HSG-Drittliga-Frauen sind sportlich abgestiegen

27:30-Niederlage in Wolfschlugen macht Überholen von Haunstetten unmöglich

Das war’s… Durch das 27:30 (13:12) in Wolfschlugen sind die Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen sportlich abgestiegen. Der TSV Haunstetten, der drei Punkte vor der HSG rangiert, kann am letzten Spieltag nicht mehr eingeholt werden.
Beim Tabellenvierten, der sich noch Hoffnung auf den zweiten Platz machen kann, agierten die HSGlerinnen jedoch phasenweise in einer Art, die – hätte die Mannschaft sie öfter auf die Platte gebracht – wohl zum Ligaverbleib gereicht hätte.
10:7 hatte die HSG zwischenzeitig geführt und war beim 27:28 eineinhalb Minuten vor Spielende nochmals in Reichweite. Am Ende ging St. Leon/Reilingen jedoch einmal mehr leer aus.
„Die Enttäuschung ist nach so einem Spiel selbstverständlich groß“, meinte Leonie Scholl, die mit sieben Treffern erfolgreichste HSGlerin war. „Die gesamte Mannschaft hat auf und neben dem Spielfeld nochmals alles gegeben, aber es hat heute nicht gereicht. Im Kollektiv haben wir diese Runde keine konstante Leistung erbracht und Punkte, die für einen Klassenverbleib notwendig gewesen wären, nicht geholt.“
Das sah auch Madeleine Hornstein – heruntergebrochen auf die Defensivleistung der HSG – so: „Hätten wir mal die ganze Saison so eine Abwehr gespielt wie heute in der ersten Halbzeit, würden wir an dem Punkt gar nicht stehen, an dem wir heute stehen.“ St. Leon/Reilingen sei „bis eine Minute vor Ende dran“ gewesen und habe „alles gegeben bis zum Ende, aber es hat auch mal wieder das Quäntchen Glück gefehlt“.
Kreisläuferin Lena Nussbaumer schließlich sah ihre Mannschaft auf Augenhöhe: „Wir haben gut mitgehalten, aber leider in der zweiten Halbzeit nie das Zepter in der Hand gehalten und den Spielverlauf bestimmt.“ Dennoch habe die HSG eine gute Leistung gezeigt. „Wir standen zusammen, haben gekämpft und leider auch zusammen verloren – aber heute standen wir als Team auf dem Feld und haben alles gegeben. Es wird immer Situationen geben, die wir hätten besser machen können, aber es gab auch einiges, das wir heute richtig gemacht haben. Am Ende eines jeden Spieles gewinnt nunmal der Bessere und das waren wir leider nicht.“
HSG: Friedrich, Dörr, Lang – N. Weschenfelder (1), Nussbaumer (1), Scholl (7), Hofmann, L. Haupt (3), Hornstein (4), Köhler, C. Weschenfelder (1), Schulz (2/1), Stegmüller, Schieszl, Baumann (3), Rimpf (5/5).

