Herbe Niederlage der HSG im ersten Heimspiel

Unerwartete Leistungsschwankungen nutzte der Gegner konsequent

Eine unnötige, weil überflüssige 26:27 (11:16) Heimniederlage musste die HSG St. Leon/Reilingen am vergangenen Samstag gegen die SG Pforzheim/Eutingen 2 hinnehmen. Nach dem Auftakterfolg im ersten Rundenspiel auswärts vor einer Woche hätte sich das HSG-Team eine sehr gute Ausgangslage für den weiteren Rundenverlauf schaffen können. Doch in der heimischen Fritz-Mannherz-Halle konnten die Gastgeber bei weitem nicht an die guten Leistungen des vorhergehenden Auswärtsspiels anknüpfen. HSG-Trainer Schnetz meinte auch vor der Begegnung: „Das wird heute ein anderes Spiel. Wir haben es mit einer jungen Mannschaft zu tun, die eine offensive, bewegliche Abwehr stellt, die spielerisch stark ist und auch zu keinem Zeitpunkt nachlassen wird. Es wird ein hartes Stück Arbeit.“ Und genau diese Prognose sollte sich im gesamten Spielverlauf bewahrheiten. Hinzu kam, und das war über weite Strecken der Partie teilweise sehr unverständlich, dass es das HSG-Team nicht verstand, einen flotten, technisch sauberen Handball zu spielen und vor allem kam sehr selten ein echter Spielfluss auf. Zu sehr verzettelte man sich in Einzelaktionen und es fehlte oftmals die Zielstrebigkeit und das Spiel wirkte phasenweise recht ideenlos. Erst gegen Spielende kam ein leises Fünkchen Hoffnung auf, doch die über die gesamte Spielzeit überlegenen Gäste ließen sich die zwei Punkte nicht mehr nehmen. 

Die Gäste kamen wesentlich besser ins Spiel als das HSG-Team. Sie profitierten aber auch von der Anhäufung technischer Fehler seitens der Gastgeber. Gleich bei den ersten zwei Angriffen der HSG landete der Ball in des Gegners Händen, was auch konsequent zum 0:2 ausgenutzt wurde. Gerade das Umschaltspiel der SG war eine Stärke, die die Gastgeber während des gesamten Spiels nicht unterbinden konnten. Überhaupt zeigte die HSG an dieser Begegnung große Schwächen in der Offensive. Viel zu breit waren die Aktionen angelegt, es fehlte das Spiel in die Tiefe und der nötige Druck auf die Abwehr der Gäste. Diese stellten einen offensiven 5:1 Deckungsverbund, der recht beweglich und aggressiv agierte. Das HSG-Team tat sich schwer, gegen diese stabile Defensive adäquate Mittel zu finden, um diese in Bedrängnis zu bringen. Zu oft verzettelte man sich in Einzelaktionen, so dass kein echter Spielfluss aufkommen konnte. Oftmals wirkte das HSG-Team auch unkonzentriert sowohl in der Defensive als auch Offensive. Aus dem Rückraum wurde zu wenig Dynamik entwickelt und auch die Wurfausbeute war eher suboptimal. Die Gäste hingegen gefielen durch eine überlegte und gut strukturierte Offensive. Ballsicher trugen sie ihre Angriffe vor, blieben stets konzentriert und agierten zielsicher und ohne technische Fehler. Mit recht einfachen, aber gelungenen Aktionen überwanden sie die viel zu passive Abwehr der HSG ein ums andere Mal. Über 2:6 und 8:13 führte die SG zur Pause deutlich mit 11:16.

Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst das gleiche Bild. Die Gäste hielten an ihrem erfolgreichen System aus der ersten Hälfte fest, spielten weiter gut strukturiert und überlegt. Vor allem über den linken Rückraum und die Außen kamen sie zu ihren Torerfolgen. Auch das Umschaltspiel blieb weiter eine Stärke, was auch der schlechten Wurfausbeute der HSG geschuldet war. Obendrein kamen nun viele sehr dubiose Entscheidungen der schwachen Schiedsrichter hinzu, die stets auf der Seite der Gäste waren. Das trug auch dazu bei, dass die HSG zwar nun etwas besser im Spiel war, aber in den entscheidenden Situationen immer benachteiligt wurde. Zwar blieben die Gäste weiterhin mit vier bis fünf Toren in Front, doch gelang es zunehmend dem HSG-Team, sich besser auf das Spiel der Gäste einzustellen. Auch in der Offensive entwickelte man mehr Dynamik und auch die Effektivität im Abschluss erhöhte sich. Bis zum 16:21 hielten die Gäste ihren Fünf-Tore-Vorsprung, ehe die Gastgeber zu einem Zwischenspurt ansetzten und mit drei blitzsauberen Toren auf 21:23 herankamen. Endlich wirkte man in der Defensive etwas aktiver und verstand es auch in der Offensive, Akzente zu setzen. Auch beim 22:24 und 24:26 war man drauf und dran, dem Spiel doch noch eine Wende zu geben. Doch der Gegner war an diesem Tag einfach cleverer und nutzte jede Schwäche der HSG konsequent aus. In den entscheidenden Phasen agierte das HSG-Team zu überhastet und hatte auch immer wieder zu große Abstimmungsprobleme in der Defensive. Die HSG steckte zwar zu keinem Zeitpunkt auf, zeigte auch kämpferischen Einsatz, doch nach dem 24:27 der Gäste konnte man nur noch Ergebniskosmetik zum 26:27 betreiben. Am verdienten Sieg der Gäste konnte das HSG-Team nicht mehr rütteln.

