Nach einem ausgeglichenen Spiel trennen sich die Reserven der HSG St. Leon/Reilingen und der S3L nach einem 10:9 zur Halbzeit am Ende mit 21:21
Zum vorletzten (Heim) Spiel der Saison empfing die HSG St. Leon/Reilingen die S3L 2 in der Reilinger Fritz-Mannherz-Halle. Die Gastgeberinnen hatten auf jeden Fall noch eine Rechnung offen: verlor man das Hinspiel in Saase noch mit 35:16. Die vielen Zuschauer in der Halle merkten aber direkt: die Gäste würden hier kein einfaches Spiel haben. Die HSG hatte sich in den letzten Wochen im Training gezielt auf die offenere Deckung der Gäste und schnelles Tempospiel vorbereitet und war dank den Ansagen von Trainer Miguel Stegmüller heiß auf 60 Minuten Vollgas. Im ersten Durchgang sah man zwar keine große Torflut von beiden Mannschaften, dafür aber engagierte Abwehrarbeit und viele starke Paraden von HSG-Torhüterin Julia Müller. Auch wenn nicht jeder Wurf ein Treffer war, schafften es die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit ab der 10. Minute nicht in Rückstand zu geraten. Die HSG konnte immer wieder ein bis zwei Tore davonziehen, die S3L holte aber immer wieder auf und schaffte ein ums andere Mal den Ausgleich. Mit einem Last-Second-Treffer durch Kim Brettschneider konnte die HSG zur Halbzeit mit 10:9 in Führung gehen – dieses Szenario merken wir uns einmal.
Nach der Halbzeit hieß es dann weitermachen und die ersten zwei Punkte in heimischer Halle holen. Die Moral stimmte und die gesamte Mannschaft wollte sich jetzt endlich für die vielen Wochen mit hartem Training belohnen. Die ersten 10 Minuten in Halbzeit 2 wiederholte sich dann das Spiel der ersten Halbzeit: Führung HSG, Ausgliche S3L. Dann drehte sich das Ganze und nach dem 2:3 und 3:4 konnten die Gäste beim 13:14 in der 44. Minute erstmals wieder in Führung gehen. Kurz darauf ein weiterer Moraltest für die HSG, nachdem Abwehrchefin Hannah Merten nach der dritten Zeitstrafe für die letzte Viertelstunde zum Zuschauen verdammt war. Vorne fand die HSG immer wieder Lösungen im Durchbruch und hinten entschärfte Julia Müller im Tor eine freie Chance nach der anderen. Alleine vier von acht Strafwürfe fanden bei den Gästen nicht den Weg ins Tor, während Beke Alberring auf Seiten der Hausherrinnen hier eine 100% Quote vorweisen konnte. Eineinhalb Minuten vor Schluss konnte die S3L auf 19:21 davonziehen – aber die Wölfe wollten sich für dieses Spiel belohnen und warfen noch einmal alles in die Schlussphase. Erst erzielte Celine Merten das 20:21 und wenige Sekunden vor Ende war es wieder Kim Brettschneider, die mit ihrem Last-Second-Treffer das Unentschieden klar machte. Dieser Punkt zählt für die HSG definitiv als gewonnener Punkt, den man sich nach einem intensiven Spiel und einer noch intensiveren Schlussphase mehr als verdient hatte.
Zum letzten Spiel der Saison trifft die HSG am Sonntag den 26. April um 16 Uhr im Harres in St. Leon auf die SG HaWei. Hier will die Mannschaft sich noch einmal mit einem guten Spiel und hoffentlich zwei Punkten verabschieden.
Für die HSG spielten: Müller, Eichhorn (im Tor); Brettschneider (7), Ziegler, Weihert (1), J. Jünger (2), A. Jünger, Schunck, H. Merten, C. Merten (2), Gentner (1), Back, Stegmüller (2), Hartmann, Bühler, Alberring (6/3)

