3. Liga Frauen HSG St. Leon/Reilingen –SG Schozach-Bottwartal

 „Teilweise haben wir gar kein Handball gespielt“

HSG unterliegt Schozach-Bottwartal mit 35:41 (16:21)

„Wir hatten in der Abwehr 60 Minuten keinen Zugriff, bekommen 41 Tore, machen 20 technische Fehler und schießen trotzdem 35 Tore… Das war definitiv ein Abwehrproblem“, so das deutliche Fazit von Trainer Daniel Weinheimer nach der Niederlage der HSG-Drittliga-Handballerinnen gegen die SG Schozach-Bottwartal.

Melina Friedrich, Vanessa Dörr und auch Emily Lang kamen zu Einsatzzeiten, doch jede einzelne der Torhüterinnen hatte mit der mangelnden Abwehrleistung in der Reihe vor ihnen zu kämpfen und zeigte somit nicht ihr volles Können. Leonie Scholl, mit neun Treffern erfolgreichste Werferin der HSG, sah das Problem ebenfalls in der Abwehr: Das erkennt man einfach an der Anzahl der Gegentore. Außerdem haben wir im Angriff die Bälle ohne Gegnerkontakt einfach weggeschmissen“. Die Partie begann recht vielversprechend und war beim 10:10- Unentschieden in der 12. Spielminute noch recht ausgeglichen. Vier Minuten lang blieb die HSG nach dem Ausgleich ohne Treffer und die SG ging mit 13:10 in Front. Zwischenzeitlich verkürzten amdeleine Hornstein und Lisa Haupt zum 13:14 Anschlusstreffer, doch immer wieder unterliefen den Gastgeberinnen Fehler, die von den Gästen gnadenlos ausgenutzt wurden. Somit ging es mit einem 16:21-Rückstand in die Pause. Wie so oft hatte sich die HSG ihre Treffer hart umkämpfen müssen, während die SG zu einfachen, schnellen Toren kam. Entschlossene Durchbrüche von beispielsweise Haupt beim 14:17 oder Nicole Weschenfelder zum 18:24 waren Mangelware, auch denn die HSglerinnen – wie immer – bis zur letzten Sekunde kämpften.

In der 40. Minute bei einem Acht-Tore-Rückstand, hatten St. Leon/Reilingerinnen ihre beste Phase, bei der sie fehlerfrei blieben und durch Tore von Annika Rimpf per Strafwurf, Nussbaumer und zweimal Hornstein bis auf vier Treffer herankamen. Elf Minuten vor Ende stellten Scholl, Samira Schulz und erneut Scholl sogar auf 30:32, doch mehr war leider nicht möglich. Ein weiterer Fehlpass nutze die SG zum Gegenschlag und erzielte weitere zwei Treffer, obwohl sie in Unterzahl waren. „Absolut keine Abwehrleistung und viel zu viele technische Fehler“, so Nussbaumer nach der 35:41 Niederlage. Im Weiteren „Viele Fehlpässe und falsche Torabschlüsse. Wir müssen in der Abwehr deutlich aggressiver sein. Teilweise haben wir gar keinen Handball gespielt und absolut nicht das gezeigt, was wir können“, so das ernüchternde Urteil. 

Bis zum nächsten Spiel am Sonntag, 8. Februar, 15:30 Uhr bei der SG Kappelwindeck/Steinbach in der Südbadischen Sportschule Halle 2, bleibt der HSG nicht viel Zeit zum Grübeln. Es heißt nun, aufrichten und weiter nach vorne schauen.

HSG: Friedrich, Dörr, Lang – N. Weschenfelder (4), Nussbaumer (6), Scholl (9), Haupt (4), Hornstein (3), Köhler (1), C. Weschenfelder (2), Schulz (5), Stegmüller, Schieszl,Baumann, Rimpf (1/1)