HSG-Trainer Schnetz nach dem Spiel: „Die erste Halbzeit hatte mit Handball nichts zu tun. Die vielen Abspielfehler waren mit entscheidend. Die Abwehr hielt sich nicht an Absprachen und wir agierten in der Offensive zu ideenlos. Der Sieg der Gäste ist verdient.“

Die Mannschaft und die Tore: Gutland, Unser; Menger (5), Decker (5/2), Rausch (4), Frank (3), Benetti (3), Meyer (3), Kief (2), Impertro (1), Barth (1), Hühn, Bahr.

krau

HSG Badenliga-Team Vorschau

Nach dem gelungenen Auftakt in die Runde 21/22 mit dem souveränen Auswärtssieg bei der SG Stutensee/Weingarten bestreitet das Badenliga-Team der HSG am kommenden Samstag ihr erstes Heimspiel. Mit der SG Pforzheim/Eutingen 2 erwartet man hierbei eine Mannschaft, die aus jungen und erfahrenen Spielern zusammengesetzt ist und nur schwer einzuschätzen ist. Aufhorchen ließ der kommende Gegner durch einen Auftaktsieg gegen den stärker eingeschätzten TSV Rot. Die HSG ist also gewarnt. Viel Auftrieb und Selbstvertrauen sollte aber der überzeugende Auswärtserfolg vom letzten Sonntag geben. Diszipliniertes Spiel, Einsatz und Teamgeist gepaart mit einer kompakten Defensive sind auch die Faktoren, die gegen die Gäste zum Tragen kommen müssen. Ein auf die eigenen Stärken fokussiertes Spiel sollte dem engagierten HSG-Team auch im ersten Heimspiel zu zwei weiteren Punkten verhelfen. Einstellung und Engagement ist bei der Schnetz-Truppe eh vorhanden und inheimischer Umgebung kann man einen perfekten Start in die Runde 21/22 hinlegen.

Spielbeginn ist am Samstag um 20.00 Uhr in der Fritz-Mannherz-Halle in Reilingen.

krau

Erfolgreicher Start der HSG in die neue Runde

Leistungssteigerung führte zu klarem Sieg

Endlich wieder Handball im Wettkampfmodus! Darauf haben Spieler und alle Handballfreunde gewartet. Und die lange Pause hat das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen offensichtlich sehr gut genutzt. Bei der SG Stutensee/Weingarten kam die Mannschaft von Trainer Schnetz zu einem deutlichen 22:29 Auswärtserfolg und bot hierbei eine starke Vorstellung. Er meinte vor der Begegnung: „Das Spiel ist eine Wundertüte. Wir konnten nichts über den Gegner in Erfahrung bringen. Wir wollen hier zwei Punkte holen und konzentrieren uns nur auf uns.“ Und diese Maxime gab der HSG-Trainer auch der Mannschaft mit auf den Weg. In vielen Trainingseinheiten und Testspielen wurden die Mechanismen automatisiert, die Laufwege wurden aufeinander abgestimmt, die individuellen Stärken wurden verbessert und das sollten dann auch im Verlauf der Begegnung die entscheidenden Faktoren sein. Punkten konnte das HSG-Team auch in puncto Kondition. Auch hier machte sich die intensive Vorbereitung bemerkbar, denn mit zunehmender Spieldauer ging den Gastgebern die Puste aus, wohingegen die HSG immer noch einen Zahn zulegen konnte. Zu keiner Zeit verließ das HSG-Team die vorgegebeneMarschroute, wurde in den Aktionen immer sicherer und war auch im Abschluss letztendlich sehr effektiv. Auffallend war auch, dass sich das HSG-Team auch nach den eher durchwachsenen Anfangsminuten nicht aus dem Konzept bringen ließ. Mit viel Verve und Disziplin kontrollierte die HSG mehr und mehr das Spielgeschehen, wobei vor allem im zweiten Spielabschnitt die kompakte 6:0-Abwehrformation mit einem gut aufgelegten Keeper ein entscheidender Faktor für den klaren Auswärtssieg war. 

