HSG Badenliga-Team startet in die Saison 21/22

Nach dem Corona-bedingten Abbruch der Saison 20/21 hoffen Spieler und Handballfreunde auf eine reibungslos verlaufende Saison 21/22. Nach einer langen und intensiven Vorbereitung startet das Badenliga-Team der HSG am kommenden Sonntag in die Runde 21/22. In dieser Saison wird in einem anderen Modus gespielt. Die 16 Mannschaften umfassende Badenliga wird in zwei Achterstaffeln unterteilt, um einen terminlichen Puffer zu haben, sollten Spiele zwischenzeitlich Corona-bedingt verlegt werden müssen. Unser HSG-Team ist in Staffel B eingeteilt zusammen mit SG Pforzheim/Eutingen 2, TV Knielingen, SG Stutensee/Weingarten, SG Heidelsheim/Helmsheim, TSG Wiesloch, TSV Rot und HSV Hockenheim. Nach einer normalen Hin- und Rückrunde spielen die ersten Vier einer jeden Staffel in K.o.-Spielen den Meister aus und die letzten Vier die Absteiger. Reizvoll sind natürlich die Derbys gegen Rot und Hockenheim. 

Das erste Spiel bestreitet das Badenliga-Team der HSG am kommenden Sonntag, 23.10. bei der SG Stutensee/Weingarten. Hier tat sich die HSG in den letzten Jahren immer schwer, ist doch die SG ein sehr heimstarkes Team mit einer körperlich sehr robusten Abwehr und einem sehr wurfkräftigen Rückraum. Die HSG hat sich in der Trainingsphase in zahlreichen Testspielen gut auf die Runde vorbereitet. Das Zusammenspiel und die Variabilität in der Offensive wurden eingehend intensiviert, um über alle Positionen erfolgreich sein zu können. Recht ansehnliche Leistungen und Ergebnisse wurden in diesen Vorbereitungsspielen gezeigt und insbesondere der Teamgeist stand immer im Vordergrund. Im Defensivbereich muss am Sonntag vor allem Wert gelegt werden auf Kompaktheit und Aggressivität, um den Gegner nicht zu seinem Spiel finden zu lassen. Obendrein gäbe ein erfolgreicher Start in die Runde weiteren Auftrieb für die kommenden Spiele.

Spielbeginn ist am Sonntag um 18.00 Uhr in der Walzbachhalle in Weingarten.

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Weibliche D-Jugend unterstützt beim Saisonheft-Austragen

Seit Jahren beteiligt sich die weibliche D-Jugend beim Austragen des Saisonhefts des TBGs. Bei schönstem Wetter machten sich die Mädels am Samstagnachmittag auf – „bewaffnet“ mit Rucksäcken für den Transport der Heftchen – in ihrem zugewiesenen Gebiet, alle Haushalte zu versorgen. Pünktlich zum Saisonstart des Handballs werden darin die aktuellen Mannschaften vorgestellt. Auch alle weiteren Abteilungen versorgen die ReilingerInnen darin mit vielen Informationen rund um das TBG-Geschehen, so z. B. Berichte aus den Abteilungen und jeweilige Trainingszeiten. Zum Abschluss gab es ein kleines Eisvergnügen auf die Hand.

Erfolgreicher Kreisentscheid bei der VR-Talentaide Handball in Reilingen

Am Samstag, 25.09.21,  fand die zweite Runde der VR-Talentiade Handball – der Kreisentscheid – statt. In diesem Jahr in Reilingen, unter der Leitung der HSG St. Leon/Reilingen. Schirmherren dieser Veranstaltung sind der Badische Handballverband (BHV) und die Volks- und Raiffeisenbanken.

Von den 32 qualifizierten Kindern waren 28 am Start. Auch diesmal gab es vier unterschiedliche Koordinationsübungen – Doppelprellen an die Wand, Sitzfangen, Reifen- und Hindernis-Parcours – zu durchlaufen und so viele Punkte als möglich auf der eigenen Wertungskarte zu sammeln. Unter Beachtung der bekannten 3 G-Regeln zeigten die Kids ganz starke Leistungen und kämpften um die begehrten Plätze zum Weiterkommen. Während der Auswertungszeit, bekamen alle die Gelegenheit in einem Handballspiel das bisher Erlernte zu zeigen. Die erfolgreichsten 15 dieser Veranstaltung qualifizierten sich für die dritte Runde, die am 23. Oktober stattfinden wird und erhielten jeweils das blaue VR-Talentiade-Shirt.

