Vorbericht 3. Liga Frauen

Derby gegen Juniorflames mit Ex-Trainerteam
Das erste Heimspiel in der 3. Liga bestreiten die Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen gleich gegen den einzigen Derbygegner der Staffel Süd-West, der HSG Bensheim/Auerbach II, am Sonntag zu Hause. “Außer Leonie Scholl und vermutlich Hanna Marquardt kommt niemand seit der letzten Woche dazu und letztmalig können wir den Kader aus der 1b mit Lena Strifler und Kristin Auer verstärken, danach spielen sie zeitgleich und wir können nicht mehr auf ihre Unterstützung zählen”, sieht Trainer Armin Merz der Partie sorgenvoll entgegen. Denn die Juniorflames zählen sicher zum Favoritenkreis, haben einen großen ausgeglichenen Kader, somit viele Wechselopionen und Torfrau Leonie Moormann, bis letzte Saison bei den Ketscher Kurpfalzbären unter Vertrag, vernagelt zuverlässig ihren Kasten. Zudem wird das Trainerteam der Hessinnen, Sascha Kuhn und Matthias Kolander, die ihren Schützlingen der letzten Runde, deren Stärken und Schwächen sie nur zu gut kennen, nun als Gegner gegenüberstehen, ihre neue Mannschaft besonders motiviert einschwören. Ihre Überlegenheit haben sie in ihrem ersten Heimspiel schon bewiesen, als sie die TG 1888 Eddersheim mit 34:18  deklassierten, was sie zusätzlich noch beflügeln wird. HSG-Coach Merz hingegen muss weiterhin auf Britta Miltner sowie Natasa Halilovic, die Langzeitverletzte Samira Schulz und Lena Nussbaumer, die er beide vor allem dringend in der Abwehr benötigen würde, verzichten. Umso mehr zählen er und seine Spielerinnen auf die tatkräftige Unterstützung zahlreicher Fans am Sonntag, 18. September, um 16 Uhr in der Fritz-Mannherz-Halle.

Wir haben der 27-jährigen Spielerin Jana Pahl, die nach der letzten Runde zusammen mit Jonathan Winter den Vorsitz der HSG-Vorstandschaft übernommen hat, drei Fragen zur gerade begonnenen Drittligasaison gestellt:
Du bist jetzt nicht mehr nur Spielerin, sondern zusammen mit Jonathan auch HSG-Vorstandsvorsitzende. Was hat sich für Dich geändert?Aus allem, was den Spielbetrieb von Damen 1 angeht, halte ich mich bewusst raus und überlasse das Jonathan – hier bin ich nach wie vorher ganz einfach Spielerin, damit es erst gar nicht zu einem Interessenkonflikt kommen kann. Natürlich ist der Gesamtaufwand für mich deutlich höher und ich bin natürlich auch in Ausstattungsbeschaffung oder medialen Fragen gefordert – in der Umstrukturierung und Aufgabenverteilung sind wir aber noch mitten im Findungsprozess.
Hast Du Dich auf den Saisonstart gefreut und wenn ja, warum?Ich habe mich dieses Jahr unfassbar auf den Saisonstart gefreut, schon allein, weil unsere Trainingsbeteiligung durch Geschäfts- und Urlaubstermine nicht unbedingt  befriedigend und dadurch für die jeweils Anwesenden sehr kräftezehrend und extrem anstrengend war. Gefühlt sind wir aber als Team eigentlich noch nicht so weit eingespielt, jetzt schon in eine lange anstrengende Runde zu starten. Dennoch spielen wir vor allem Handball für den Wettkampf, also um uns zu messen und dem fiebern wir entgegen und werden immer mehr zusammenwachsen. 
Wie schätzt Du und wo ordnest Du Deine Mannschaft in dieser Saison in der Staffel Süd-West ein?Ich glaube, es handelt sich um eine ausgeglichene Staffel mit vielen unbekannten Gegnern, auf die ich sehr gespannt bin, aber auch mit einigen Teams, bei denen wir bekannte Gesichter wiedersehen werden, das ist immer unglaublich schön. Ich hoffe natürlich, dass wir möglichst schnell den Klassenerhalt schaffen, aber eine Einschätzung aufgrund der vielen Unbekannten ist schwierig – irgrendwie waren wir ja schon immer eine Wundertüte und wir werden sicher alles geben.
led

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