Drittliga-Handballerinnen am Sonntag gegen Gröbenzell
Frank „Gerbi“ Gerbershagen übernimmt die Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen aber der kommenden Saison. Der 57-Jährige erhält vom abstiegsbedrohten Drittligisten einen ligenunabhängigen Vertrag.
Gerberhagen, der als B-Lizenz-Inhaber langjährige Erfahrung als Trainer mit zur HSG bringt, freue sich über die neue Aufgabe und „die Zusammenarbeit mit einem engagierten Team aus jungen Wilden und erfahrenen Spielerinnen“, betont er im Gespräch mit dieser Zeitung. „Ich stehe für Disziplin und aggressive, flexible Abwehrarbeit, die ein gewisses Potenzial an Fitness voraussetzt, das mit einem hohen Spaßfaktor in der Vorbereitung erarbeitet wird. Ein wichtiger Aspekt für meine Zusage bei der HSG war, dass zeitnah gerade für junge, hungrige Spielerinnen eine Plattform geschaffen wird, auf denen ihnen der Spaß an schnellem, variablem und attraktivem Handball vermittelt werden kann. Der Teamspirt, diesen Handball auch zu leben, gerade auch, den Handball vor andere Dinge zu setzen, schätze ich sehr und erwarte dies auch von den Spielerinnen. Die HSG ist eine spannende Aufgabe, der ich mich voller Vorfreude und Motivation entgegenfiebere.“
Der zukünftige HSG-Trainer hat seine handballerischen Wurzeln in Kirrweiler beim TVK. Nach diversen Engagements bei seinem Heimatverein war Gerbershagen sieben Jahre lang Trainer im Frauen- und Jugendbereich der TSG Wiesloch. 2023 kehrte er nach Kirrweiler zurück, wo er die B-Jugend-Handballerinnen in der Regionalliga und die Herren in der Bezirksoberliga coachte. In der aktuellen Saison steht Frank Gerbershagen noch bei den Südpfalz Tigern für die A-Jugendlichen, die in der Regionalliga antreten, und in der Verbandsliga bei der zweiten Herrenmannschaft an der Seitenlinie.
Der Wechsel zur HSG sei ihm leichtgefallen. „Es waren die intensiven Gespräche und das Werben mit Herzblut und Überzeugung, die mich beeindruckt haben“, unterstreicht er. „Ich brauche das Gefühl, dass der Verein zu 100 Prozent zu dem steht, was er sich als Philosophie auf die Fahnen geschrieben hat, und da fühlte ich mit der HSG sofort verbunden.“
Gerbershagen war bei St. Leon/Reilingen bereits vor einiger Zeit als Trainer der zweiten Damenmannschaft im Gespräch, entschied sich dann aber für seinen Heimatverein. Bei der HSG wolle er nun versuchen, schnellen, attraktiven Spaß-Handball zu entwickeln und dazu verschiedene Deckungsvarianten – sein Favorit ist die 3:3-Variante – im Team zu installieren – „falls möglich“, wie er betont. „Man muss dann sehen, welche Charaktere in der Mannschaft vorhanden sind, danach kann du das Deckungssystem ausgerichtet werden. Dies wird sich dann zeigen, wenn der Kader einmal festgezurrt ist, die Planungen laufen gerade auf Hochtouren.“ Für die Vorbereitung auf die neue Saison erarbeite er bereits einen mehrmonatigen Plan.
An diesem Sonntag, 1. März, steht für die HSG zuerst jedoch das wichtige Kellerduell gegen den Tabellenvorletzten HCD Gröbenzell an. Anwurf in der Reilinger Mannherz-Halle ist um 16.30 Uhr.
Der restliche Spielplan im Überblick:
So., 1. März, 16.30 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – HCD Gröbenzell
So., 8. März, 16.30 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSG Friesenheim
Sa., 21. März, 19.30 Uhr: TuS Schutterwald – HSG St. Leon/Reilingen
So., 29. März, 15 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Ismaning
So., 12. April, 16 Uhr: TSV Wolfschlugen – HSG St. Leon/Reilingen
Sa., 18. April, 18 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – TSV Haunstetten