Diese Veranstaltung wurde von der hiesigen Volksbank stark unterstützt. So hatte die Vertreterin der „Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz eG“ neben den vielen tollen Geschenken für alle TeilnehmerInnen auch einen Pokal mit dabei und übergab diesen dem stolzen Tagessieger. Dieser sportliche Event war ein voller Erfolg und die anwesenden Kinder waren begeistert. Auch die HSG St. Leon/Reilingen ist stolz, denn die drei TeilnehmerInnen des Vereins qualifizierten sich für die nächste Runde. (AN)

Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen in Vorbereitung

Testspiele geben erste Aufschlüsse

Die Saison 2021/22 der Badenliga der Männer wird sich in anderer Form abspielen. Aus der 16 Mannschaften umfassenden Badenliga wurden zwei 8er Staffeln gebildet, um notwendige terminliche Puffer zu schaffen, falls Corona den einen oder anderen Strich durch die Terminplanung machen sollte. Die HSG spielt in der Staffel B zusammen mit SG Stutensee/Weingarten, SG Pforzheim/Eutingen 2, TV Knielingen, TSG Wiesloch, SG Heidelsheim/Helmsheim, TSV Rot und HSV Hockenheim eine Vor- und Rückrunde. Anschließend werden in einer K.-o.-Phase zwischen den jeweils ersten Vier und den letzten Vier aus beiden Staffeln Auf- und Absteiger ermittelt. 

Nach einer langen, Corona-bedingten Pause hat das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen seit geraumer Zeit wieder den Trainingsbetrieb aufgenommen. Seit Mitte Juni wurden erstmal wieder die Grundlagen erarbeitet und man merkte den Spielern an, dass sie echte Lust verspürten, nach der langen Unterbrechung wieder den Handball in die Hand zu nehmen. Natürlich standen auch zahlreiche Laufeinheiten auf dem Programm, um die konditionellen Defizite wieder aufzuarbeiten. Inzwischen befindet sich das Badenliga-Team der HSG auf einem guten Weg, sich für die kommende, sicherlich sehr schwere Saison das notwendige Rüstzeug anzueignen, um bestens vorbereitet in die Saison, die erst am        3. Oktober beginnt, zu starten. Erste Trainingsspiele gaben erste Fingerzeige über die spielerische und konditionelle Verfassung der Mannschaft. 

Im ersten Spiel gegen die SG Nußloch in der Fritz-Mannherz-Halle brauchte das HSG-Team eine gewisse Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden. Gegen die robuste 6:0 Abwehr taten sich die Gastgeber zunächst schwer, Lücken zu finden. Der Angriffsmotor stotterte noch ein bisschen und erst allmählich kam er ins Rollen. Im Gegensatz zur Offensive war das HSG-Team in der Defensive recht kompakt und stellte einen beweglichen 6:0 Abwehrverbund. Das Spiel war zunächst ausgeglichen, weil vor allem der starke linke Rückraum der Gäste viel Torgefahr ausstrahlte. Nach und nach kam auch die spielerische Komponente der HSG zum Tragen und mit gelungenen Kombinationen kam man zu Torerfolgen, was zu einem 16:16 Pausenstand führte. Nach dem Seitenwechselblieb das Spiel ausgeglichen. Nußloch kam dann mehr über den agilen Kreisläufer zum Zuge, während die HSG vor allem über die zweite Welle erfolgreich war. Bis zum 22:22 blieb die Partie ausgeglichen. Dann setzte sich mehr und mehr das spielerische Potenzial der Gastgeber durch und auch die Defensive hatte nun den Gegner gut im Griff. Über 27:23 stand am Ende ein deutlicher 32:26 Erfolg zu Buche. Vor allem das dynamischere Angriffsspiel und eine Steigerung im Defensivbereich waren für diesen verdienten Erfolg verantwortlich.