Beide Mannschaften warteten mit einer 6:0-Deckung auf, wobei die Gastgeber zunächst durch ihre körperliche Überlegenheit Vorteile hatten. Die HSG tat sich anfangsschwer, gegen den robusten Abwehrverbund der Gastgeber adäquate Mittel zu finden. Obendrein wurden die herausgespielten Chancen zu oft vergeben, was bei den ersten Angriffen gleich zweimal der Fall war. Die Gastgeber nutzten dies konsequent aus, kamen durch ihren wuchtigen linken Rückraum und den agilen Kreisläufer zu einigen guten Aktionen. Trotzdem blieb die Begegnung zunächst recht torarm. Nach dem 3:0 der Gastgeber kam die HSG erst in der 9. Minute zu ihrem ersten Treffer. Bis zum 6:2 hielten die Gastgeber ihre Führung. Allmählich kam das HSG-Team besser ins Spiel. Nach den anfangs vergebenen Chancen wurde man auch im Abschluss sicherer. Die Durchschlagskraft wurde gesteigert und auch im Defensivbereich bekam man den Gegner mehr und mehr in Griff. Das HSG-Spiel wurde flüssiger, es wurde druckvoller agiert und mit vielen gelungenen Aktion hatte man beim 10:10 den Ausgleich geschafft. Zu gefallen wusste das HSG-Team durch tolle Anspiele sowohl an den Kreis als auch zu den Außen und einige spektakulär erzielte Treffer. Das Spiel blieb in der Folgezeit ausgeglichen. Die Gastgeber versuchten immer wieder, ihren Kreisläufer in Szene zu setzen, der durch sehr provokante Aktionen den ein oder anderen 7-m-Strafwurf provozieren wollte, was nur teilweise gelang. Die HSG verstand es, trotz einiger Unzulänglichkeiten, mit einem 14:14 in die Pause zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel spielte nur noch eine Mannschaft: die HSG. Eine feine Einzelleistung brachte das schnelle 14:15 und in Überzahl war man sehr effektiv und erzielte durch zwei gelungene Aktionen eine 14:17 Führung. Die HSG agierte weiterhin sehr dynamisch, spielte einen technisch sauberen Handball und dominierte mehr und mehr das Spielgeschehen. In der Abwehr stellte das HSG-Team nun einen sehr kompakten und beweglichen Deckungsverband und ließ in den ersten    10 Minuten der zweiten Halbzeit nur einen Treffer zu. Sowohl den Rückraum der Gastgeber als auch den Kreisläufer hatte man gut im Griff und aus den erzwungenen Fehlern des Gegners profitierten die Gäste in hervorragender Manier. Sowohl durch fulminante Einzelleistungen als auch durch klug herausgespielte Treffer baute man den Vorsprung kontinuierlich aus und lag beim 17:22 bereits mit fünf Treffern in Front. Weiter bestimmte das dominante HSG-Team das Spielgeschehen, wirkte spielerisch deutlich überlegen und ließ den konsterniert wirkenden Gastgebern nicht den Hauch einer Chance. Die Defensive war auch in der Schlussphase sehr stabil, hatte den Gegner stets im Griff und gefiel durch ihr konzentriertes Auftreten. Fein herausgespielte Tore, diszipliniertes Spiel und eine effektive Wurfausbeute im zweiten Durchgang ließen den Vorsprung auf 20:26 anwachsen und am Ende stand ein souveräner 22:29 Auswärtserfolg zu Buche, den sich ein spielerisch, aber auch konditionell klar überlegenes, diszipliniert spielendes HSG-Team hoch verdient hatte. Ein Einstand in die Runde nach Maß!

HSG-Trainer Schnetz nach dem Spiel: „Die ersten 10 Minuten waren etwas überhastet. Dann hat sich aber die Mannschaft diszipliniert herangearbeitet. In der zweiten Halbzeit haben wir das gespielt, was wir besprochen hatten. Die Mannschaft hatte mehr Körner und das auch souverän ausgespielt. Ich bin natürlich mit dem deutlichen Auswärtssieg zufrieden.“

Die Mannschaft und die Tore: Gutland, Unser; Impertro, Barth, Meyer (1), Antl, Rausch, Benetti (4), Kief (1), Bahr, Menger (8), Decker (8), Frank (5), Hühn (3).

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HSG Badenliga-Team startet in die Saison 21/22

Nach dem Corona-bedingten Abbruch der Saison 20/21 hoffen Spieler und Handballfreunde auf eine reibungslos verlaufende Saison 21/22. Nach einer langen und intensiven Vorbereitung startet das Badenliga-Team der HSG am kommenden Sonntag in die Runde 21/22. In dieser Saison wird in einem anderen Modus gespielt. Die 16 Mannschaften umfassende Badenliga wird in zwei Achterstaffeln unterteilt, um einen terminlichen Puffer zu haben, sollten Spiele zwischenzeitlich Corona-bedingt verlegt werden müssen. Unser HSG-Team ist in Staffel B eingeteilt zusammen mit SG Pforzheim/Eutingen 2, TV Knielingen, SG Stutensee/Weingarten, SG Heidelsheim/Helmsheim, TSG Wiesloch, TSV Rot und HSV Hockenheim. Nach einer normalen Hin- und Rückrunde spielen die ersten Vier einer jeden Staffel in K.o.-Spielen den Meister aus und die letzten Vier die Absteiger. Reizvoll sind natürlich die Derbys gegen Rot und Hockenheim. 