Erstes „Endspiel“ um den Ligaverbleib

HSG-Drittliga-Handballerinnen am Sonntag in Wolfschlugen

Es ist das erste von zwei „Endspielen“ für die Drittliga-Handballerinnen der HSG in ihrem Kampf und den Ligaverbleib: Am Sonntag, 12. April, 16 Uhr, gastiert das Team beim Tabellenvierten TSV Wolfschlugen in der dortigen Sporthalle am Sportzentrum.
Dabei gibt es einen Wechsel auf der Bank: In den beiden letzten Saisonspielen werden der bisherige Cheftrainer Daniel Weinheimer und sein „Co“ Steffen Wacker nicht mehr mit dabei sein. Ersetzt werden sie von Miguel Stegmüller, Trainer der zweiten Frauenmannschaft, der für die alles entscheidenden Partien einspringt.
„Nach den Leistungen der vergangenen beiden Spiele haben wir das Gespräch mit dem Trainerteam gesucht“, erklärt HSG-Vorstandsmitglied Tina Kappeler zur Personalentscheidung. „In der Hoffnung, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht, haben wir uns zu diesem Schritt entschieden – was uns absolut nicht leichtfällt, da wir Vertrauen in die Leistung von Daniel und Steffen haben.“
Kappeler weiter: „Ob diese Entscheidung den gewünschten Effekt bringt, liegt nun auch in der Verantwortung der Mannschaft. Der Verein möchte sich den letzten Funken Hoffnung auf den Klassenverbleib bewahren. Es geht hier einzig und allein um die letzte Hoffnung. Weder liegt es an Sympathie, noch an den Glauben an das Können von Daniel und Steffen.“
Der TSV ist mit 28:12 Zählern punktgleich mit der TSG Friesenheim und dem HC Erlangen, die – sofern sie nicht wie die Kurpfalz-Bären auf einen möglichen Aufstieg verzichten – die Aufstiegsrelegationsränge unter sich ausmachen werden. Gastgeschenke oder eine angezogene Handbremse dürfen die St. Leon/Reilingerinnen entsprechend nicht erwarten.
Die HSG benötigt mit derzeit 9:31 Punkte dringend zumindest ein Unentschieden, um den TSV Haunstetten (12:28 Punkte), der am kommenden Wochenende bei St. Leon/Reilingen antritt, noch ein- oder sogar überholen zu können. Selbst bei einem Sieg in Wolfschlugen müsste das Weinheimer-Team aber auch Haunstetten schlagen, um nicht in die Regionalliga abzusteigen…

Der restliche Spielplan im Überblick:
So., 12. April, 16 Uhr: TSV Wolfschlugen – HSG St. Leon/Reilingen
Sa., 18. April, 18 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Haunstetten

Drittliga-Handballerinnen vor dem Abstieg

23:31-Niederlage gegen TSV Ismaning verschlechtert Situation weiter

Die HSG-Drittliga-Handballerinnen stehen vor dem Abstieg in die Regionalliga. Mit einem Erfolg über den TSV Ismaning hätte die Mannschaft des scheidenden Trainers Daniel Weinheimer den TSV Haunstetten, der am Samstag 24:28 beim Sportverein Allensbach verloren hatte, unter Druck setzen können… Stattdessen verlor sie im vorletzten Saisonspiel 23:31. Bereits zur Pause hatte St. Leon/Reilingen 9:18 zurückgelegen, Ismaningens Alexandra Beckmann und Christina Ball (je 5) alleine hatten mehr Treffer erzielt, als die Gastgeber zusammen.
Bis zum 6:6 nach 16 Minuten agierten HSG und TSV Kopf an Kopf, danach brachen die Gastgeberinnen komplett ein – 8:18 stand es eineinhalb Minuten vor der Pause.


In Halbzeit zwei startete St. Leon/Reilingen stark und holte innerhalb von sieben Minuten auf 13:19 auf. Eine Ismaninger Auszeit läutete jedoch einen 5:1-Lauf der Gäste bis zur 42. Minute ein, die dadurch wieder auf zehn Tore davonzogen. Bis zum Schlusspfiff kamen die HSGlerinnen nur noch zwei Treffer heran.
Mit neun Punkten steht die HSG damit weiterhin auf dem vorletzten Platz, einem Abstiegsrang. Auf Haunstetten hat das Weinheimer-Team drei Punkte Rückstand, trifft am letzten Spieltag (18. April) aber noch direkt auf den TSV. Am Sonntag, 12. April, 16 Uhr, geht es für St. Leon/Reilingen bereits um alles. An diesem Tag gastiert die HSG beim Tabellenvierten TSV Wolfschlugen, der sich noch Hoffnung auf die Aufstiegsrelegation machen darf – und daher keine Gastgeschenke verteilen dürfte…