Ein echter Prüfstein für den Leistungsstand der HSG war in einem weiteren Testspiel der Pfalz-Oberligist aus Worms. Beide Mannschaften legten gleich ein flottes Tempo vor. Schnell vorgetragene Angriffe von beiden Seiten mit viel Dynamik und Zug zum Tor sorgten für viele Torszenen. Während Worms mit einer aggressiven 5:1 Abwehr agierte, stellte das HSG-Team eine 6:0 Defensive, die in der Anfangsphase vor allem mit dem wurfstarken linken Rückraumschützen der Gäste ihre Probleme hatte.  Ein großer Rückhalt war jedoch der starke Torwart der Gastgeber, der zahlreiche Chancen der Gäste zunichtemachte. Durch diesen starken Rückhalt und schnelles Umschalten über die zweite Welle, aber auch über den Kreis kam das HSG-Team zu einer 9:5 Führung. Worms agierte in der Folgezeit konzentrierter und war im Abschluss effektiver. Und weil auch die Gastgeber sich mehr in Einzelaktionen verzettelten, kamen die Gäste zum 10:9 Anschlusstreffer. Mit weiteren gelungenen Angriffszügen von beiden Mannschaften, die in großen Teilen erfolgreich abgeschlossen wurden, stand es zur Pause 15:15. Auch im zweiten Spielabschnitt blieb die Partie fast bis zum Schluss ausgeglichen. Beide Teams hielten weiterhin ein hohes Tempo und spielten einen technisch sauberen Handball. Worms war überwiegend aus dem Rückraum erfolgreich, während die Gastgeber das variablere Spiel zeigten, wobei sie sowohl über den Kreis als auch mit feinen Einzelleistungen zu ihren Toren kamen. Aber auch über die Außen und mit der zweiten Welle wusste das HSG-Team zu gefallen. Worms ließ sich aber nicht abschütteln und bleib stets auf Augenhöhe. 21:21 und 24:24 waren die Zwischenstände. In den letzten Minuten agierte dann Worms mit dem 7. Feldspieler und kam dadurch noch zu einem 26:28 Sieg. Eine recht ansprechende Leistung, auf der man aufbauen kann, zeigte aber wiederum das spielerisch gut aufgelegte HSG-Team.  

Im Interview mit HSG-Trainer Martin Schnetz gab er Einblicke über die Vorbereitung und die Saison 21/22. 

Wie hast du und die Mannschaft die Corona-Pause durchgestanden?

„Die Corona-Pause war natürlich für keinen Mannschaftssportler einfach. Wir haben mit Laufplänen für die Fitness gearbeitet. Dazu gab es regelmäßig gemeinsame Onlinetermine zum gegenseitigen Austausch.“

 

Wie lief der Neueinstieg ins Training?

„Den Neueinstieg haben wir bewusst nicht gleich auf voller Intensität begonnen, da die Verletzungsgefahr nach einer so langen Pause sehr hoch ist. Aber natürlich waren alle glücklich, wieder in der Halle zu sein und Handball spielen zu dürfen.“

 

Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung?

„Mit dem bisherigen Verlauf bin ich eigentlich recht zufrieden. Leider sind wir erwartungsgemäß nicht immer vollzählig im Training – da muss man ab und an schon ein wenig improvisieren.“

 

Legst du Schwerpunkte und wenn ja, welche?

„Die Schwerpunkte ändern sich von Woche zu Woche. Wichtige Schwerpunkte in den kommenden Wochen werden die Abwehr und das Konterspiel mit erster und zweiter Welle sein.“

 

Was meinst du zur Staffeleinteilung in zwei 8er Staffeln und die folgenden K.-o.-Spiele?

„Wir hatten uns gegen die Einteilung in 2 Staffeln ausgesprochen. Durch die Teilung und die anschließenden Überkreuzspiele spart man nicht viele Spiele und am Ende kann einem die Tagesform oder ein kurzfristiger Ausfall von Spielern den Klassenerhalt kosten.“

 

Ist die Einteilung gerecht oder gibt es eine stärkere oder schwächere Staffel?

„Nach geografischen Gesichtspunkten ist die Einteilung nachvollziehbar. Natürlich ist eine Einteilung in Nord und Süd vollkommen unabhängig von der Leistungsstärke. Zumindest auf dem Papier erscheint uns die Südstaffel nicht gerade einfach …“

 

Was ist die Zielsetzung für die Saison 21/22 auch in Bezug auf die Staffeleinteilung?

„Ziel Nummer eins ist es, den 4. Platz in unserer Staffel zu erkämpfen, was gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt wäre. Da das gewiss nicht einfach wird, ist das Hauptziel nach wie vor der Klassenerhalt, zur Not über eine erfolgreiche Abstiegsrunde.“

 

Wie sieht die weitere Vorbereitung aus?

„Für uns beginnt jetzt die intensive Phase der Vorbereitung mit drei Einheiten pro Woche. Zudem ist am Wochenende ein zweitägiges Trainingslager mit Testspiel angesetzt.