Das erste Spiel bestreitet das Badenliga-Team der HSG am kommenden Sonntag, 23.10. bei der SG Stutensee/Weingarten. Hier tat sich die HSG in den letzten Jahren immer schwer, ist doch die SG ein sehr heimstarkes Team mit einer körperlich sehr robusten Abwehr und einem sehr wurfkräftigen Rückraum. Die HSG hat sich in der Trainingsphase in zahlreichen Testspielen gut auf die Runde vorbereitet. Das Zusammenspiel und die Variabilität in der Offensive wurden eingehend intensiviert, um über alle Positionen erfolgreich sein zu können. Recht ansehnliche Leistungen und Ergebnisse wurden in diesen Vorbereitungsspielen gezeigt und insbesondere der Teamgeist stand immer im Vordergrund. Im Defensivbereich muss am Sonntag vor allem Wert gelegt werden auf Kompaktheit und Aggressivität, um den Gegner nicht zu seinem Spiel finden zu lassen. Obendrein gäbe ein erfolgreicher Start in die Runde weiteren Auftrieb für die kommenden Spiele.

Spielbeginn ist am Sonntag um 18.00 Uhr in der Walzbachhalle in Weingarten.

krau

Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen in Vorbereitung

Testspiele geben erste Aufschlüsse

Die Saison 2021/22 der Badenliga der Männer wird sich in anderer Form abspielen. Aus der 16 Mannschaften umfassenden Badenliga wurden zwei 8er Staffeln gebildet, um notwendige terminliche Puffer zu schaffen, falls Corona den einen oder anderen Strich durch die Terminplanung machen sollte. Die HSG spielt in der Staffel B zusammen mit SG Stutensee/Weingarten, SG Pforzheim/Eutingen 2, TV Knielingen, TSG Wiesloch, SG Heidelsheim/Helmsheim, TSV Rot und HSV Hockenheim eine Vor- und Rückrunde. Anschließend werden in einer K.-o.-Phase zwischen den jeweils ersten Vier und den letzten Vier aus beiden Staffeln Auf- und Absteiger ermittelt. 

Nach einer langen, Corona-bedingten Pause hat das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen seit geraumer Zeit wieder den Trainingsbetrieb aufgenommen. Seit Mitte Juni wurden erstmal wieder die Grundlagen erarbeitet und man merkte den Spielern an, dass sie echte Lust verspürten, nach der langen Unterbrechung wieder den Handball in die Hand zu nehmen. Natürlich standen auch zahlreiche Laufeinheiten auf dem Programm, um die konditionellen Defizite wieder aufzuarbeiten. Inzwischen befindet sich das Badenliga-Team der HSG auf einem guten Weg, sich für die kommende, sicherlich sehr schwere Saison das notwendige Rüstzeug anzueignen, um bestens vorbereitet in die Saison, die erst am        3. Oktober beginnt, zu starten. Erste Trainingsspiele gaben erste Fingerzeige über die spielerische und konditionelle Verfassung der Mannschaft. 

Im ersten Spiel gegen die SG Nußloch in der Fritz-Mannherz-Halle brauchte das HSG-Team eine gewisse Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden. Gegen die robuste 6:0 Abwehr taten sich die Gastgeber zunächst schwer, Lücken zu finden. Der Angriffsmotor stotterte noch ein bisschen und erst allmählich kam er ins Rollen. Im Gegensatz zur Offensive war das HSG-Team in der Defensive recht kompakt und stellte einen beweglichen 6:0 Abwehrverbund. Das Spiel war zunächst ausgeglichen, weil vor allem der starke linke Rückraum der Gäste viel Torgefahr ausstrahlte. Nach und nach kam auch die spielerische Komponente der HSG zum Tragen und mit gelungenen Kombinationen kam man zu Torerfolgen, was zu einem 16:16 Pausenstand führte. Nach dem Seitenwechselblieb das Spiel ausgeglichen. Nußloch kam dann mehr über den agilen Kreisläufer zum Zuge, während die HSG vor allem über die zweite Welle erfolgreich war. Bis zum 22:22 blieb die Partie ausgeglichen. Dann setzte sich mehr und mehr das spielerische Potenzial der Gastgeber durch und auch die Defensive hatte nun den Gegner gut im Griff. Über 27:23 stand am Ende ein deutlicher 32:26 Erfolg zu Buche. Vor allem das dynamischere Angriffsspiel und eine Steigerung im Defensivbereich waren für diesen verdienten Erfolg verantwortlich.

