stehen, an dem wir heute stehen.“ St. Leon/Reilingen sei „bis eine Minute vor Ende dran“ gewesen und habe „alles gegeben bis zum Ende, aber es hat auch mal wieder das Quäntchen Glück gefehlt“.
Kreisläuferin Lena Nussbaumer schließlich sah ihre Mannschaft auf Augenhöhe: „Wir haben gut mitgehalten, aber leider in der zweiten Halbzeit nie das Zepter in der Hand gehalten und den Spielverlauf bestimmt.“ Dennoch habe die HSG eine gute Leistung gezeigt. „Wir standen zusammen, haben gekämpft und leider auch zusammen verloren – aber heute standen wir als Team auf dem Feld und haben alles gegeben. Es wird immer Situationen geben, die wir hätten besser machen können, aber es gab auch einiges, das wir heute richtig gemacht haben. Am Ende eines jeden Spieles gewinnt nunmal der Bessere und das waren wir leider nicht.“
HSG: Friedrich, Dörr, Lang – N. Weschenfelder (1), Nussbaumer (1), Scholl (7), Hofmann, L. Haupt (3), Hornstein (4), Köhler, C. Weschenfelder (1), Schulz (2/1), Stegmüller, Schieszl, Baumann (3), Rimpf (5/5).



