HSG verpasst Punktgewinn

Chance in der ersten Halbzeit vergeben 

Zum Auftaktspiel im neuen Jahr verpasste es das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen, einen durchaus möglichen Punktgewinn zu erzielen. Durch Nachlässigkeiten vor allem in der zweiten Spielhälfte musste man letztendlich eine bittere 23:27 (11:12) Niederlage hinnehmen gegen einen favorisierten TV Knielingen, der an diesem Tag sicher zu bezwingen gewesen wäre. Vor allem im ersten Durchgang hatte man die Möglichkeit, die Weichen für einen Erfolg zu stellen. Doch in Phasen, in denen man den Gegner auf weitere Distanz hätte halten können, fehlte die Cleverness und Kaltschnäuzigkeit. Gerade in den Heimspielen wollte die HSG die nötigen Punkte sammeln, um möglichst weit oben in der Tabelle zu landen. HSG-Trainer Schnetz meinte auch vor dem Spiel: „Auf dem Papier sind wir kein Favorit. Wir wollen aber unsere Heimspiele gewinnen. Doch gegen den starken TVK wird es schwer, obwohl wir gut trainiert haben.“ Dass es schließlich doch zu einer Niederlage kam, lag daran, dass das HSG-Team nach den vergebenen Chancen in der ersten Hälfte schwache fünf Minuten im zweiten Durchgang hatte, was die Gäste gnadenlos und routiniert zu einer Vorentscheidung nutzten.

Das Spiel begann von beiden Seiten sehr verhalten. Man merkte den Mannschaften die lange Spielpause an und es wollte zunächst kein richtiger Spielfluss aufkommen. Zu statisch waren die Angriffe aufgebaut und die Abwehrreihen dominierten während fast des gesamten ersten Spielabschnitts. Vor allem die Zusammenarbeit Abwehr – Torhüter klappte auf HSG-Seite vorzüglich, wobei der HSG-Keeper in der ersten Halbzeit eine sehr starke Leistung bot. Das HSG-Offensivspiel war zu breit angelegt und ließ die nötige Dynamik und Durchschlagskraft vermissen. Gegen die stabile 6:0 Defensive des TVK fand die HSG-Offensive einfach zu wenig Mittel, um sich entscheidend durchzusetzen. So blieb die Begegnung zunächst recht torarm, keine Mannschaft konnte einen größeren Vorsprung erspielen (4:4 und 7:7). Gerade weil die Gäste mit nur 9 Feldspielern angetreten waren, hätte die HSG aufs Tempo drücken sollen, um sich über die zahlenmäßigbesser besetzte Bank einen Vorteil zu verschaffen. Doch in diesem Bereich wirkten die Gastgeber zu behäbig und blieben auch in der Chancenverwertung recht nachlässig. Es fehlte die nötige Verve und man fokussierte sich eher auf eine stabile Defensive. Und gerade diese aufmerksame und bewegliche Abwehr war dann ausschlaggebend, dass das HSG-Team nach und nach das Zepter in die Hand nahm. Endlich profitierte man von der guten Defensive und schaltete schnell auf Offensive um, hatte nun auch die nötige Dynamik und kam mit gelungenen Kombinationen zu einer 9:7 und 10:8 Führung. In dieser Phase hatte man den Gegner im Griff und hätte den Vorsprung noch weiter vergrößern können und somit in der ersten Halbzeit für eine beruhigende Führung sorgen können. Doch nach dieser guten Phase war das HSG-Team zu überhastet, es fehlte die Cleverness und man vergab leichtfertig die Führung. Der TVK kam wieder ins Spiel glich zum 10:10 aus und hatte zur Halbzeit eine knappe 11:12 Führung inne.

Nach dem Seitenwechsel konnte die HSG gleich den 12:12 Ausgleich erzielen und das Spiel nahm nun eine etwas flottere Fahrt auf. Die Gäste gefielen nun durch ihr gut aufgebautes und dynamisches Angriffsspiel sowie durch effektive Abschlüsse. Doch zunächst fanden auch die Gastgeber immer wieder Lücken in des Gegners Abwehr. Nach einer 13:16 Führung des TVK kam das HSG-Team durch zwei klug herausgespielte Treffer zum 15:16 Anschlusstreffer und hatte durch einen 7-m-Strafwurf die Chance zum Ausgleich. Doch nach dem Auslassen dieser Gelegenheit und einer 2-Minuten-Strafe seitens der HSG nutzte der Gegner diese Chance eiskalt und erhöhte auf 15:18. Dies sollte der Knackpunkt der Begegnung sein, denn das HSG-Team war in der Folgezeit teilweise zu hektisch und es fehlte die nötige Cleverness und Durchschlagskraft, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Die Gäste spulten routiniert und überlegt ihr Repertoire herunter, gefielen durch ein wohl strukturiertes Spiel und setzten sich mehr und mehr gegen eine nachlassende HSG ab. Über 16:21 und 20:26 waren die Gäste nun überlegen. Am Ende musste die HSG eine bittere, weil unnötige 23:27 Niederlage hinnehmen gegen einen TV Knielingen, der an diesem Tage durchaus zu besiegen gewesen wäre.

Trainer Schnetz nach dem Spiel: „Wir hätten mehr Tempo spielen müssen. Der TVK war clever und ballsicher und hatte vor allem in der zweiten Hälfte die routiniertere und reifere Spielanlage. Wir hatten beim 10:8 die Chance zu einem größeren Vorsprung, waren aber nicht clever genug. In der zweiten Hälfte war der TVK das spielerisch bessere Team.“

Die Mannschaft und die Tore: Gutland, Unser, Winter; Rausch (1), Impertro, Antl, C. Bikowski (3), Y. Benetti (1), Decker (2/1), Menger (3), Frank (9/2), Meyer (3), Koffemann (1) und Hufnagel.

krau

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