Schritt in die richtige Richtung

Interview mit Celina Weschenfelder vor dem ersten Spiel des Jahres

Neues Jahr, neues Glück? Wirklich von Fortuna verwöhnt wurden die Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen in den ersten zehn Spielen der Saison nicht gerade. Im Gegenteil! Nun geht es für die Mannschaft von Trainer Daniel Weinheimer am Samstag, 10. Januar, 18 Uhr, auf eine knapp dreistündige Fahrt zum TSV Haunstetten in die Augsburger Albert-Loderer-Halle.


Die Partie ist doppelt reizvoll: Zum einen ist das erste 2026er Match der HSG die letzte Vorrundenpartie und der Gastgeber daher in dieser Saison noch nicht gegen Weinheimers Team aufgelaufen, zum anderen steht der TSV mit 6:14 Punkten nur einen Zähler vor den St. Leon/Reilingerinnen und könnte entsprechend überholt werden.


Celina Weschenfelder spricht daher im Interview zum Jahresauftakt auch von einem „Vier-Punkte-Spiel nach der Winterpause“, das „den ersten Schritt in die richtige Richtung“ darstellen soll. Einen Livestream gibt’s auf https://sporteurope.tv/.


Warum bezeichnest Du das Duell am Samstag als ein „Vier-Punkte-Spiel“?
Haunstetten ist quasi Tabellennachbar – zwei Plätze vor uns. Mit einem Sieg können wir nicht nur am TSV vorbeiziehen, sondern auch den Abstand nach oben verringern. Das Rückspiel findet dann zum Saisonabschluss am Samstag, 18. April, in Reilingen statt.


Was ist zu tun, um in Augsburg zu gewinnen?
Einfach den vollen Fokus auf die Partie legen.
Wie habt ihr euch vorbereitet?
Wir hatten seit dem Spiel in Ketsch keine wirkliche Pause und haben uns in den vergangenen Wochen während der Pause immer fitgehalten. Laufen und Krafttraining, damit wir an unserer jüngsten Leistung bestmöglich anknüpfen können.


Was habt ihr euch für Haunstetten vorgenommen?
Wir wollen genauso auftreten wie phasenweise in Ketsch und gegen Wolfsschlugen zu Hause, als wir nur mit viel Pech knapp verloren haben.


Und generell für Augsburg und die Rückrunde?
Wir wollen – mit dem nötigen Entschluss und der Cleverness, die uns zum Teil in der ersten Saisonhälfte gefehlt hat – jetzt den Fokus auf uns richten und erstmal die Punkte vom TSV mit nach Hause nehmen. Die Phase vor der Pause hat uns gezeigt, zu was wir fähig sind, und ich habe den festen Glauben und vollstes Vertrauen in unsere Mannschaft, dass wir im neuen Jahr mit neuem Fokus die entscheidende Konsequenz finden und die Spiele für uns entscheiden können, die wir für den Ligaverbleib gewinnen müssen. ⁠Haunstetten soll der erste Schritt in die richtige Richtung sein.


Was kannst Du selbst dazu beitragen?
Ich möchte die Mannschaft mit allem unterstützen, was ich habe – egal, ob auf dem Spielfeld oder daneben. Wir brauchen die Motivation und Energie jeder einzelnen Spielerin und dabei möchte ich eine zentrale Rolle übernehmen, weil ich weiß, dass ich darin meine Stärke habe. Gleichzeitig gilt mein Fokus auch dem Spiel selbst. Gerade auf der Außenposition, auf der man weniger Aktionen hat, ist es entscheidend, in den wichtigen Momenten voll präsent zu sein. Deshalb konzentriere ich mich besonders darauf, in diesen Situationen die Konzentration zu behalten.