Der restliche Spielplan im Überblick:
So., 12. April, 16 Uhr: TSV Wolfschlugen – HSG St. Leon/Reilingen
Sa., 18. April, 18 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Haunstetten

„Hohes Tempo und starke Passqualität“

Interview mit HSG-Cheftrainer Daniel Weinheimer

Beim TuS Schutterwald, der im Fall eines Sieges überholt worden wäre, setzte es für die HSG-Drittliga-Handballerinnen am Wochenende eine 26:37-Klatsche. Die Gastgeberinnen stehen damit drei Spieltage vor Saisonende vier Punkte vor der Mannschaft von St. Leon/Reilingens Cheftrainer Daniel Weinheimer und ist kaum noch einzuholen.
Eine neue Chance, Punkte gegen den drohenden Abstieg zu erspielen, hat die HSG nun an diesem Sonntag, 15 Uhr, wenn der TSV Ismaning im St. Leon-Roter Harres zu Gast ist.


Der Tabellensechste, der es aktuell auf 19:19 Punkte bringt und damit jenseits von Auf- und Abstieg ist, sei eine „spielstarke Mannschaft mit hohem Tempo und starker Passqualität“, sagt Weinheimer. Die Isar Devils agierten im Angriff „variabel mit guten Eins-gegen-eins-Spielerinnen“. Seine Torhüterinnen warnt er zudem vor Würfen aus dem Rückraum.
Stärke der TSVlerinnen sei die Ausgeglichenheit der Mannschaft. „Sie stehen in der Abwehr offensiv und agieren auch sehr variabel. Mal mit offensiven Halben, mal mit Mittelblock-Spielerinnen.“


Für die HSG ist es das vorletzte Heimspiel. Am Sonntag, 12. April, 16 Uhr, gastiert die Mannschaft beim Tabellendritten Wolfschlugen, der aufgrund eventueller Aufstiegsambitionen keinerlei Geschenke verteilen dürfte, danach hat sie am Samstagabend, 18. April, 18 Uhr, den TSV Haunstetten, zu Besuch, der aktuell drei Punkte vor der HSG liegt.


Der restliche Spielplan im Überblick:
So., 29. März, 15 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Ismaning
So., 12. April, 16 Uhr: TSV Wolfschlugen – HSG St. Leon/Reilingen
Sa., 18. April, 18 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Haunstetten

Es geht mittlerweile um alles

HSG empfängt Ismaninger Isar Devils im Harres

Es wird knapp für die Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen. Nach der Elf-Tore-Niederlage beim TuS Schutterwald hat die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Weinheimer den Anschluss an ihre Gastgeberinnen vom vergangenen Wochenende verloren. Schutterwald hat 13 Punkte, die HSG als Tabellenvorletzter nur 9.


Platz zehn wird vom TSV Haunstetten belegt, der – Spannung pur! – am letzten Spieltag bei der HSG gastiert. Haunstetten bringt es auf 12 Punkte und wäre bei einem Sieg der St. Leon/Reilingerinnen zum Saisonabschluss entsprechend nur noch einen Zähler vorne. Fehlt also mindestens noch ein Punkt… Und Haunstetten geht ebenfalls noch dreimal auf die Platte.
Heißt: Die HSG muss unbedingt punkten. An diesem Sonntag, 29. März, 15 Uhr, tritt sie im St. Leon-Roter Harres gegen den TSV Ismaning an. Die Isar Devils weisen eine ausgeglichene 19:19-Punkte-Bilanz auf, haben weder mit Auf- noch Abstieg etwas zu tun und sind – abgesehen von Haunstetten – der nominell schwächste Gegner, den St. Leon/Reilingen diese Saison noch hat, denn am Sonntag, 12. April, 16 Uhr, spielt die HSG beim Tabellendritten TSV Wolfschlugen, der seinen Aufstiegs-Relegationsplatz mit Sicherheit nicht aufgeben will.


