„Wir waren zu unclever und unsicher“

Rückraum-Mitte-Spielerin Lisa Haupt im Interview

Zweites Heimspiel für die HSG-Damen. In Liga drei empfängt das Team von Trainer Daniel Weinheimer am Sonntag, 12. Oktober, 15 Uhr, den HC Erlangen in der Reilinger Fritz-Mannherz-Halle.
Rückraum-Akteurin Lisa Haupt spricht im Interview über die Niederlage gegen Kappelwindeck/Steinbach, was die HSG nun von Erlangen zu erwarten hat – und über etwas sehr Persönliches.

Wie hast Du das Spiel gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach erlebt?
Wir haben ganz gut ins Spiel gefunden, aber unsere Chancen nicht genutzt. Melina hat zu Beginn einige gute Paraden gehabt, wodurch die SKS nicht wegziehen konnte. In der zweiten Halbzeit hatten wir viele 100-prozentige Chancen, die die gegnerische Torfrau vereitelt hat. Auch unsere Torhüter konnten die Leistung der ersten Halbzeit nicht mehr abrufen, wodurch die SKS erhöht hat. Sie waren nicht besser, wir waren einfach zu unclever und unsicher.
Was hättest Du selbst besser machen können?
Meine Chancen reinmachen und mit gutem Beispiel vorangehen. Hinten hätte ich ein paar Bälle fangen müssen, wodurch wir einfache Tore hätten erzielen können.
Nun kommt der HC Erlangen nach Reilingen. Was erwartet euch?
Auf jeden Fall hat der HC gute und variable Rückraumspielerinnen, die Duelle vergangene Saison fanden auf Augenhöhe statt, wobei die Erlangerinnen taktisch clever gewechselt und aufgestellt hatten. Sie werfen immer recht viel Tore, also wird eine gute Abwehr von uns ausschlaggebend sein. Wir können nur als Einheit gewinnen.
Wie bereitest Du Dich auf das Spiel vor?
Natürlich erstmal mit einer guten Trainingswoche. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren und als Team agieren, dann können wir gegen jeden gewinnen. Ich selbst schaue mir Spiele von Erlangen an, um zu sehen, was mich in der Abwehr sowie im Angriff erwartet. Im Training stellen wir uns dann als Team ein.
Was ist das Reizvolle daran, im Rückraum zu spielen?
Schon als Kind war Handball für mich sehr wichtig. Mein Papa stand früher im Tor (2. Bundesliga beim TSV Rot), es war aber also schnell klar, dass ich sein Talent als Torhüterin nicht geerbt habe. Stattdessen habe ich meine Leidenschaft im Rückraum gefunden. Auch wenn ich sicher nicht die beste Rückraumshooterin bin, habe ich ein gutes Auge für meine Mitspielerinnen und liebe es, den Ball laufen zu lassen. Besonders auf der Rückraummitte reizt mich die Verantwortung, das Spiel zu lenken, Situationen zu erkennen und immer wieder neue Lösungen für die Herausforderungen auf dem Feld zu finden. Mit 37 Jahren, drei Kindern und nach sieben Jahren Handballpause bin ich einfach dankbar, wieder Teil des Teams zu sein. Es macht mir großen Spaß, dabei zu sein und die Mannschaft, sowohl auf als auch neben dem Spielfeld, bestmöglich zu unterstützen. Genau diese Mischung aus Verantwortung, Teamgeist und Freude am Spiel macht meine Position für mich so reizvoll.
Hat es mit Deiner Trikotnummer 13 eine besondere Bewandtnis?
Ja, tatsächlich bedeutet diese Nummer mir sehr viel. Sie war die Glücks- und Rückennummer meiner geliebten Schwester. Wir haben in der Jugend sowie im Erwachsenenbereich zusammen gespielt und sie war einer meiner wichtigsten Menschen. Sie war mein größter Fan und meine härteste Kritikerin.

