HG in allen Belangen überlegen

HG verpasst HSG eine deftige Klatsche

Eine empfindliche 19:31 (10:15) Niederlage musste das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen am vergangenen Sonntag bei der HG Oftersheim/Schwetzingen 2 hinnehmen. Die Worte von HSG-Trainer Schnetz vor dem Spiel: „In diesem Spiel ist alles möglich“, sollten sich als sehr negative Voraussage für die HSG herausstellen. Nach der guten Leistung vom letzten Spieltag war das HSG-Team nicht wiederzuerkennen. Ohne rechte Einstellung und ohne Kampfgeist präsentierte sich eine Mannschaft, die jegliche spielerische Komponente und jegliches Aufbäumen vermissen ließ. Auf der anderen Seite zeigten die Gastgeber eine in allen Belangen überzeugende Leistung. Mit viel Spielfreude und totalem Einsatz dominierten sie fast nach Belieben das Spielgeschehen. Eine hoch motivierte HG-Truppe war von Anfang an Chef im Ring. Schon sehr früh offenbarte das HSG-Team eklatante Schwächen sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Während die HG mit ihrem quirligen, dynamischen Offensivspiel ein ums andere Mal die recht unbeweglich agierende HSG-Abwehr ins Leere laufen ließ, tat sich die Angriffsreihe der Gäste schwer gegen die ziemlich kompromisslose HG-Defensive, die allerdings manchmal die Grenzen des Erlaubten überschritten und mit einigen rüden Fouls die HSG-Angreifer attackierten. Aber gerade dieserbedingungslose Einsatz fehlte beim HSG-Team vollends. Kein frühzeitiges Attackieren des spielfreudigen Gegners war zu sehen, kein kompaktes Agieren, was das HG-Team konsequent ausnutzte. Abstimmung und Geschlossenheit fehlten vollkommen bei der HSG und so konnte die HG fast ohne Widerstand des Gegners ihr Spiel aufziehen und war auch im Ausnutzen der Torchancen sehr effektiv. Im Gegensatz dazu verbuchte das HSG-Team neben der schwachen Abwehrleistung eine recht suboptimale Wurfausbeute, was darin gipfelte, dass man neben 3 verworfenen 7-m-Strafwürfen inklusive Nachschuss(!) in Abschnitt 2 sage und schreibe sechs(!) glasklare Torchancen in Folge vergab. Während also beim HSG-Team praktisch nichts zusammenlief, brillierten die Gastgeber mit einer tadellosen Leistung und glänzten mit einer optimalen Leistung, wobei sowohl die sehr effektive Offensive als auch die sehr bewegliche Defensive dem desolat wirkenden HSG-Team sehr früh den Zahn zog und im zweiten Durchgang sogar noch zulegen konnte.

Von Spielbeginn an zeigten sich die Gastgeber hoch konzentriert und zogen ein sehr dynamisches Angriffsspiel auf. Schon hier zeigte sich, dass die HSG-Defensive kein Mittel fand, die zwar einfachen, aber außerordentlich effektiven Kreuzbewegungen der HG-Offensive entscheidend zu unterbinden. Immer wieder hatte die an diesem Tag recht unsortiert wirkende Defensive der HSG das Nachsehen, als die HG-Angreifer mit ihren sehr druckvollen Kreuzbewegungen den Weg zum Tor fanden. Allerdings verstand es die HSG-Offensive, anfangs durch einige gelungene Aktionen den Anschluss zu halten und war beim 6:5 für die HG noch gut im Spiel. Nach und nach setzte sich jedoch das engagierte und druckvolle Spiel der HG durch. Mit ihrem gekonnt und technisch sauberen Angriffsspiel taten sie immer wieder die Lücken in der löchrigen HSG-Defensive auf, glänzten auch durch gelungene Anspiele und vergrößerten kontinuierlich ihren Vorsprung. Das HSG-Team tat sich im Angriff durch ein zu breit angelegtes Spiel sehr schwer gegen die kompromisslose HG-Defensive und was aufs Tor kam,war oftmals eine Beute des sehr stark haltenden HG-Keepers. Zur Pause lagen die Gastgeber über 10:6 mit 15:10 in Front.

Auch in der zweiten Spielhälfte war die HG das dominante Team. Bezeichnenderweise wieder mit einfachen, aber sehr effektiven Kreuzbewegungen erhöhten die Gastgeber auf 17:11. Die HG zeigte in der Folgezeit ein sehr modernes Angriffsspiel, gepaart mit viel Bewegung und kernigen Torwürfen. Schon frühzeitig resignierte das HSG-Team, ließ in der Defensive zu große Räume, operierte viel zu passiv und zeigte zu wenig Einsatz und den Willen, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Der Defensive fehlte es an Kompaktheit und Aufmerksamkeit und im Angriff schlichen sich nun auch neben der Unentschlossenheit noch technische Fehler ein. Die HG zeigte sich wesentlich wacher und einsatzfreudiger, ließ immer wieder ihre dynamischen Aktionen aufblitzen, dem die desolat wirkende HSG-Defensive nichts Entscheidendes entgegensetzen konnte. Neben der schwachen Defensive wirkte das HSG-Team auch in der Offensive unkonzentriert, ideenlos und völlig von der Rolle, als man reihenweise klare Torchancen vergab. Am Ende musste das konsterniert wirkende HSG-Team über 16:23 eine deftige 19:31 Niederlage hinnehmen, die es nun in den kommenden Trainingseinheiten zu verarbeiten gilt.

Co-Trainer Winter meinte nach dem Spiel: „Es war eine Katastrophe, vorn und hinten, ein Totalausfall. Keiner hat heute Leistung gebracht. Die Niederlage war auch in dieser Höhe verdient.“

HSG: Gutland, Winter; Decker (4/3), Scholl (3), Menger (3), Frank (2), Meyer (2), Antl (2), Impertro (1), Benetti (1), Hühn (1), Bahr, Bahrt und Schmitt.

HG: Fendrich (4), Polifka (4), Steinbach, Lemke (6), Micke(2), Lux (1), Thüre, Beck (7), Zemella (1), Haase (3), Schmitt (1), Fauerbach, Redmann und Seidenfuß (2).

krau

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