Drittliga-Handballerinnen der HSG empfangen am Sonntag in Reilingen die Kurpfalz-Bären zum Derby
„Wir geben alles, aber das ist kein Spiel, in dem wir mit Punkten rechnen. Die Spiele danach zählen und sind wichtig für uns.“ Torhüterin Vanessa Dörr fasst in zwei Sätzen die Situation der Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen passend zusammen. Im Derby mit den Kurpfalz-Bären ist der Tabellenvorletzte am Sonntag, 25. Oktober, 16.30 Uhr, in der Reilinger Mannherz-Halle krasser Außenseiter.
Die Bären führen die Tabelle mittlerweile mit fünf Punkten Vorsprung an und bringen es auf 22:2 Zähler, während die St. Leon/Reilingerinnen bei 5:19 Punkten stehen, seit fünf Spielen auf einen Punkt und sogar seit 25. Oktober auf einen Sieg warten.
Dabei spielen die Schützlinge von Daniel Weinheimer phasenweise Handball, der sie zumindest ins Mittelfeld der 3. Liga bringen würde, dann allerdings folgenden wieder minutenlange Torflauten. Gegen den Tabellendritten Allensbach verloren die HSGlerinnen zuletzt unglücklich 27:28 und waren gegen den viertplatzierten TSV Wolfschlugen beim 30:31 nahe an einer Sensation und alles andere als vom Glück begünstigt. Nur zu Zählbarem reichte es nicht.
Im Hinspiel gegen die Bären hatten die zweitliga-erfahrenen Ketscherinnen Sara Goudarzi und Rebecca Engelhardt jeweils sechs- und Ina Scheffler fünfmal getroffen, sechs weitere Bärinnen waren beim 29:22 erfolgreich. Aufseiten der HSG ragten damals Nicole Weschenfelder und Samira Schulz mit fünf beziehungsweise vier Treffern heraus, Annika Rimpf verwandelte vier von fünf Siebenmetern – alles nicht genug, um die Niederlage zu verhindern. Und das, obwohl die HSG 6:2 und und 8:4 geführt hatte, dann aber schon zur Pause mit drei Treffern hinten lag. Die Bären hatten einen Gang zugelegt und waren effektiver. Mehr war’s nicht.
Dörr weiß um die Stärken der Bären und sagt daher, die HSG habe „nichts zu verlieren“. Aber: „Das Spiel ist eine klasse Gelegenheit, mit einem guten Gefühl in die nächsten Spiele zu gehen.“
Nach den Bären wird es nominell deutlich einfacher für St. Leon/Reilingen: Am Sonntag, 1. Februar, kommt um 17 Uhr der Tabellenachte SG Schozach-Bottwartal in die Mannherz-Halle, am Sonntag, 8. Februar, geht es zur siebtplatzierten SG Kappelwindeck/Steinbach, am Sonntag, 22. Februar, folgt das Gastspiel beim Fünften HC Erlangen und am Sonntag, 1. März, 16.30 Uhr, läuft der HCD Gröbenzell als Schlusslicht in Reilingen auf.