3. Liga Frauen HSG St. Leon/Reilingen –SG Kappelwindeck/Steinbach

Zu hohe Niederlage gegen Kappelwindeck 22:29 (11:13) 

Nach dem kompletten Totalausfall aus der Vorwoche, als die HSG-Drittliga-Frauen mit 25:34 bei der SG Schozach-Bottwartal verloren, „haben wir heute kein schlechtes Spiel gemacht“, so Daniel Weinheimer jetzt nach dem 22:29 gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach. „Es war auf jeden Fall eine Reaktion auf das Spiel von vergangener Woche. Leider hat Torhüterin Ina Rahner von Kappel das Tor heute zugenagelt. Die Mädels haben gekämpft und wir haben alles versucht, aber hat heute nicht sollen sein, leider.“

Gleich zu Beginn fing Nicole Weschenfelder einen Ball in der Abwehr ab, scheiterte jedoch beim Abschluss. Annika Rimpf eroberte erneut den Ball, doch auch der Wurf von Samira Schulz fand den Weg nicht ins Tor. Erst nach knapp drei Minuten gelang Lena Nussbaumer das 1:0. Das Weinheimer-Team hatte eine Unterzahl fast schadlos überstanden und glich in der 10. Minute zum 3:3 aus. Zweimal hatten die St. Leon/Reilingerinnen in dieser Phase Pech, als ein hart umkämpfter Wurf von Jana Pahl erst kurz nach dem Pfiff der Schiedsrichter im Tor landete oder auch ein abgefangener Ball Katharina Schieszl abgepfiffen wurde. Auch während der nächsten Unterzahl fing sich die HSG nur ein Gegentreffer ein, Weinheimer zog bei 4:7 die Grüne Karte und Pahl traf sehenswert nach der Auszeit. Beim 7:8 von Leonie Scholl aus der Hüfte, waren die Gastgeberinnen wieder dran. Doch statt des Ausgleichs im direkten Gegenstoß verpatzte die HSG erneut eine klare Torchance. Das 10:10 war der letzte Gleichstand der Partie, nachdem Lisa Haupt getroffen hatte. Bis zum Halbzeitpfiff zog die SG Kappelwindeck/Steinbach auf 13:11 davon. 

Halbzeit zwei begann spiegelbildlich zur ersten: Zwei Fehlwürfe, dann 12:13 durch Nussbaumer. Nicole Weschenfelder eroberte den Ball, doch innerhalb kürzester Zeit hatte sich die SG beim 17:12 nach 36 Spielminuten abgesetzt und St. Leon/Reilingen eine rund einminütige doppelte Überzahl nicht nutzen können. Die HSG selbst musste nach zwei Zwei-Minuten-Strafen direkt hintereinander quasi vier Minuten am Stück mit einer Spielerin weniger agieren, löste diese Aufgabe aber gut. Madeleine Hornstein verkürzte, bevor die SG doppelt traf und Pahl sowie Scholl – unter Zeitdruck – die beste Phase der St. Leon/Reilingerinnen einläutete, in der Nussbaumer und Scholl das 18:20 auf die Anzeigetafel brachten. Auch die Abwehrleistung war zu diesem Zeitpunkt hervorragend, als dann aber zwei eigenen Angriffe nicht zum Torerfolg führten und die SG mit zwei Gegenstößen erfolgreich waren, führten die Gäste wieder mit vier Toren. Die HSG musste sich weiterhin abmühen um zu Abschlüssen zu kommen, während es Kappelwindeck/Steinbach nun gelang, „einfache“ Tore zu erzielen, die schließlich den zu hohen Sieg ermöglichten. Fünf Minuten vor dem Ende des Spiels konnte Cathrin Hofmann nochmal einen Ball abfangen, doch auch dieser fand nicht den Weg ins gegnerische Tor. Die zu ungenauen Würfe zogen sich wie ein roter Faden durch die Partie. Besser Machte es Hofmann bei ihrem nächsten Abwehrerfolg. Sie passte kurz auf Schulz, die als letztes Highlight von kurz vor dem eigenen Kreis ins leere Tor der Gäste traf. 

Das nächste Spiel für die HSG findet am Sonntag, 12. Oktober, 15 Uhr, in Reilingen statt. Der HC Erlangen kommt zu Gast und dieser steht aktuell mit 2:2 Punkten auf Rang acht. 