Zählbares für Weinheimers Team, wenn möglich doppelt, wäre an diesem Wochenende entsprechend ungeheuer wichtig für die HSG-Handballerinnen. Das Hinspiel in Ismaning verloren die St. Leon/Reilingerinnen 25:29 (11:16). Annika Rimpf hatte dabei Ende vergangenen Jahres sechs Siebenmeter verwandelt, aus dem Feld war Lisa Haupt mit vier Treffern erfolgreichste Werferin der HSG.
Da es praktisch schon um alles geht, freut sich die HSG über lautstarke Unterstützung im Harres… Jeder zusätzliche Fan hilft.


Der restliche Spielplan im Überblick:
So., 29. März, 15 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Ismaning
So., 12. April, 16 Uhr: TSV Wolfschlugen – HSG St. Leon/Reilingen
Sa., 18. April, 18 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Haunstetten

„Wir haben es in der eigenen Hand“

HSG-Co-Trainer Günther Gottselig im Interview

Am 9. November endete die Partie zwischen der HSG St. Leon/Reilingen und dem TuS Schutterwald in der 3. Handball-Liga der Frauen 33:33. Um den Finger in die Wunde zu legen: Lisa Haupt hatte nach 59:44 den vermeintlichen Siegtreffer für die HSG geworfen, Nadine Czok aber acht Sekunden vor Spielende noch ausgeglichen. 

„Und wir haben gegen Schutterwald ohnehin noch eine ,Rechnung‘ offen, da sie unserer Biltte nach einer Spielverlegung nicht zugestimmt haben…“, betont HSG-Co-Trainer Günther Gottselig dazu. 

Jetzt geht es am Samstag, 19.30 Uhr, in Schutterwald um essenzielle Punkte für den Ligaverbleib, denn der TuS rangiert lediglich zwei Punkte vor der HSG. Ein Sieg… und St. Leon/Reilingen wäre punktgleich mit den Gastgeberinnen und hätte den direkten Vergleich gewonnen. „Für uns ist das am Wochenende ein extrem wichtiges Spiel. Wir stehen im Abstiegskampf und treffen auf einen direkten Konkurrenten, der zwei Plätze vor uns liegt. Deshalb ist es im Grunde ein klassisches Vier-Punkte-Spiel“, meint Gottselig dazu.

„In den vergangenen Spielen haben wir viel Selbstvertrauen gesammelt. Diesen Schwung wollen wir unbedingt mitnehmen.“ Tatsächlich hatte die HSG zuletzt der TSG Friesenheim ein 24:24 abgerungen und 33:25 im Kellerduell gegen Gröbenzell gewonnen. „Wir wissen aber auch, dass unser Gegner eine starke Mannschaft ist. Entscheidend wird sein, dass wir von Anfang an konzentriert spielen, in der Abwehr kompakt stehen und unser Tempospiel auf die Platte bringen.“

Möglichst Plätze tauschen

Samstagabend: HSG-Frauen reisen zum TuS Schutterwald

Der Blick für die HSG St. Leon/Reilingen kann nur nach oben gehen. Okay… In der 3. Handball-Liga der Frauen steht der HCD Gröbenzell, den die Mannschaft von Trainer Daniel Weinheimer Anfang des Monats 33:25 schlug, zwar auf Platz zwölf noch einen Rang hinter der HSG, die aber möchte ja zumindest noch auf Platz zehn – den ersten Nichtabstiegsrang. Also geht der Blick nach oben.