Ein echter Prüfstein für den Leistungsstand der HSG war in einem weiteren Testspiel der Pfalz-Oberligist aus Worms. Beide Mannschaften legten gleich ein flottes Tempo vor. Schnell vorgetragene Angriffe von beiden Seiten mit viel Dynamik und Zug zum Tor sorgten für viele Torszenen. Während Worms mit einer aggressiven 5:1 Abwehr agierte, stellte das HSG-Team eine 6:0 Defensive, die in der Anfangsphase vor allem mit dem wurfstarken linken Rückraumschützen der Gäste ihre Probleme hatte.  Ein großer Rückhalt war jedoch der starke Torwart der Gastgeber, der zahlreiche Chancen der Gäste zunichtemachte. Durch diesen starken Rückhalt und schnelles Umschalten über die zweite Welle, aber auch über den Kreis kam das HSG-Team zu einer 9:5 Führung. Worms agierte in der Folgezeit konzentrierter und war im Abschluss effektiver. Und weil auch die Gastgeber sich mehr in Einzelaktionen verzettelten, kamen die Gäste zum 10:9 Anschlusstreffer. Mit weiteren gelungenen Angriffszügen von beiden Mannschaften, die in großen Teilen erfolgreich abgeschlossen wurden, stand es zur Pause 15:15. Auch im zweiten Spielabschnitt blieb die Partie fast bis zum Schluss ausgeglichen. Beide Teams hielten weiterhin ein hohes Tempo und spielten einen technisch sauberen Handball. Worms war überwiegend aus dem Rückraum erfolgreich, während die Gastgeber das variablere Spiel zeigten, wobei sie sowohl über den Kreis als auch mit feinen Einzelleistungen zu ihren Toren kamen. Aber auch über die Außen und mit der zweiten Welle wusste das HSG-Team zu gefallen. Worms ließ sich aber nicht abschütteln und bleib stets auf Augenhöhe. 21:21 und 24:24 waren die Zwischenstände. In den letzten Minuten agierte dann Worms mit dem 7. Feldspieler und kam dadurch noch zu einem 26:28 Sieg. Eine recht ansprechende Leistung, auf der man aufbauen kann, zeigte aber wiederum das spielerisch gut aufgelegte HSG-Team.  

Im Interview mit HSG-Trainer Martin Schnetz gab er Einblicke über die Vorbereitung und die Saison 21/22. 

Wie hast du und die Mannschaft die Corona-Pause durchgestanden?

„Die Corona-Pause war natürlich für keinen Mannschaftssportler einfach. Wir haben mit Laufplänen für die Fitness gearbeitet. Dazu gab es regelmäßig gemeinsame Onlinetermine zum gegenseitigen Austausch.“

 

Wie lief der Neueinstieg ins Training?

„Den Neueinstieg haben wir bewusst nicht gleich auf voller Intensität begonnen, da die Verletzungsgefahr nach einer so langen Pause sehr hoch ist. Aber natürlich waren alle glücklich, wieder in der Halle zu sein und Handball spielen zu dürfen.“

 

Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung?

„Mit dem bisherigen Verlauf bin ich eigentlich recht zufrieden. Leider sind wir erwartungsgemäß nicht immer vollzählig im Training – da muss man ab und an schon ein wenig improvisieren.“

 

Legst du Schwerpunkte und wenn ja, welche?

„Die Schwerpunkte ändern sich von Woche zu Woche. Wichtige Schwerpunkte in den kommenden Wochen werden die Abwehr und das Konterspiel mit erster und zweiter Welle sein.“

 

Was meinst du zur Staffeleinteilung in zwei 8er Staffeln und die folgenden K.-o.-Spiele?

„Wir hatten uns gegen die Einteilung in 2 Staffeln ausgesprochen. Durch die Teilung und die anschließenden Überkreuzspiele spart man nicht viele Spiele und am Ende kann einem die Tagesform oder ein kurzfristiger Ausfall von Spielern den Klassenerhalt kosten.“

 

Ist die Einteilung gerecht oder gibt es eine stärkere oder schwächere Staffel?

„Nach geografischen Gesichtspunkten ist die Einteilung nachvollziehbar. Natürlich ist eine Einteilung in Nord und Süd vollkommen unabhängig von der Leistungsstärke. Zumindest auf dem Papier erscheint uns die Südstaffel nicht gerade einfach …“

 

Was ist die Zielsetzung für die Saison 21/22 auch in Bezug auf die Staffeleinteilung?

„Ziel Nummer eins ist es, den 4. Platz in unserer Staffel zu erkämpfen, was gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt wäre. Da das gewiss nicht einfach wird, ist das Hauptziel nach wie vor der Klassenerhalt, zur Not über eine erfolgreiche Abstiegsrunde.“

 

Wie sieht die weitere Vorbereitung aus?

„Für uns beginnt jetzt die intensive Phase der Vorbereitung mit drei Einheiten pro Woche. Zudem ist am Wochenende ein zweitägiges Trainingslager mit Testspiel angesetzt.

Gegen Ende September sollten wir so weit sein, am taktischen Feinschliff zu arbeiten. Zudem haben wir fast jede Woche ein Testspiel auf dem Plan. Nach so einer langen Pause ist eswichtig, Wettkampfpraxis zu sammeln.“

 

Was hat sich im Kader getan, wie sieht es personell aus?

Der Kader ist weitestgehend gleich geblieben. Besonders froh bin ich über die Rückkehr von Andi (Rausch) nach der langen Verletzung; das wird der Mannschaft helfen. Leider haben sich 5 Spieler entschieden, kürzer zu treten und zukünftig für die 2. Mannschaft zu spielen, was uns natürlich in der Breite trifft.

 

Was gibst du der Mannschaft mit auf den Weg bis zum Rundenbeginn und für die Saison 21/22?

„Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber noch viel an uns arbeiten. Für die Runde gilt: Es gibt keine einfachen Spiele –wenn alles passt können wir jeden Gegner schlagen – wenn nicht aber auch gegen jeden verlieren.“

 

krau

Ein guter Durchgang reicht nicht

HSG verliert noch nach klarer Halbzeitführung

Im Handball sind so manche Dinge schwer erklärbar und schwer verständlich. So auch die 24:23 Niederlage der HSG St. Leon/Reilingen beim TV Eppelheim. Nach einer von der HSG durchaus überlegen geführten ersten Spielhälfte (8:14) drehten die Gastgeber im zweiten Durchgang noch die Partie und behielten letztendlich zwar etwas glücklich, aber nicht ganz unverdient beide Punkte. HSG-Trainer Schnetz meinte vor dem Spiel: „Wir hatten diese Woche eine katastrophale Vorbereitung mit nur einmal Training. Trotzdem erwarte ich von meiner Mannschaft eine Reaktion auf die letzte Niederlage. Sie muss sich rehabilitieren.“ Und genau das beherzigte das HSG-Team zumindest während der ersten Halbzeit. In der gut besetzten Eppelheimer Halle zeigten die Gäste von Beginn an eine beeindruckende Leistung. Man merkte der gesamten Mannschaft das unbedingte Wollen an, die Scharte vom letzten Spiel auszuwetzen. Mit viel Verve, aber auch mit voller Konzentration düpierte das HSG-Team die Gastgeber, die im ersten Durchgang recht konsterniert wirkten ob der Überlegenheit des HSG-Teams, das äußerst kompakt in der Defensive stand und die Eppelheimer Angriffsaktionen frühzeitig unterband. Der Rückraum der Gastgeber wurde aktiv angegangen und kam überhaupt nicht zur Entfaltung. Einzig über den Kreis hatte die HSG-Defensive etwas Probleme. In der Offensive spielten die Gäste wie aus einem Guss, hebelten die unsicher wirkende 5:1-Abwehr der Gastgeber ein ums andere Mal aus und waren im ersten Durchgang das dominante Team. Leider versäumte es das HSG-Team, schon in der ersten Halbzeit den Sack zuzumachen, als sie vor der Pause drei 100%ige Torchancen vergab, was einen 9-Tore-Vorsprung bedeutet hätte und wahrscheinlich schon vorentscheidend gewesen wäre. Ein völlig anderes Bild bot die zweite Spielhälfte. Eppelheim stellte seine Defensive auf eine 6:0-Formation um und damit hatte die HSG erhebliche Probleme. Mit einher ging die nachlassende Konzentration der HSG-Abwehr, was der nun stärker spielende Rückraum der Gastgeber konsequent ausnutzte. Mit viel Einsatz und Wille holten die Gastgeber Tor um Tor auf und hatten gegen Ende auch noch das Glück, dass den Gästen beim 22:22 ein klarer Treffer nicht von den Schiedsrichtern anerkannt wurde. Der glückliche Siegtreffer 10 Sekunden vor Schluss belohnte dann doch noch die Aufholjagd des TVE.

Beide Teams starteten recht nervös und hektisch in die Partie. Während die Gastgeber versuchten, mit dynamischen Aktionen zum Erfolg zu kommen, zeigte das HSG-Team klug aufgebaute und überlegt vorgetragene Angriffszüge. Eine kompakte, konzentrierte HSG-Defensive ließ dem Gegner kaum Möglichkeiten, zur Entfaltung zu kommen. Im HSG-Angriff hingegen führten gelungene Aktionen gegen eine im ersten Durchgang nicht sattelfeste TVE-Abwehr zu klaren Torchancen, die überwiegend auch genutzt wurden. Schnell gingen die Gäste mit 2:6 in Führung. In der überaus fairen Partie gefiel das HSG-Team sowohl im 1 gegen 1 als auch mit Anspielen an den Kreis und fand immer wieder adäquate Mittel gegen die Eppelheimer Defensive. Die Gastgeber hingegen taten sich recht schwer gegen die sehr bewegliche und aufmerksame HSG-Defensive und wirkten zeitweise recht hilflos. So war es nicht verwunderlich, dass die HSG zur Pause völlig verdient mit 8:14 in Front lag und mit besagten Torchancen durchaus hätte weitaus höher führen können.

Im zweiten Spielabschnitt stellte der TVE seine Abwehr auf eine 6:0-Formation um, was sich schließlich als genau richtige Maßnahme erweisen sollte. Zunächst jedoch blieb es bei der deutlichen Führung der HSG, die nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell wieder zu ihrem Spiel fand (11:16).Jedoch zeigte sich nun die Offensive des TVE wesentlich agiler und effektiver. Der Rückraum wurde zusehends treffsicherer, was allerdings auf die nun etwas nachlässiger agierende Defensive der HSG zurückzuführen war. Die Gäste wirkten nun in der Defensive bei weitem nicht mehr so aggressiv und beweglich und auch die Abstimmung untereinander fehlte. Im Angriff tat sich die HSG sehr schwer gegen den nun kompakt stehenden Defensivverbund der Eppelheimer und nach und nach schmolz der deutliche Vorsprung dahin. Auch eine nun einsetzende Abschlussschwäche und Anhäufung technischer Fehler seitensder HSG wurde vom TVE konsequent ausgenutzt. Die mit viel Einsatz und großem Kampfgeist aufspielenden Gastgeber kamen schließlich zum 20:20 Ausgleich und zur 22:20 Führung gegen ein nun etwas resignierend wirkendes HSG-Team. Noch gab sich die HSG aber nicht geschlagen und kam durch zwei sehenswerte Treffer zum 22:22 Ausgleich. Und hätte auch noch den Führungstreffer erzielt, doch leider gaben die unsicheren Schiedsrichter den Treffer nicht, obwohl der Ball deutlich die Torlinie überschritten hatte. Nach dem 23:22 glichen die Gäste nochmal zum 23:23 aus und hätten insgesamt auch einen Punkt verdient gehabt. Doch nach einer Auszeit erzielte der TVE 10 Sekunden vor Spielende noch den vielumjubelten 24:23 Siegtreffer. 

