Drittliga-Frauen empfangen Tabellenzweiten im Harres
Wolfschlugen, Tabellenführer, 12:2 Punkte. Und dann kamen die Kurpfalz-Bären…
Am vergangenen Wochenende überrannten die Ketscherinnen den TSV beim 28:18 nach einer fast ausgeglichenen ersten Halbzeit geradezu und holten die Handballerinnen aus dem Landkreis Esslingen von Platz eins. Fast jede Bären-Feldspielerin traf dabei, während die zuvor durchschnittlich 33,4-mal erfolgreichen Gastgeberinnen bei mageren 18 Treffern gehalten wurden.
Nun gastiert die Mannschaft von Trainer Simon Hablizel sicherlich entsprechend gefrustet bei der HSG St. Leon/Reilingen im St. Leoner Harres – mit dem Wissen, am Sonntag, 23. November, ab 16 Uhr nicht nochmals verlieren zu dürfen, um den Kontakt zu den Bären nicht zu verlieren.
Auf der anderen Seite steht das HSG-Team von Cheftrainer Daniel Weinheimer zwar unter dem Druck, gegen den drohenden Abstieg punkten zu müssen – aber nicht unbedingt gegen eine Mannschaft, die „definitiv um die Meisterschaft mitspielen“ werde, wie Madeleine Hornstein betont. „Wir können frei aufspielen, wir haben nichts zu verlieren und von uns erwartet niemand einen Sieg“, betont sie.
Zuletzt hatte die HSG beim 33:33 gegen Schutterwald einen möglichen Sieg noch vergeben und anschließend 25:29 beim TSV Ismaning verloren. Wolfschlugen war mit einem 29:35 in Erlangen schlecht in die Saison gestartet, hatte danach aber sechsmal in Folge gewonnen, fünfmal davon mit fünf bis 13 Toren Unterschied. Das Zehn-Tore-Debakel gegen Ketsch – ein böser Ausrutscher.
Laura Aurenz (#4), Maike Wohnus (#14) und Siebenmeter-Spezialistin Franziska Kaupp (#77) sind für Wolfschlugen oftmals erfolgreich, aber auch auf Antonia Amann (#19) muss die HSG ein Auge haben, sollte sie spielen.
Bei einer HSG-Niederlage und einem Unentschieden oder Erfolg Schutterwalds in Erlangen würde St. Leon/Reilingen auf Platz elf abrutschen, hat allerdings eine Partie weniger ausgetragen als Schutterwald. Ein Punktgewinn oder sogar Sieg würde den Abstand auf den TuS und Schlusslicht HCD Gröbenzell hingegen etwas vergrößern und eine entspanntere Weihnachtspause sorgen. Lautstarke Unterstützung im Harres ist also willkommen.