Auf Platz zehn rangiert derzeit der TSV Haunstetten mit 10:26 Punkten, die HSG liegt mit 9:27 Zählern direkt dahinter. Durch das 24:24 vor eineinhalb Wochen gegen die TSG Friesenheim holte St. Leon/Reilingen aber auch auf den TuS Schutterwald auf, der es aktuell auf 11:25 Zähler bringt.
Und eben diese Schutterwälderinnen sind am Samstagabend Gastgeberinnen der HSG. Anwurf ist um 19.30 Uhr in der Mörburghalle in Schutterwald. Um was es geht, muss entsprechend nicht erläutert werden…


Schutterwald kam zuletzt in Ketsch mit 17:31 unter die Räder. Bärin Sara Goudarzi warf dabei ein Tor mehr als die Schutterwälderinnen Nadja Kaufmann (4), Katlyn Reymann und Nadine Czok (jeweils 3) zusammen. Aber Vorsicht: Den SV Allensbach schlugen die Spielerinnen von Trainer Axel Schmidt zu Hause mit 35:31 und rangen dem TSV Wolfschlugen ebenfalls in heimischer Halle ein 31:31 ab. Kaufmann (10), Reymann (8) und Czok (7) performten gegen Wolfschlugen etwas anders als in der Neurotthalle. Im Vergleich mit Allensbach traf Kaufmann elf- und Reymann siebenmal, hinzu kamen sieben Treffer von Anita Sigloch. Beim 26:30 auswärts in Haunstetten war zwischen diesen beiden Partien Nadja Kaufmann mit einem Dutzend Treffer kaum zu stoppen. Ein ähnlicher Auftritt wie die der Bären könnte dem TuS entsprechend Schwierigkeiten bereiten.


„Wenn wir unsere Leistung abrufen und als Team auftreten, dann haben wir eine gute Chance, die Punkte zu holen – und genau das ist unser Ziel für das Wochenende“, sagt dazu HSG-Co-Trainer Günther Gottselig. „Wir haben es in der eigenen Hand, unsere Serie fortzusetzen.“

Lena Nussbaumer lässt HSG jubeln

Melina Friedrich überzeugt beim 24:24 gegen Eulen im Tor

Dank Lena Nussbaumers Treffer nach exakt 60 Minuten hat die HSG St. Leon/Reilingen im Abstiegskampf der 3. Handball-Liga der Frauen den nächsten wichtigen Punkt eingefahren. Mit der Schlusssirene verwandelte die Kreisläuferin, die phasenweise auch als Links Außen agierte, einen Abpraller zum mehr als verdienten 24:24 (13:10) gegen den favorisierten Tabellenvierten TSG Friesenheim.

In der Tabelle bleibt die Mannschaft von Trainer Daniel Weinheimer an der Konkurrenz dran. Ein Zähler beträgt der Rückstand auf den TSV Haunstetten auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Jedoch hat die HSG eine Partie mehr absolviert.

In einer von der TSG temporeich geführten Anfangsphase war St. Leon/Reilingen vor 150 Zuschauern in der Fritz-Mannherz-Halle darum bemüht, das Spiel hin und wieder zu verlangsamen. Schon gegen den Spitzenreiter Ketsch hatten die Eulen-Frauen vor einer Woche immer wieder aufs Gas gedrückt – und am Ende die Punkte bei sich behalten (wir berichteten).

„Das Tempospiel haben wir wirklich gut unterbunden, sind vorne über weite Strecken konsequent ins Eins-gegen-eins gegangen und haben den Ball laufen lassen, bis wir gute Chancen hatten“, lobte auch Torhüterin Melina Friedrich, die mit 21 Paraden glänzte. „Die Abwehr war zudem so aggressiv, dass sich die Eulen schwer getan haben.“

Die Gastgeberinnen machten ihre Sache indes mehr als ordentlich – vor allem Friedrich zwischen den Pfosten half ihrer Mannschaft – „Ihr muss man ein besonderes Kompliment machen, sie hat ein fantastisches Spiel gemacht“, lobte Nussbaumer und Jana Pahl ergänzte, Friedrich habe eine „konstant starke Torhüterleistung abgerufen, die sie auch in wichtigen Phasen zu einem Rückhalt gemacht hat“.

