3. Liga: Saisonvorbericht

Die Mischung macht’s 

Schwere Gegner zum Saisonauftakt / Merz sieht viel Potenzial 

“Wir möchten so schnell wie möglich raus aus den Abstiegsrängen, um frühzeitig den Klassenerhalt sicherzustellen”, äußerst sich Neutrainer der Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen, Armin Merz, eher vorsichtig auf die Frage nach dem ausgegebenen Saisonziel für die kommende Runde in der 3. Liga. Und das mit gutem Grund, denn er übernahm sein neues Team gerade mal vor sechs Wochen (wir berichteten) und hatte – weil zudem auch noch Urlaubszeit war – nur einen sehr kurzen Vorbereitungszeitraum zur Verfügung, in dem er so gut wie nie mit seinem kompletten Kader trainieren konnte. “Dabei haben wir noch Glück, dass wir erst am zweiten Wochenende nach Saisonbeginn in der 3. Liga antreten müssen, so bleiben uns noch zwei wertvolle Wochen”, ist der ehemalige Profihandballer zuversichtlich, in den verbleibenden Traingseinheiten mit seinen Schützlingen fleißig arbeiten zu können. “Zudem habe ich die Chance, bereits künftige Gegner bei ihrem ersten Spiel beobachteten  zu können”, wird er die Zeit auch für Analysen nutzen. Die HSG, die sich in der vergangenen Runde den hervorragenden vierten Rang in der Staffel E erkämpfte, tritt, nachdem die Anzahl der Drittligamannschaften in Summe wieder auf Normalstärke reduziert wurde, in der schwierigen Staffel Süd-West an. Mit der Einteilung, was Fahrzeiten zu Auswärtsspielen angeht, ist St. Leon/Reilingen perfekt in der Mitte aller Vereine gelegen. Der nördlichste Gegner ist die HSG Nidda/Geldern im hessischen Wetteraukreis, am weitesten nach Süden geht’s ins Breisgau zur HSG Freiburg. Und genau mit diesen Gegnern wird das Merz-Team in den ersten Partien konfrontiert. “Zum ersten Auswärtsspiel bei Nidda/Geldern kann ich gar nichts sagen, da ich sie noch nicht einschätzen kann, aber im fünften Spiel gegen Freiburg sind wir bestimmt schon bei einen Titelanwärter zu Gast”, sieht er sich mit seinem Team wie im ersten Heimspiel am 18. September gegen die Juniorflames aus Bensheim bereits zum Saisonbeginn vor schweren Gegnern, die zum Favoritenkreis gezählt werden können. Trotzdem drückt ihm aufgrund der Zeitnot der Schuh, denn Neuzugang Anastasia Klačar hinkt wegen einer Schulterverletzung vier Wochen hinterher, Routinierin Samira Schulz hat sich im Training den Fuß gebrochen und wird noch länger pausieren müssen, dazu fiel für das 18-jährige Mannschaftsküken Natasa Halilovic krankheitsbedingt die Vorbereitung komplett flach, das heißt, sie hat bei Rundenstart zwei Monate Trainingsrückstand aufzuholen. Der Kader umfasst nur 16 Spielerinnen plus Madeleine Laier, die, obwohl sie sie die Handballschuhe beim Rundenabschluss an den Nagel gehängt hat, ihrem ehemaligen Team jederzeit hilft, wenn sie gebraucht wird. Das sind gerade mal so viele, wie auf dem Spielbericht Platz haben – weitere Ausfälle wären da natürlich fatal, denn Merz ist sich auch bewusst, dass er die Kräfte seiner Spielerinnen einteilen und “ihre Knochen schonen muss”, um sie gesund und möglichst verletzungsfrei durch die Saison zu bringen.Dabei wird ihm weiterhin als Unterstützung und Hilfe Askold Eberhardt als Physiotherapeut zur Verfügung stehen sowie Athletik- und Co-Trainerin Inge Komke-Hurst mit sehr viel Erfahrung, denn es ist ihm wichtig, “dass ich für die Mädels auch eine weibliche Ansprechpartnerin und Betreuerin an meiner Seite habe”.Der HSG-Coach schwärmt nach wie vor von seiner Mannschaft, die mit einem Durchschnittsalter von 24,5 Jahren eine perfekte Mischung aus jungen und erfahrenen Akteurinnen aufweist, “das sind alles tolle Handballerinnen mit unglaublich viel Potenzial und ich sehe sie als Team sehr positiv, denn mit den ersten Ligaspielen werden die Neuzugänge noch besser integriert und der Mannschaftszusammenhalt weiter wachsen”.

Kader:

Tor: Clara Bohneberg (1997), Sina Golla (2002)

LA: Lena Peribonio (1993), Hanna Marquardt (1995, auch KM)

RL: Samira Schulz (1991), Paula Lederer (2000), Natasa Halilovic (2004)

RM: Jana Pahl (1995, auch LA), Annika Rimpf (1998, auch LA) Anastasia Klačar (1999)

KM: Nicola Baumann (1996), Lena Nussbaumer (1998)

RR: Leonie Scholl (1998), Britta Miltner (2000)

RA: Franziska Brecht (1996), Wiebke Heck (1997, auch RR), Madeleine Laier (1993)
Trainer: Armin MerzAthletik- und Co-Trainerin: Inge Komke-Hurst

Physiotherapeut: Askold Eberhardt

Staffel Süd-West: HSG Gedern/Nidda | TSG 1888 Eddersheim | 1. FSV Mainz 05 II | TG 88 Pforzheim | SG Kappelwindeck/Steinbach | HSG Rodgau Nieder-Roden | HSG Wittlich | HSG Freiburg | TSV Bönnigheim | HSG Bensheim/Auerbach II | HSG St. Leon/Reilingen 

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