HSG bot Tabellenführer lange Paroli

Am Ende zu deutliche Niederlage

Mit einem vor allem in der ersten Spielhälfte und bis lange in den zweiten Spielabschnitt couragierten Leistung wartete das dezimierte HSG-Badenliga-Team am vergangenen Sonntag auf. In der Fritz-Mannherz-Halle brachten die Gastgeber die SG Heidelsheim/Helmsheim bei der zu hoch ausgefallenen20:26 Niederlage teilweise in arge Bedrängnis. Über weite Strecken der Begegnung war kein Unterschied zwischen dem Tabellenführer und der HSG zu sehen. Im Gegenteil, die Gastgeber waren vor allem in der ersten Halbzeit ein ebenbürtiger Gegner. HSG-Trainer Schnetz meinte vor dem Spiel: „Wir hatten 8 Infizierte und jetzt kamen noch zwei weitere hinzu, die nicht einsatzfähig sind und wir hatten vor dem Spiel nur eine Trainingseinheit. Und ausgerechnet jetzt spielen wir gegen die spielstärkste Mannschaft. Wir haben uns taktisch so gut es ging vorbereitet. Aber die Terminierung mit 4 Spielen in 8 Tagen ist unmöglich.“ Und die vorgegebene Taktik ging auch großteils auf. Das HSG-Team zeigte sich diszipliniert und hätte mit dieser Leistung einen Punkt verdient gehabt.

Beide Mannschaften begannen recht flott diese Partie.  Das HSG-Team gefiel durch ein wohl durchdachtes Angriffsspiel, gelungene Ballstafetten und konzentrierte Torwürfe. Die Gäste nutzten anfangs ihre körperliche Überlegenheit und kamen zunächst durch Würfe aus der zweiten Reihe zum Erfolg. Nach dem 2:2 hatte sich die Defensive der HSG besser auf das Angriffsspiel des Gegners eingestellt. Aktive und kompakte Abwehrarbeit ließ die SG zunächst zu keinem weiteren Treffer kommen. Die Gastgeber agierten weiter mit sehr klug und überlegt aufgebauten Angriffen und kamen zu einer 5:2 und 7:4 Führung. Nach einer Auszeit seitens der Gäste kam ein kleiner Bruch ins Spiel der HSG. Nachlässigkeiten schlichen sich ein, die von den nun aufmerksamen Gästen konsequent ausgenutzt wurden. Der HSG gelang 6 Minuten kein Treffer und die SG machte aus dem 7:4 eine 7:9 Führung. Nach dieser kurzen Schwächephase kam die HSG wieder besser ins Spiel und hielt die ausgeglichene Partie bis zum 12:13 zur Pause wieder offen, wobei durchaus die Möglichkeiten zum Unentschieden gegeben waren.

Nach dem Seitenwechsel agierten beide Teams zunächst recht nervös. Es wollte kein richtiger Spielfluss aufkommen, da auch beide Abwehrformationen sehr aufmerksam waren. Beide Mannschaften taten sich in der Offensive schwer und die Begegnung blieb anfangs recht torarm. Beim 13:14 in der 37. Minute vergab dann die HSG die Chance zum Ausgleich und die Gäste erzielten prompt das 13:15. Phasenweise waren dann die Offensivaktionen der HSG zu breit angelegt und es fehlte die Durchschlagskraft. Trotzdem kam man mit überlegten Offensivaktionen zu seinen Toren. Doch da die Defensive weiterhin sehr aktiv operierte, blieb die Begegnung bis zum 17:19 (48. Minute) ausgeglichen, wobei die Gastgeber noch einiges Pech mit Latte und Pfosten und diversen Abprallern hatten. Ein Remis zu diesem Zeitpunkt wäre mehr als verdient gewesen. In der Schlussphase machte sich dann der Kräfteverschleiß und die dünn besetzte Auswechselbank bemerkbar. Technische Fehler und Nachlässigkeiten seitens der HSG schlichen sich ein und die Gäste nutzten dies konsequent aus. Am Ende stand eine viel zu hoch ausgefallene 20:26 Niederlage, wobei man der HSG eine ordentliche Leistung bescheinigen muss, die mit etwas Glück auch zu einer Punkteteilung gereicht hätte.

Die Mannschaft und die Tore: Unser, Winter; Rausch (2), Bikowski (1), Hufnagel (1), Antl (1), Benetti Y. (1), Barth, Benetti M. (2), Frank (5), Meyer (6/1), Bahr (1).

HSG-Trainer Schnetz nach dem Spiel: „Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Sie bot in dieser Zusammensetzung eine recht ordentliche Leistung. Mit etwas Glück wäre mehr drin gewesen. Wir konzentrieren uns jetzt auf das Spiel am Dienstag gegen die SG Stutensee/Weingarten.“

Die für die HSG äußerst wichtige Partie gegen die SG Stutensee/Weingarten findet am Dienstag um 20.30 Uhr in der Fritz-Mannherz-Halle in Reilingen statt. Hier gilt es für das HSG-Team Punkte zu sammeln, um sich eine gute Ausgangsposition für die nach der Runde anstehende K.o.-Runde zu sammeln.

krau

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