HSG-Trainer Schnetz nach dem Spiel: „Die Umstellung des TVE in der zweiten Halbzeit hat uns aus dem Konzept gebracht. Wir waren vom Rückraum nicht effektiv genug. Auch der Druck auf die gegnerische Abwehr hat im zweiten Durchgang gefehlt. Nach der guten ersten Halbzeit bin ich schon ein wenig enttäuscht.“

TVE: Stotz (5), Hess (4), Scheffzek (2), Marz (5), Geier (3), Schäfer (3), Sommer (2/2), Späth, Hofmann, Trautner, Dennhard und Brendel.

HSG: Gutland, Winter; Scholl (1), Menger (5), Decker (7/4), Frank (3), Meyer (3), Bahr (1), Glogowski (2), Impertro, Antl, Benetti, Barth und Hühn.

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Vorschau HSG Badenliga-Team

Nach dem ausgefallenen Spiel am letzten Sonntag bestreiten die Badenliga-Handballer der HSG St. Leon/Reilingen ihr nächstes Auswärtsspiel beim TV Eppelheim. Der TVE hat sich als Aufsteiger bisher hervorragend in der Badenliga geschlagen und ließ erst am letzten Sonntag durch einen Sieggegen den bis dato ungeschlagenen TSV Rot aufhorchen. Mit 6:2 Punkten rangiert der TVE zwei Plätze vor der HSG und wird bestrebt sein, durch einen weiteren Erfolg seine Spitzenposition zu behaupten. Das HSG-Team hat durch den Spielausfall genug Zeit gehabt, um sich intensiv auf die spielstarke Eppelheimer Truppe einzustellen. Sowohl im defensiven Bereich als auch in der Offensive galt es, Defizite aufzuarbeiten. Speziell in der Abwehr muss das HSG-Team wieder wesentlich kompakter und aktiver zu Werke gehen, aber auch in der Offensive muss wesentlich dynamischer und effektiver agiert werden, um den stabilen Abwehrverbund des TVE zu knacken. Mit einem Sieg könnte sich die HSG an Eppelheim vorbeischieben. 

Das Spiel findet bereits am Freitag in Eppelheim statt und beginnt um 19.00 Uhr.

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HSG Badenliga-Team – Vorschau

Nach der deftigen Niederlage am vergangenen Sonntag in Oftersheim gilt es nun, nach vorn zu schauen. Am kommenden Sonntag gastiert die SG Leutershausen 2 bei der HSG. Die SGL erwischte keinen guten Start in die Runde und liegt mit 0:4 Punkten mit am Tabellenende. Gerade deshalb werden die Bergsträßler, die mit einer Truppe aus erfahrenen und jungen Spielern aufwarten werden, hoch motiviert im Spiel gegen die HSG sein, um zu den ersten Zählern zu kommen. Das HSG-Team mit dem Trainerstab wird Aufbauarbeit leisten müssen, um die deutliche Niederlage zu verarbeiten. Man sollte sich wieder an die ureigenen Tugenden Einsatz, Kompaktheit, Spielfreude und Konzentriertheit erinnern. Obendrein wäre ein Sieg äußerst wichtig, um weiterhin im oberen Tabellendrittel zu bleiben.

Spielbeginn ist am Sonntag um 18.00 Uhr im Harres.