Madeleine Hornstein vergab vor der Pause jedoch die Chance, den Vorsprung auf 13:8 weiter auszubauen. Das wurde bestraft, denn nach einer Auszeit von Weinheimer während einer eigentlich starken Phase seiner Spielerinnen verkürzten die Ludwigshafenerinnen auf 10:12.

Mit einer umgestellten Defensive nahmen die Gäste den Schwung mit in die zweite Halbzeit (15:15/37.). In der Endphase spitzte sich die Partie nochmals zu. Anstatt auf 24:22 zu stellen, geriet die HSG mit 23:24 in Rückstand. Zweimal noch hatten die Gäste die Chance, den Vorsprung auf zwei Tore zu erhöhen, doch Friedrich hielt ihre Mannschaft in der Partie – auch bei noch 35 Sekunden verbleibender Spielzeit, als die HSG den Ball ein letztes Mal erhielt, da ihre Torfrau erneut gehalten hatte. Nussbaumer rettete schließlich zumindest einen Zähler.

„Wir haben ein starkes Spiel gemacht, standen gut in der Abwehr, haben uns dadurch viele Bälle erkämpft und konnten im Angriff punkten“, bilanzierte Nussbaumer. Allerdings habe die HSG dies nicht über die gesamten 60 Minuten hinweg durchgehalten. Durch einige kleinere Einbrüche habe die TSG den Kontakt gehalten und „ab der 50. Minute hatten wir doch einige Probleme“, ergänzte Nicola Baumann. Die Mannschaft habe sich jedoch in keiner Sekunde der Partie aufgegeben. „Wir haben an uns geglaubt.“

Das Remis wurde von der HSG wie ein Sieg bejubelt und könnte im Kampf um den Klassenerhalt tatsächlich noch immens wichtig werden. Weiter geht es für die St. Leon/Reilingerinnen nun am Samstag, 21. März, 19.30 Uhr, beim TuS Schutterwald. Das Hinspiel endete 33:33, die Gastgeberinnen stehen mit 11:23 Punkten in direkter Reichweite der HSG. Eine erneute Chance für das Team von Daniel Weinheimer.

HSG: Friedrich, Dörr, Lang – N. Weschenfelder (2), Nussbaumer (1), Scholl (7), Hofmann (2), Haupt (1), Hornstein (2), C. Weschenfelder, Schulz (4/1), Stegmüller, Schieszl (1), Baumann (3), Rimpf (1/1).

„www.schwetzinger-zeitung.de“

„Eigene Regeln“

Tina Kappeler, stellvertretende Vorsitzende der HSG, im Interview

Die HSG empfängt am Sonntag, 16.30 Uhr, in der 3. Handball-Liga der Frauen die TSG Friesenheim in der Reilinger Mannherz-Halle.
„Die Eulen sind ein verdammt harter Gegner“, weiß Tina Kappeler. Die stellvertretende Vorsitzende der St. Leon/Reilinger Handballer wünscht sich, dass das Team von Trainer Daniel Weinheimer „vor allem das schnelle Angriffsspiel aus der Zweiten Welle beziehungsweise das Anwerfen der TSG in den Griff bekommt“.


Während die HSG durch ihren eindrucksvollen 33:25-Erfolg über den HCD Gröbenzell zumindest schon mal auf den vorletzten Platz der Tabelle geklettert ist, liegen die Friesenheimerinnen als Vierte in Reichweite eines Ranges, der zur Aufstiegsrelegation reichen würde. St. Leon/Reilingen nimmt also die Außenseiterrolle ein. „Doch ein Derby hat immer eigene Regeln, daher ist alles möglich“, betont Kappeler.


