Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen in Vorbereitung

Testspiele geben erste Aufschlüsse

Die Saison 2021/22 der Badenliga der Männer wird sich in anderer Form abspielen. Aus der 16 Mannschaften umfassenden Badenliga wurden zwei 8er Staffeln gebildet, um notwendige terminliche Puffer zu schaffen, falls Corona den einen oder anderen Strich durch die Terminplanung machen sollte. Die HSG spielt in der Staffel B zusammen mit SG Stutensee/Weingarten, SG Pforzheim/Eutingen 2, TV Knielingen, TSG Wiesloch, SG Heidelsheim/Helmsheim, TSV Rot und HSV Hockenheim eine Vor- und Rückrunde. Anschließend werden in einer K.-o.-Phase zwischen den jeweils ersten Vier und den letzten Vier aus beiden Staffeln Auf- und Absteiger ermittelt. 

Nach einer langen, Corona-bedingten Pause hat das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen seit geraumer Zeit wieder den Trainingsbetrieb aufgenommen. Seit Mitte Juni wurden erstmal wieder die Grundlagen erarbeitet und man merkte den Spielern an, dass sie echte Lust verspürten, nach der langen Unterbrechung wieder den Handball in die Hand zu nehmen. Natürlich standen auch zahlreiche Laufeinheiten auf dem Programm, um die konditionellen Defizite wieder aufzuarbeiten. Inzwischen befindet sich das Badenliga-Team der HSG auf einem guten Weg, sich für die kommende, sicherlich sehr schwere Saison das notwendige Rüstzeug anzueignen, um bestens vorbereitet in die Saison, die erst am        3. Oktober beginnt, zu starten. Erste Trainingsspiele gaben erste Fingerzeige über die spielerische und konditionelle Verfassung der Mannschaft. 

Im ersten Spiel gegen die SG Nußloch in der Fritz-Mannherz-Halle brauchte das HSG-Team eine gewisse Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden. Gegen die robuste 6:0 Abwehr taten sich die Gastgeber zunächst schwer, Lücken zu finden. Der Angriffsmotor stotterte noch ein bisschen und erst allmählich kam er ins Rollen. Im Gegensatz zur Offensive war das HSG-Team in der Defensive recht kompakt und stellte einen beweglichen 6:0 Abwehrverbund. Das Spiel war zunächst ausgeglichen, weil vor allem der starke linke Rückraum der Gäste viel Torgefahr ausstrahlte. Nach und nach kam auch die spielerische Komponente der HSG zum Tragen und mit gelungenen Kombinationen kam man zu Torerfolgen, was zu einem 16:16 Pausenstand führte. Nach dem Seitenwechselblieb das Spiel ausgeglichen. Nußloch kam dann mehr über den agilen Kreisläufer zum Zuge, während die HSG vor allem über die zweite Welle erfolgreich war. Bis zum 22:22 blieb die Partie ausgeglichen. Dann setzte sich mehr und mehr das spielerische Potenzial der Gastgeber durch und auch die Defensive hatte nun den Gegner gut im Griff. Über 27:23 stand am Ende ein deutlicher 32:26 Erfolg zu Buche. Vor allem das dynamischere Angriffsspiel und eine Steigerung im Defensivbereich waren für diesen verdienten Erfolg verantwortlich.

Ein echter Prüfstein für den Leistungsstand der HSG war in einem weiteren Testspiel der Pfalz-Oberligist aus Worms. Beide Mannschaften legten gleich ein flottes Tempo vor. Schnell vorgetragene Angriffe von beiden Seiten mit viel Dynamik und Zug zum Tor sorgten für viele Torszenen. Während Worms mit einer aggressiven 5:1 Abwehr agierte, stellte das HSG-Team eine 6:0 Defensive, die in der Anfangsphase vor allem mit dem wurfstarken linken Rückraumschützen der Gäste ihre Probleme hatte.  Ein großer Rückhalt war jedoch der starke Torwart der Gastgeber, der zahlreiche Chancen der Gäste zunichtemachte. Durch diesen starken Rückhalt und schnelles Umschalten über die zweite Welle, aber auch über den Kreis kam das HSG-Team zu einer 9:5 Führung. Worms agierte in der Folgezeit konzentrierter und war im Abschluss effektiver. Und weil auch die Gastgeber sich mehr in Einzelaktionen verzettelten, kamen die Gäste zum 10:9 Anschlusstreffer. Mit weiteren gelungenen Angriffszügen von beiden Mannschaften, die in großen Teilen erfolgreich abgeschlossen wurden, stand es zur Pause 15:15. Auch im zweiten Spielabschnitt blieb die Partie fast bis zum Schluss ausgeglichen. Beide Teams hielten weiterhin ein hohes Tempo und spielten einen technisch sauberen Handball. Worms war überwiegend aus dem Rückraum erfolgreich, während die Gastgeber das variablere Spiel zeigten, wobei sie sowohl über den Kreis als auch mit feinen Einzelleistungen zu ihren Toren kamen. Aber auch über die Außen und mit der zweiten Welle wusste das HSG-Team zu gefallen. Worms ließ sich aber nicht abschütteln und bleib stets auf Augenhöhe. 21:21 und 24:24 waren die Zwischenstände. In den letzten Minuten agierte dann Worms mit dem 7. Feldspieler und kam dadurch noch zu einem 26:28 Sieg. Eine recht ansprechende Leistung, auf der man aufbauen kann, zeigte aber wiederum das spielerisch gut aufgelegte HSG-Team.  