krau

HG in allen Belangen überlegen

HG verpasst HSG eine deftige Klatsche

Eine empfindliche 19:31 (10:15) Niederlage musste das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen am vergangenen Sonntag bei der HG Oftersheim/Schwetzingen 2 hinnehmen. Die Worte von HSG-Trainer Schnetz vor dem Spiel: „In diesem Spiel ist alles möglich“, sollten sich als sehr negative Voraussage für die HSG herausstellen. Nach der guten Leistung vom letzten Spieltag war das HSG-Team nicht wiederzuerkennen. Ohne rechte Einstellung und ohne Kampfgeist präsentierte sich eine Mannschaft, die jegliche spielerische Komponente und jegliches Aufbäumen vermissen ließ. Auf der anderen Seite zeigten die Gastgeber eine in allen Belangen überzeugende Leistung. Mit viel Spielfreude und totalem Einsatz dominierten sie fast nach Belieben das Spielgeschehen. Eine hoch motivierte HG-Truppe war von Anfang an Chef im Ring. Schon sehr früh offenbarte das HSG-Team eklatante Schwächen sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Während die HG mit ihrem quirligen, dynamischen Offensivspiel ein ums andere Mal die recht unbeweglich agierende HSG-Abwehr ins Leere laufen ließ, tat sich die Angriffsreihe der Gäste schwer gegen die ziemlich kompromisslose HG-Defensive, die allerdings manchmal die Grenzen des Erlaubten überschritten und mit einigen rüden Fouls die HSG-Angreifer attackierten. Aber gerade dieserbedingungslose Einsatz fehlte beim HSG-Team vollends. Kein frühzeitiges Attackieren des spielfreudigen Gegners war zu sehen, kein kompaktes Agieren, was das HG-Team konsequent ausnutzte. Abstimmung und Geschlossenheit fehlten vollkommen bei der HSG und so konnte die HG fast ohne Widerstand des Gegners ihr Spiel aufziehen und war auch im Ausnutzen der Torchancen sehr effektiv. Im Gegensatz dazu verbuchte das HSG-Team neben der schwachen Abwehrleistung eine recht suboptimale Wurfausbeute, was darin gipfelte, dass man neben 3 verworfenen 7-m-Strafwürfen inklusive Nachschuss(!) in Abschnitt 2 sage und schreibe sechs(!) glasklare Torchancen in Folge vergab. Während also beim HSG-Team praktisch nichts zusammenlief, brillierten die Gastgeber mit einer tadellosen Leistung und glänzten mit einer optimalen Leistung, wobei sowohl die sehr effektive Offensive als auch die sehr bewegliche Defensive dem desolat wirkenden HSG-Team sehr früh den Zahn zog und im zweiten Durchgang sogar noch zulegen konnte.

Von Spielbeginn an zeigten sich die Gastgeber hoch konzentriert und zogen ein sehr dynamisches Angriffsspiel auf. Schon hier zeigte sich, dass die HSG-Defensive kein Mittel fand, die zwar einfachen, aber außerordentlich effektiven Kreuzbewegungen der HG-Offensive entscheidend zu unterbinden. Immer wieder hatte die an diesem Tag recht unsortiert wirkende Defensive der HSG das Nachsehen, als die HG-Angreifer mit ihren sehr druckvollen Kreuzbewegungen den Weg zum Tor fanden. Allerdings verstand es die HSG-Offensive, anfangs durch einige gelungene Aktionen den Anschluss zu halten und war beim 6:5 für die HG noch gut im Spiel. Nach und nach setzte sich jedoch das engagierte und druckvolle Spiel der HG durch. Mit ihrem gekonnt und technisch sauberen Angriffsspiel taten sie immer wieder die Lücken in der löchrigen HSG-Defensive auf, glänzten auch durch gelungene Anspiele und vergrößerten kontinuierlich ihren Vorsprung. Das HSG-Team tat sich im Angriff durch ein zu breit angelegtes Spiel sehr schwer gegen die kompromisslose HG-Defensive und was aufs Tor kam,war oftmals eine Beute des sehr stark haltenden HG-Keepers. Zur Pause lagen die Gastgeber über 10:6 mit 15:10 in Front.

Auch in der zweiten Spielhälfte war die HG das dominante Team. Bezeichnenderweise wieder mit einfachen, aber sehr effektiven Kreuzbewegungen erhöhten die Gastgeber auf 17:11. Die HG zeigte in der Folgezeit ein sehr modernes Angriffsspiel, gepaart mit viel Bewegung und kernigen Torwürfen. Schon frühzeitig resignierte das HSG-Team, ließ in der Defensive zu große Räume, operierte viel zu passiv und zeigte zu wenig Einsatz und den Willen, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Der Defensive fehlte es an Kompaktheit und Aufmerksamkeit und im Angriff schlichen sich nun auch neben der Unentschlossenheit noch technische Fehler ein. Die HG zeigte sich wesentlich wacher und einsatzfreudiger, ließ immer wieder ihre dynamischen Aktionen aufblitzen, dem die desolat wirkende HSG-Defensive nichts Entscheidendes entgegensetzen konnte. Neben der schwachen Defensive wirkte das HSG-Team auch in der Offensive unkonzentriert, ideenlos und völlig von der Rolle, als man reihenweise klare Torchancen vergab. Am Ende musste das konsterniert wirkende HSG-Team über 16:23 eine deftige 19:31 Niederlage hinnehmen, die es nun in den kommenden Trainingseinheiten zu verarbeiten gilt.

Co-Trainer Winter meinte nach dem Spiel: „Es war eine Katastrophe, vorn und hinten, ein Totalausfall. Keiner hat heute Leistung gebracht. Die Niederlage war auch in dieser Höhe verdient.“

HSG: Gutland, Winter; Decker (4/3), Scholl (3), Menger (3), Frank (2), Meyer (2), Antl (2), Impertro (1), Benetti (1), Hühn (1), Bahr, Bahrt und Schmitt.

HG: Fendrich (4), Polifka (4), Steinbach, Lemke (6), Micke(2), Lux (1), Thüre, Beck (7), Zemella (1), Haase (3), Schmitt (1), Fauerbach, Redmann und Seidenfuß (2).

krau