Verbandsliga

Wieder spannende Begegnung

HSG kam zu wichtigem Heimsieg

Zu einem eminent wichtigen 30:29 (14:12) Heimerfolg gegen den TSV Handschuhsheim kam die HSG St. Leon/Reilingen am vergangenen Sonntag im Harres in St. Leon. Wie schon im vorhergegangenen Heimspiel gegen Hockenheim war es auch diesmal ein nervenaufreibendes, äußerst spannendes Spiel, was das HSG-Team den Zuschauern bot. Parallelen gab es hierbei, weil man das Spiel während der ersten 30 Minuten überwiegend im Griff hatte und einen recht souveränen Auftritt zeigte, der bis weit in die zweite Spielhälfte Bestand hatte. Unverständlicherweise wirkten die Gastgeber gegen Ende des ersten Durchgangs teilweise recht nervös und hektisch, was die spielerisch bei Weitem nicht überzeugenden Gäste konsequent ausnutzten und sich in eine halbwegs gute Ausgangsposition brachten. Überhaupt wechselten sich die mit viel Verve vorgetragenen Aktionen der HSG mit nicht ganz nachvollziehbaren hektischen Auftritten ab. Dies ermöglichte es den Gästen, das Spiel vor allem im zweiten Durchgang offen zu gestalten, doch hatte das HSG-Team immer noch einen weiteren Pfeil im Köcher. In der Crunchtime waren es schließlich die Gastgeber, die mit viel Engagement stets noch einen entscheidenden Treffer setzen konnten.

Beide Mannschaften begannen zunächst mit gut aufgebauten, überlegt vorgetragenen Angriffen. Der TSV wirkte in der Offensive sehr beweglich, während die HSG neben ihrer gut strukturierten Offensive durch schnelles Umschaltspiel gefiel. So entwickelte sich eine recht ansehnliche Partie, die zunächst ausgeglichen verlief. Der TSV kam durch gute Einzelaktionen zum Erfolg, während die HSG mit gekonnten Kombinationen zu ihren Toren kam. Bis zum 4:3 hielten die Gäste den Anschluss. Dann hatte sich die HSG-Defensive besser auf das Angriffsspiel des TSV eingestellt. Man agierte sehr aktiv und beweglich, verschob stets zum Ballhalter, war im Abwehrverbund äußerst kompakt und hatte den Gegner mehr und mehr im Griff.  Im Angriff agierte das HSG-Team sehr druckvoll, zeigte ein technisch sauberes Spiel und spielte auch sehr variabel. Im Ausnutzen der Chancen hatte man eine optimale Quote, war von allen Positionen erfolgreich und wirkte recht souverän. Beim 9:5 (17. Min.) hatte man einen 4-Tore-Vorsprung, der bim 12:6 (22. Min.) auf sechs Tore angewachsen war. Dann schlichen sich eigentlich nicht nachvollziehbare Schwächen und Fehler ins HSG-Spiel ein. Man wirkte plötzlich nervös und hektisch, produzierte einige technische Fehler und überhastete Torwürfe. Der TSV nutzte diese Schwächen und kam bis zur Halbzeit auf 14:12 heran.

Was im ersten Durchgang nach einer souveränen Vorstellung der HSG aussah, sollte sich in der zweiten Spielhälfte doch noch als spannungsgeladen und einem Krimi gleich erweisen. Nachdem die Gäste den vielumjubelten 15:15 Ausgleich geschafft hatten, bedingt durch technische Fehler der HSG, wirkten in der Folgezeit die Gastgeber wieder konzentriert, standen in der Defensive wieder kompakt und gefielen auch in der Offensive durch gelungene Kombinationen. Beim 18:15 hatte man wieder ein 3-Tore-Führung, die über 20:17 beim 24:19 und 25:20 (48. Min.) auf fünf Tore angewachsen war, wobei auch der HSG-Torhüter einen Empty-Goal-Treffer erzielte. Man hatte nun das Gefühl, die HSG hatte die Begegnung wieder im Griff, wirkte man in dieser Phase doch recht souverän und der TSV fand keine entscheidenden Mittel gegen die aufmerksame HSG-Defensive. Doch die Gastgeber wollten es wieder spannend machen. Plötzlich kam ein Bruch in das bis dahin souveräne Spiel der HSG. Eine gewisse Nervosität und Hektik machten sich breit, man kam vom bisher gezeigten überzeugenden Auftritt ab. Selbst bei einer 6:4 Überzahl schaffte man es nicht, sich entscheidend abzusetzen. Im Gegenteil, man brachte mit Nachlässigkeiten den Gegner wieder ins Spiel. Dieser nahm dies dankend an, zeigte viel Einsatz und Kampfgeist und kam schließlich auf 26:25 heran. Das Spiel stand nun auf der Kippe und wankte hin und her. Was jedoch entscheidend war: Das HSG-Team fing sich wieder, behielt klaren Kopf und legte durch dynamische Aktionen stets einen oder zwei Treffer vor (27:25, 29:27, 30:28). Hochspannung herrschte, als die Gäste 90 Sekunden vor Spielende den 30:29 Anschlusstreffer erzielten. Die Gästekamen jedoch nicht mehr zum Ausgleich, weil nach dem letzten Angriff der Gäste das HSG-Team durch einen klug herausgespielten und erkämpften Ballgewinn nochmals in Ballbesitz kam und den Sieg fest in Händen hielt. Mit diesem am Ende verdienten Erfolg hat man sich in der Tabelle im Mittelfeld positioniert.

HSG-Trainer Schnetz nach dem Spiel: „Wir haben an unserem Plan festgehalten, durch schnelles Spiel zu unseren Toren zu kommen. Wir hatten vor allem in der ersten Halbzeit eine gute Abwehr. Nach einigen nervösen Aktionen haben wir nicht nachgelassen, haben dagegen gehalten und kamen zu einem verdienten Erfolg.“

Die Mannschaft und die Tore: Gaida (8/2), Schmitt (1), Zanki(1), Benetti, Menger (3), Klug, Schäfer (2), Fink (2), Frank (3), Meyer (2/1), Bender, Schwechheimer, Baumgärtner (8).

krau

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