Im Interview mit HSG-Trainer Martin Schnetz gab er Einblicke über die Vorbereitung und die Saison 21/22. 

Wie hast du und die Mannschaft die Corona-Pause durchgestanden?

„Die Corona-Pause war natürlich für keinen Mannschaftssportler einfach. Wir haben mit Laufplänen für die Fitness gearbeitet. Dazu gab es regelmäßig gemeinsame Onlinetermine zum gegenseitigen Austausch.“

 

Wie lief der Neueinstieg ins Training?

„Den Neueinstieg haben wir bewusst nicht gleich auf voller Intensität begonnen, da die Verletzungsgefahr nach einer so langen Pause sehr hoch ist. Aber natürlich waren alle glücklich, wieder in der Halle zu sein und Handball spielen zu dürfen.“

 

Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung?

„Mit dem bisherigen Verlauf bin ich eigentlich recht zufrieden. Leider sind wir erwartungsgemäß nicht immer vollzählig im Training – da muss man ab und an schon ein wenig improvisieren.“

 

Legst du Schwerpunkte und wenn ja, welche?

„Die Schwerpunkte ändern sich von Woche zu Woche. Wichtige Schwerpunkte in den kommenden Wochen werden die Abwehr und das Konterspiel mit erster und zweiter Welle sein.“

 

Was meinst du zur Staffeleinteilung in zwei 8er Staffeln und die folgenden K.-o.-Spiele?

„Wir hatten uns gegen die Einteilung in 2 Staffeln ausgesprochen. Durch die Teilung und die anschließenden Überkreuzspiele spart man nicht viele Spiele und am Ende kann einem die Tagesform oder ein kurzfristiger Ausfall von Spielern den Klassenerhalt kosten.“

 

Ist die Einteilung gerecht oder gibt es eine stärkere oder schwächere Staffel?

„Nach geografischen Gesichtspunkten ist die Einteilung nachvollziehbar. Natürlich ist eine Einteilung in Nord und Süd vollkommen unabhängig von der Leistungsstärke. Zumindest auf dem Papier erscheint uns die Südstaffel nicht gerade einfach …“

 

Was ist die Zielsetzung für die Saison 21/22 auch in Bezug auf die Staffeleinteilung?

„Ziel Nummer eins ist es, den 4. Platz in unserer Staffel zu erkämpfen, was gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt wäre. Da das gewiss nicht einfach wird, ist das Hauptziel nach wie vor der Klassenerhalt, zur Not über eine erfolgreiche Abstiegsrunde.“

 

Wie sieht die weitere Vorbereitung aus?

„Für uns beginnt jetzt die intensive Phase der Vorbereitung mit drei Einheiten pro Woche. Zudem ist am Wochenende ein zweitägiges Trainingslager mit Testspiel angesetzt.

Gegen Ende September sollten wir so weit sein, am taktischen Feinschliff zu arbeiten. Zudem haben wir fast jede Woche ein Testspiel auf dem Plan. Nach so einer langen Pause ist eswichtig, Wettkampfpraxis zu sammeln.“

 

Was hat sich im Kader getan, wie sieht es personell aus?

Der Kader ist weitestgehend gleich geblieben. Besonders froh bin ich über die Rückkehr von Andi (Rausch) nach der langen Verletzung; das wird der Mannschaft helfen. Leider haben sich 5 Spieler entschieden, kürzer zu treten und zukünftig für die 2. Mannschaft zu spielen, was uns natürlich in der Breite trifft.

 

Was gibst du der Mannschaft mit auf den Weg bis zum Rundenbeginn und für die Saison 21/22?

„Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber noch viel an uns arbeiten. Für die Runde gilt: Es gibt keine einfachen Spiele –wenn alles passt können wir jeden Gegner schlagen – wenn nicht aber auch gegen jeden verlieren.“

 

krau

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