HSG: Friedrich, Dörr, N. Weschenfelder, Nussbaumer (4), Scholl (4), Hofmann, Haupt (2/1), Hornstein (2), Pahl (4), C. Weschenfelder, Schulz (4/1), Stegmüller, Schieszl, Rimpf (2/2)

SG Kappelwindeck/Steinbach – ein Maßstab

HSG empfängt am Samstag den Tabellenvierten in der Mannherz-Halle

„Das Schozach-Spiel habe ich schon verdrängt – oder versuche es zumindest“, blickt HSG-Trainer Daniel Weinheimer eine Woche zurück. Da haben wir viel zu viele technische Fehler begangen, schlechte Entscheidungen getroffen – man muss ganz ehrlich sagen, dass wir zu keinem Zeitpunkt in diesem Spiel anwesend waren. Dementsprechend hatten wir nie Zugriff.“
Jetzt steht den Drittliga-Handballerinnen der HSG der Besuch der SG Kappelwindeck/Steinbach ins Haus. Anwurf ist am Samstag, 4. Oktober, um 20 Uhr in der Reilinger Mannherz-Halle.
„Das wird nicht einfach“, weiß Weinheimer. „Kappelwindeck hat gerade am Wochenende ein Ausrufezeichen beim 34:25 gegen die Kurpfalz-Bären gesetzt. Diese Mannschaft spielt seit fünf oder sechs Jahren fast unverändert zusammen, die verstehen sich blind und das sieht man. Zudem agieren sie sehr variabel und aggressiv und spielen wirklich schnellen Handball.“
Lisa Schipper am Kreis, die sechs Tore warf, und Desire Kolasinac, die gegen Ketsch dreimal zu Siebenmetern antrat und dreimal traf, bezeichnet Weinheimer als „die gefährlichsten Spielerinnen der SG“, die zudem in Franka Riedl eine Akteurin hatte, die sich im Vergleich mit den Bären sogar siebenmal in die Schützenliste eintrug. „Aber auch im Tor, die Außen… das ist schon eine sehr ausgeglichene Mannschaft, was es für uns nicht einfacher macht. Aber wir wollen am Samstag in Reilingen ein anderes Gesicht zeigen und so wie ich die Mädels kenne, wird das auch passieren.“
Kappelwindeck/Steinbach steht mit 4:2 Zählern in der Tabelle aktuell punktgleich mit den führenden Wolfschlugen, Friesenheim und Allensbach – der Sportverein verlor zu Beginn der Saison gegen die HSG – auf Platz fünf, St. Leon/Reilingen mit ausggelichenem Konto (2:2) auf Rang zehn. Ein Sieg würde entsprechend einen kleinen Sprung nach oben bedeuten und den Abstand auf die noch sieglosen TuS Schutterwald (0:4) und HCD Gröbenzell (0:6) vergrößern. Unterstützung von der Tribüne ist entsprechend willkommen.

„Wollen den Zuschauern wieder zeigen, was wir können.“

HSG-Spielerin Annika Rimpf im Interview

Nach der hohen 25:34-Niederlage bei der SG Schozach-Bottwartal steht für die HSG-Damen in Liga drei nun am Samstag, 4. Oktober, 20 Uhr, die Heimpartie in der Reilinger Mannherz-Halle gegen SG Kappelwindeck/Steinbach an.
Annika Rimpf schaut im Interview auf das Spiel voraus…

Zuerst ein Blick zurück: Was war bei der SG Schozach-Bottwartal los?
Wir haben zu keinem Zeitpunkt richtig Zugriff auf das Spiel bekommen. Der Druck auf das Tor und der Zugriff in der Abwehr haben gefehlt. Dazu kamen viel zu viele technische Fehler und verworfene Chancen.
Was hättest Du selbst besser machen können?
Meine Würfe von außen sicher verwandeln und auf der Mitte mehr Druck auf die Abwehr beziehungsweise die Lücken in der Abwehr nutzen.
Blick nach vorne: Stichwort SG Kappelwindeck/Steinbach… Was fällt Dir dazu ein?
Die SG ist ein gemischtes Team aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern, das gut eingespielt ist. Und sie zeigen ihre Schnelligkeit über die kompletten 60 Minuten.
Was habt ihr euch gegen die SG vorgenommen?
Wir ⁠wollen die Ergebnisse aus den vergangenen Jahren wieder gut machen und jetzt am Wochenende direkt zwei Punkte holen. Besonders nach der Niederlage vergangene Woche wollen wir den Zuschauern wieder zeigen, was wir können.
Was ist das Reizvolle an Deinen Positionen?
Außen: Man muss oft aus einem spitzen Winkel präzise werfen. Was gar nicht so einfach ist, aber natürlich auch Spaß macht. Mitte: Auf der Mitte braucht man den Überblick, muss schnell Entscheidungen treffen und das Spiel lenken.
Und an Siebenmetern?
Da steht man im 1:1-Duell gegen die Torhüterin – dabei darf man nicht nervös werden und muss cool bleiben.

