HSG holt ein Unentschieden, der Sieg war ebenfalls zum Greifen nah
Sensationeller Punktgewinn gegen Kurpfalz-Bären 28:28 (13:16)
Gegen den aktuellen Spitzenreiter aus Ketsch haben sich die HSG-Drittliga-Handballerinnen einen unerwarteten Punkt geholt. In der Fritz-Mannherz-Halle in Reilingen stand es nach dem 13:16-Rückstand zur Pause am Ende 28:28 – und die HSG hätte sogar mit einem letzten indirekten Freiwurf einen zweiten Punkt ergattern können, doch der Ball fand nicht den Weg ins Tor.
Erst in der fünften Spielminute erzielte Samira Schulz den ersten Treffer für die Gastgeberinnen, die zu dem Zeitpunkt schon einen 0:4 Tore Rückstand hatten. Nun begann eine erfolgreiche Phase in der ausverkauften Mannherz-Halle. Durch eine kompakte Abwehrleistung und eine hervorragende Melina Friedrich, die allein in den ersten 30 Minuten mit sechs Paraden glänzte, im Tor, schoss Madeleine Hornstein in der achten Spielminute den Ausgleich zum 4:4. Die St. Leon/Reilingerinnen kassierten in Unterzahl lediglich einen Gegentreffer, warfen selbst ein Tor und fielen schließlich durch eine weitere Unterzahl auf 8:10 zurück. Nach einem Doppelpack von Schulz, die mit insgesamt 9 Treffern beste Schützin der Partie war, zum 10:11, nahm Ketsch eine Auszeit, die Wirkung bis zum Ende der ersten Hälfte zeigte.
Nach der Halbzeit halbierte die HSG ihre Fehlerquote und agierte auf dem Niveau der ebenfalls gesteigerten Bären. Das Team um Trainer Daniel Weinheimer kam besser aus der Kabine: 16:16 stand es nach vier Minuten in Halbzeit zwei. Im Angriff bediente Schulz traumhaft ihre Mitspielerin Lena Nussbaumer und die HSG ging erstmals in der zweiten Spielhälfte in Führung. Durch eine erneute Unterzahl fielen die Hausherrinnen schließlich nach 45 Minuten auf 20:22 zurück. Danach allerdings wurde eine Ketscher Unterzahl von den HSGlerinnen gnadenlos ausgenutzt, sie erzielten drei Treffer – einen davon durch einen Siebenmeter. Eine erneute Monsterparade von Friedrich ermöglichte dabei das dritte Tor zum 24:25 Anschlusstreffer. Acht Minuten vor Spielende stellten die Ketscherinnen auf 24:26, doch die folgende Überzahl nutzte die HSG für sich, auch wenn sie einen Siebenmeter vergab. Nicole Weschenlfelder gelang schließlich trotzdem der Ausgleich. Erfolgreichste Spielerin der Bären Rebecca Engelhart brachte ihr Team ein letztes Mal in der 55. Minute in Führung. Danach folgten zwei weitere Pfostentreffer der HSG, je eine mehr als sehenswerte Torhüterparade auf beiden Seiten und schließlich eine Zwei-Minute-Zeitstrafe für die Gäste. Annika Rimpf glich zum 28:28 Endergebnis mit einem Siebenmeterwurf aus. Am Ende der Saison kann dieses Unentschieden eventuell noch immens wichtig werden. „Dieses Mal haben wir es wirklich geschafft, 60 Minuten lang dranzubleiben“, sagt Weinheimer nach der Partie. „Es ist auf jeden Fall ein verdienter Punkt“, so weiter. Friedrich bestätigte: „Wir haben als Mannschaft bewiesen, was wir leisten können und dass wir zurecht in dieser Liga spielen“.
Am kommenden Sonntag, 1. Februar, geht es um 17 Uhr gegen die SG Schozach-Bottwartal direkt weiter – erneut in der Fritz-Mannherz-Halle in Reilingen. Die SG ist derzeit Tabellenachter mit 11:15 Punkten.
HSG: Friedrich, Dörr, Lang – N. Weschenfelder (3), Nussbaumer (1), Scholl (2), Hofmann (1), Haupt (1),Hornstein (3), C. Weschenfelder (1), Schulz (9/4), Stegmüller,Schieszl (1), Baumann (2), Rimpf (4/1)