Gegen Ende September sollten wir so weit sein, am taktischen Feinschliff zu arbeiten. Zudem haben wir fast jede Woche ein Testspiel auf dem Plan. Nach so einer langen Pause ist eswichtig, Wettkampfpraxis zu sammeln.“

 

Was hat sich im Kader getan, wie sieht es personell aus?

Der Kader ist weitestgehend gleich geblieben. Besonders froh bin ich über die Rückkehr von Andi (Rausch) nach der langen Verletzung; das wird der Mannschaft helfen. Leider haben sich 5 Spieler entschieden, kürzer zu treten und zukünftig für die 2. Mannschaft zu spielen, was uns natürlich in der Breite trifft.

 

Was gibst du der Mannschaft mit auf den Weg bis zum Rundenbeginn und für die Saison 21/22?

„Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber noch viel an uns arbeiten. Für die Runde gilt: Es gibt keine einfachen Spiele –wenn alles passt können wir jeden Gegner schlagen – wenn nicht aber auch gegen jeden verlieren.“

 

krau

Weibliche E-Jugend nimmt an Putzaktion der Gemeinde teil

Am Freitag, 26.03.21 trafen sich neun Spielerinnen der weiblichen E-Jugend mit ihrer Trainerin und der FSJlerin Lilly, um bei der jährlichen Gemeinde-Putzaktion mitzumachen. Voll motiviert ging es bewaffnet mit Handschuhen, Rechen, Greifern und Müllbeuteln an die Arbeit. Die Mädels sammelten insgesamt 5 große Müllsäcke voll. Sie waren schon ziemlich erstaunt, was sie alles so am Wegesrand fanden: Jogginghose, Schuhe, Wolldecke, jede Menge Schnapsflaschen, Dosen und ganze Hausmüllsäcke voll waren mit dabei. Zusätzliche einige Bretter und ca. zwei Meter Erdkabel. Neben des Engagements für eine gute Sache waren die Mädchen richtig froh, endlich ihre Mannschaftskameradinnen mal wieder zu sehen. In Zeiten von Corona müssen wir leider seit Ende Oktober auf die Trainingseinheiten verzichten. So war dies eine tolle Gelegenheit in freier Natur und corona-konform wieder ein bisschen Kontakt herzustellen. Alle fleißigen Helferinnen erhielten für den tollen Einsatz einen Schokoladenosterhasen von ihrer Trainerin. AN

Aktion für den Umweltschutz

Am 27.03.2021 trafen sich sechs Spielerinnen der weiblichen E-Jugend am Spielplatz in der Haydnallee zum diesjährigen Müllsammeln. Aufgrund von Corona trugen alle einen Mund-Nasen-Schutz und hielten entsprechend Abstand. Die Route führte vom Spielplatz über die Felder bis zur Goethestraße, am Festplatz vorbei und wieder zum Spielplatz zurück. Bei diesem Rundgang konnten Emilia, Jasmina, Laura, Lilly, Maggy und Sandra drei Säcke mit Müll füllen. Alle Mädchen waren froh, sich in Corona-Zeiten einmal wieder zu sehen und fanden, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist.

(Emilia und Lilly)

Vorweihnachtliche Überraschung bei der weiblichen E-Jugend

rotz Corona oder gerade wegen Corona erhielten die Jugendlichen der Handballabteilung zu Weihnachten eine kleine Aufmerksamkeit!

Zwei Mädels der weiblichen E-Jugend-Mannschaft machten sich gleich ans Kekse backen, Diese Kekse kamen als kleiner Gruß an die Mitspielerinnen in das von der Trainerin vorbereitete Weihnachtstütchen. Noch vor Weihnachten wurde jedes Mannschaftsmitglied besucht und so konnte bei einem kleinen Gespräch in dieser besonderen Zeit der persönliche Kontakt doch gepflegt werden. Fazit der Gespräche war, dass die Mädels ihren Sport vermissen und liebend gerne wieder in die Sporthalle gehen würden.

Bleibt für 2021 zu wünschen, dass wir baldmöglich wieder in die Sporthalle zurückkehren können.

Vorweihnachtliche Überraschung bei den Minis

Trotz Corona oder gerade wegen Corona erhielten auch die Minis der Handballabteilung zu Weihnachten eine kleine Aufmerksamkeit!