3. Handball-Liga Frauen SG Schozach-Bottwartal – HSG St. Leon/Reilingen                                                              

Für St. Leon/Reilingen war auswärts nichts zu holen

HSG verliert mit 25:34 (11:19) in Schozach

Vergangenes Wochenende mussten die Handballerinnen der HSG St.Leon/Reilingen bei der SG Schozach-Bottwartal eine bittere Niederlage mit 25:34 (11:19) einstecken.

Die SG, die Ihr Saisonauftaktspiel gegen die Kurpfalz Bären aus Ketsch mit 17:28 verloren hatten, trafen gegen die HSG doppelt so häufig und erzielten den gleichen Endstand wie letzte Saison. Die St. Leon/Reilingerinnen verschliefen zwar nicht wieder die ersten Minuten der Partie, doch war das 1:1 von Samira Schulz, mit fünf Treffern beste HSG Totschützin,das einzige Unentschieden der Begegnung. Tor um Tor zogen die Gastgeberinnen auf ein 5:2 davon, wobei Jana Pahl und Annika Rimpf nochmal den Anschluss zum 4:5 schafften, allerdings trafen die SGlerinnen direkt zweimal hintereinander, während die HSG 100% ige Chancen liegenließ. Über ein 13:9 zog Schozach-Bottwartal mit einem Fünf-Tore-Lauf auf 18:9 davon, wo die Gäste siebeneinhalb Minuten auf ein eigenes Erfolgserlebnis warten mussten. Beim Stand von 11:19 gingen beide Mannschaften in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann mit Toren von Nicole Weschenfelder und Schulz durchaus erfolgreich, doch die SG erhöhte mit vier Treffern in Serie sogar auf einen zehn Tore Vorsprung. Nicola Baumann startete eine Miniserie der HSG, in deren Verlauf Schulz, Lena Nussbaumer, Katharina Schieszlund Celina Weschenfelder auf 18:23 stellten. Die darauffolgenden drei Tore von Schozach sorgten jedoch in der 45. Spielminute wieder für ein komfortables Polster der Gastgeberinnen. Nach einer Zeitstrafe gegen Schulz, verteidigte die HSG zwar gut und ließ nur einen Gegentreffer zu, doch drei weitere SG-Treffer bedeuteten in der 51. Minute einen Elf-Tore-Vorsprung und die endgültige Entscheidung.Beim Schlusspfiff stand auf der Anzeigetafel ein eindeutigesErgebnis mit 25:34, und somit zwei Punkte für das Konto der SG. Laut Jana Pahl war es eine desaströse Leistung ihres Teams mit zu vielen technischen Fehlern und keinem Siegeswillen. Die beiden Teams sind nun direkte Tabellennachbarn: Schozach-Bottwartal als Neunter und die HSG St. Leon/Reilingen auf Platz zehn. Am kommenden Samstag, 4. Oktober, 20 Uhr, kommt nun die SG Kappelwindeck/Steinbach in die Fritz-Mannherz-Halle nach Reilingen. Mit einem Heimsieg könnte die HSG sie hinter sich lassen.

 

HSG: Friedrich, Dörr – N. Weschenfelder (1), Nussbaumer(1), Scholl (2), Hofmann, Haupt (1), Pahl (4), C. Weschenfelder (4), Schulz (5), Stegmüller, Schieszl (1),Baumann (4), Rimpf (2/1)

„Da kommt was auf uns zu“HSG St. Leon/Reilingen gastiert bei SG Schozach/Bottwartal

Dem Zufall überlässt Daniel Weinheimer nichts. Um sich ein Bild vom kommenden Gegner zu machen, fuhr der Coach der HSG St. Leon/Reilingen zum Duell der SG Schozach/Bottwartal gegen die Kurpfalz-Bären.

Die Erkenntnis? „Bei diesem 17:28 kam für die SG alles zusammen: viele technische Fehler, Pech und unglückliche Schiedsrichterentscheidungen“, sagt er vor der Auswärtspartie seiner eigenen Mannschaft am Sonntagabend (Spielbeginn: 17 Uhr). Seinen Spielerinnen habe er daher mit auf den Weg gegeben, „dass sie das Ergebnis gegen Ketsch ganz schnell vergessen sollen“. Andernfalls könnte die Gefahr bestehen, den Kontrahenten zu unterschätzen.

