St. Leon/Reilingen verliert beim SV Allensbach
HSG fehlt am Ende lediglich eine Sekunde zum Punktgewinn
Nach einer aufregenden Anreise mit einigen unvorhersehbaren Ereignissen gelang es den Drittliga-Handballerinnen aus St. Leon/Reilingen leider abermals nicht zu punkten. In Allensbach verloren sie mit 27:28 (13:17) gegen den neuen Tabellendritten und belohnten sich zum wiederholten Male nicht trotz toller Mannschaftsleistung.
Madeleine Hornstein, die selbst siebenmal verwandelte, monierte nach der Partie: “In der ersten Halbzeit war die Abwehr nicht gut, wir haben nahezu jede Eins-gegen-eins-Situation verloren und hatten viel zu viele freie Durchbrüche“. „Auch die Torhüterinnen waren in dieser Phase kein großer Rückhalt“, so Hornstein weiter.
Zur Halbzeitpause lag die HSG mit 13:17 hinten, hatte zu der Zeit allerdings bereits einen 10:16 Rückstand aufgehübscht. In Sachen Kampfgeist sprach Trainer Daniel Weinheimer seiner Mannschaft dementsprechend einmal mehr sein Lob aus.
„Die zweite Halbzeit war deutlich besser“, betont Hornstein. „Wir standen im Eins-gegen-eins konsequenter, die Torhüterinnen kamen ab der 45. Minute auch ins Spiel und Melina Friedrich glänzte mit mehreren freien Paraden und insgesamt drei gehaltenen Siebenmetern.“ Die letzten zehn Minuten habe ihr Team noch auf eine offensive 4:2-Abwehr umgestellt, „was einen positiven Effekt hatte“. Für die HSGlerinnen schien die Partie in der 36. Spielminute bereits gelaufen beim Stand von 15:22. Doch danach begann die Aufholjagd durch Nicole Weschenfelder, Samira Schulz, die mit acht Treffern beste St. Leon/Reilinger Schützin war, und Hornstein zum Zwischenstand auf 22:24. Am Ende genügten die letzten zehn Minuten jedoch nicht, für die immens wichtigen Punkte beim SV. Der Unterarmwurf von Nicole Weschenfelder, der zum Ausgleich geführt hätte, landete leider erst eine Sekunde nach Abpfiff im Netz.
„Es gab viele gute Sequenzen und auch starke Phasen, leider haben wir abermals zu spät angefangen, Handball zu spielen und am Schluss läuft uns dann die Zeit davon“, zeigte sich Lena Nussbaumer enttäuscht. „Schlussendlich wäre mehr drin gewesen, wenn wir es von Anfang an geschafft hätten, konzentriert und auf den Punkt unsere Leistung abzurufen. Sehr bitter, aber jetzt heißt es , Mund abwischen und weiter machen´!“
Am kommenden Sonntag, 25. Januar, 16:30 Uhr gastiert der aktuelle Spitzenreiter aus Ketsch bei der HSG zum Derby in der Fritz-Mannherz-Halle.
HSG: Friedrich, Lang, N. Weschenfelder (1), Nussbaumer (2),Scholl (1), Hofmann (2), Haupt (2/1), Hornstein (7), C. Weschenfelder (2), Schulz (8), Stegmüller, Schieszl, Baumann (2)