Verpackt als kleiner Weihnachtsgruß verteilten die vier TrainerInnen noch vor Weihnachten an alle Minis die HSG-Schlauchtücher. Diese Tücher können vielseitig eingesetzt werden: als Halstuch, als Haarband oder sogar als Mund-Nasen-Schutz. So wurde jedes Kind besucht und bei einem kleinen Gespräch in dieser besonderen Zeit konnte der persönliche Kontakt doch gepflegt werden. Die Kids freuten sich sowohl über die Weihnachtstütchen als auch über den persönlichen Besuch. Es war schön, all unsere Junghandballer nach so langer Pause mal wieder zu sehen. Bleibt für 2021 zu wünschen, dass die Kids baldmöglich wieder in die Sporthalle zurückkehren können und sie wieder mit Freude durch die Halle toben. 

An Weihnachten ganz oben: Das Kollektiv stärkt die HSG St. Leon/Reilingen

Aufsteiger führt die Staffel Süd-West nach drei Spielen an / Klassenerhalt als Ziel

Über Weihnachten an der Spitze stehen – für viele Teams ein Etappenziel während der Saison. Doch in der Spielzeit 2020/2021 ist vieles anders. Wir blicken auf die Mannschaften, die über die Festtage ihre Ligen anführen. Heute: Die HSG St. Leon/Reilingen in der Staffel Süd-West.

Euphorie schwingt bei Aufsteigern auf neuem Terrain immer mit. Dass sich die HSG St. Leon/Reilingen im Debütantenjahrin der 3. Liga zu Weihnachten an der Tabellenspitze wiederfindet, überrascht den gesamten Verein. „Als Neuling in der Liga ist das nicht unbedingt unser Plan gewesen“, gesteht Trainer Sascha Kuhn. „Das gute Gefühl nehmen wir aber gerne mit in die hoffentlich nicht allzu lange Pause.“

Hätte man dem Coach den aktuellen Tabellenstand vor der Saison prophezeit, Kuhn hätte denjenigen wohl für verrückt erklärt. „Wir wussten ja überhaupt nicht, wo wir in diesem Teilnehmerfeld stehen. Viele unserer Spielerinnen haben noch nie 3. Liga gespielt, es ist ein riesiges Abenteuer“, beschreibt der Übungsleiter. Entsprechend ist der Klassenerhalt das ausgegebene Ziel des Klubs, der sich in der Drittklassigkeitetablieren will. „Auf dem Weg dorthin nehmen wir aber gerne alles mit, doch es werden auch Gegner kommen, die noch stärker sind“, weiß Kuhn.

Doch bei aller Euphorie: Wie ist der positive Start des Liganeulings zu erklären? Dem 28:18-Heimauftakt gegen die TSG Ketsch II folgte die 25:25-Punkteteilung beim Bundesliga-Unterbau von Bayer 04 Leverkusen, ehe der TV Möglingen mit 34:19 besiegt wurde. Die Stärke der HSG habe sich laut Kuhn schon in der Vorbereitung abgezeichnet: „Wir agieren als geschlossenes Team und haben nicht die eine Ausnahmespielerin im Kader.“ Das ermöglicht dem Coach flüssige Wechsel mit 16 Spielerinnen ohne Einbruch – kann aber Fluch und Segen sein. „Am guten Tag sind wir schwer ausrechenbar, an schlechten Tagen kann aber keine die Kohlen aus dem Feuer holen“, sagt Kuhn.

Das ist zumindest während der Coronavirus-Pandemie auch nicht nötig. In der ansässigen Gemeinde ist Hallentraining aktuell untersagt, also stellt der Trainer seinem Team jede Woche einen individuellen Plan aus, der die Bereiche Athletik, Koordination und Stabilität abdeckt. „Anschließend geht es in die verdiente Weihnachtspause und im Januar schauen wir dann, ob wir vielleicht in Kleingruppen wieder ins Training einsteigen dürfen“, erklärt Kuhn. Doch die Situation hinterlässt auch Spuren: „Es wird mit der Zeit natürlich schwieriger, alle bei Laune zu halten und die Nachfragen häufen sich, wann es wieder losgeht. Aber ich vertraue meinen Mädels im individuellen Training voll und ganz.“

Bis dahin bleibt Kuhn, wie allen anderen auch, nur der Blick in die Glaskugel. „Ich hoffe, dass es bald weitergeht und wir in der Saison 2021/2022 wieder reguläre Bedingungen haben. Und bis dahin hoffe ich, dass alle gesund bleiben“, so Kuhn. Mit der Tabellenführung kann die HSG St. Leon/Reilingen die Lage zumindest sportlich entspannt betrachten.

Anmerkung: Dieser Bericht wurde der HP des DHB entnommen.