Der zurückliegende Sieg gegen Gröbenzell, der die HSG in Zwei-Punkte-Reichweite des Drittletzten TSV Haunstetten gebracht hat, sei „ein absoluter Pflichtsieg in Sachen Klassenerhalt“ gewesen, führt Tina Kappeler weiter aus und moniert, „die Stimmung in der Halle war leider etwas mager, durch die wenigen Zuschauer“. Für die Eulen-Jagd wünscht sie sich entsprechenden Support von der Tribüne.
Auf die Saison 2026/2027 macht Kappeler bereits Lust: „Wir sind in Gesprächen mit einigen sehr interessanten Spielerinnen“, verrät sie. „Bekanntgeben können wir sie wohl in den nächsten zwei Wochen.“

Der restliche Spielplan im Überblick:
So., 8. März, 16.30 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSG Friesenheim
Sa., 21. März, 19.30 Uhr: TuS Schutterwald – HSG St. Leon/Reilingen
So., 29. März, 15 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Ismaning
So., 12. April, 16 Uhr: TSV Wolfschlugen – HSG St. Leon/Reilingen
Sa., 18. April, 18 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Haunstetten

Keine Geschenke zu erwarten

Friesenheim am Sonntag bei HSG-Frauen in Reilingen

Durch den eindrucksvollen 33:25-Erfolg über das neue Schlusslicht HCD Gröbenzell am vergangenen Sonntag sind die Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen in der Tabelle auf den vorletzten Platz geklettert. Klingt nicht so prickelnd? Ist es aber…
Die Mannschaft hat dank dieser zwei Punkte immerhin den Anschluss an den ersten Nichtabstiegsplatz nicht verloren: Dort steht der TSV Haunstetten mit 10:24 Punkten als Zehnter. Und auch der TuS Schutterwald mit aktuell 11:23 Zählern ist nur drei Punkte entfernt. Gegen beide Teams spielt die HSG in der Rückrunde zudem noch und könnte entsprechend zwei Plätze klettern, da Schutterwald und Haunstetten nicht mehr direkt aufeinander treffen. Aber Vorsicht! Schutterwald gastiert am letzten Spieltag in Gröbenzell…


Zusätzliche Punkte der HSG wären also hilfreich, zumal auch gegen TuS und TSV erst noch gewonnen werden muss. Zählbares bereits am Sonntag, 8. März, wenn die TSG Friesenheim ab 16.30 Uhr in der Fritz-Mannherz-Halle in Reilingen zu Gast ist, zu ergattern, wird allerdings schwer: Die Eulen kommen mit einem 32:28 über Ligaprimus Kurpfalz-Bären im Gepäck nach Reilingen.


Gegen die Ketscherinnen war Jana Heidger herausragende Spielerin auf Friesenheimer Seite: Sechs Feldtore, zwei von drei Siebenmetern und zwei Zwei-Minuten-Strafen standen für sie zu Buche, Rebecca Brecht kam auf fünf Tore, einen von zwei Siebenmetern und eine Zeitstrafe, Tabea Luickx auf sechs Feldtore und eine Strafe. Generell wissen die Eulen, wie man zupackt… und tun es auch. Die HSG sollte zusätzlich auch Charlotte Lohr, Johanna Werthmann und Jana Marie Stolle im Auge behalten, die immer für eine ganze Reihe Tore gut sind.


Als Tabellenvierte mit 23:11 Punkten können sich die Friesenheimerinnen durchaus gute Chancen auf Aufstiegsspiele ausrechnen. Nachdem die Bären bereits ankündigten, verzichten zu wollen, beträgt der Rückstand der TSG auf den dritten Platz, der nun zur Relegation reichen würde und auf dem der HC Erlangen liegt, nur einen Punkt. Der Tabellenzweite TSV Wolfschlugen ist drei Minuspunkte entfernt. Schenken werden die Eulen der HSG also nichts…

Der restliche Spielplan im Überblick:
So., 8. März, 16.30 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSG Friesenheim
Sa., 21. März, 19.30 Uhr: TuS Schutterwald – HSG St. Leon/Reilingen
So., 29. März, 15 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Ismaning
So., 12. April, 16 Uhr: TSV Wolfschlugen – HSG St. Leon/Reilingen
Sa., 18. April, 18 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Haunstetten