Selbst gewann die HSG zum Auftakt knapp mit 36:34 gegen den SV Allensbach (wir berichteten). „Das erste Saisonspiel ist ja immer etwas Besonderes und ich muss sagen, dass ich mit der Angriffsleistung schon sehr zufrieden war“, meint Weinheimer rückblickend. „Aber wir müssen stabiler in der Abwehr stehen.“ 34 Gegentore seien zu viel, um dauerhaft positive Ergebnisse zu erzielen. „Unser Anspruch ist es, unter oder maximal 26 Gegentore zu kassieren“, sagte Weinheimer, der voraussichtlich keine Ausfälle kompensieren muss – trotz des einen oder anderen Krankheitsfalls in der Trainingswoche. „Ich gehe aber davon aus, dass alle zumindest im Kader stehen werden.“
So richtig kann der Coach derweil auch nach den ersten Begegnungen noch nicht einschätzen, wo sein Team steht. „Die Liga hat sich extrem gewandelt“, weiß er. Das Duell in der Beilsteiner Langhanshalle dürfte dahingehend weitere Aufschlüsse geben. Allerdings muss sich die SG nach einem großen Umbruch in der Sommerpause erst noch finden. „Sie spielen einen relativ schnellen Handball und setzen in der Offensive auf das Sieben-gegen-sechs. Das müssen wir verteidigt kriegen. Außerdem müssen wir schauen, dass wir die erste und zweite Welle unterbinden“, so Weinheimer, der ergänzt: „Da kommt schon etwas auf uns zu.“

Übrigens: Für all diejenigen, die die Reise am Sonntagnachmittag nicht antreten können, gibt es eine Möglichkeit, die Begegnung trotzdem anzuschauen. Denn das Spiel wird für 3,50 Euro im Livestream auf www.sporteurope.tv übertragen.

www.schwetzinger-zeitung.de

JSG St. Leon/Reilingen – HC MA-Neckarau 21:24 (10:12)

21.09.2025 – 16:30 Uhr | Weibliche A-Jugend Bezirksliga

Zum Saisonauftakt empfing unsere weibliche A-Jugend den HC MA-Neckarau. Nach 60 spannenden Minuten musste sich die JSG knapp mit 21:24 geschlagen geben.

Die Vorzeichen standen nicht optimal: Durch die neue Kooperation mit der SG Nußloch galt es, viele neue Gesichter ins Team zu integrieren, zudem waren die Vorbereitungsbedingungen alles andere als einfach. Dennoch startete die Mannschaft hochmotiviert ins Spiel.

Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. In der ersten Halbzeit hielt die JSG durch eine engagierte Abwehrleistung und starke Aktionen im Angriff sehr gut mit. Vor allem Lisa Seuberth zeigte sich treffsicher und steuerte insgesamt 7 Tore bei. Auch Greta Bühler, Lina Hack und Nola Stadter überzeugten mit jeweils 4 Treffern. Mit nur zwei Toren Rückstand (10:12) ging es in die Kabine.

Im zweiten Durchgang kämpfte die JSG unermüdlich weiter und war mehrfach dicht am Ausgleich dran. Doch immer wieder führten einfache Ballverluste und technische Fehler dazu, dass Neckarau sich behaupten konnte. Die Gäste, die mit lediglich acht Spielerinnen angereist waren, machten es in den entscheidenden Momenten einfach besser. Trotz eines guten Spiels von Maggy Melchior und einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang es der JSG nicht, die Partie zu drehen.

Tore JSG:

Seuberth (7), Bühler (4), Hack (4), Stadter (4), Schweikart (2)

3. Liga Frauen HSG St. Leon/Reilingen – SV Allensbach

Geglückter Saisonauftakt für die St. Leon/Reilingerinnen

Friedrich hält den Sieg der HSG gegen den SV Allensbach 36:34 (16:16) fest

Die Frauen der HSG St. Leon/ Reilingen fanden in den ersten zehn Spielminuten der neuen Drittligasaison nicht ins Spiel. Die Mannschaft um Trainer Daniel Weinheimer lag mit 0:4 und 1:6 gegen die Gäste aus Allensbach zurück, was zu einer frühen Auszeit der Gastgeberinnen führte. Doch auch danach kam Allensbach zu einfach Toren, während die HSG um jeden Treffer kämpfen musste. Nach dem 4:10 folgte ein Drei-Tore-Lauf der Heimmannschaft und die Wurfquote verbesserte sich. Ebenso konnten die technischen Fehler verringert werden und so konnte die HSG mit schönen Toren durch Nicole Weschenfelder, Samira Schulz, Madeleine Hornstein und Annika Rimpf das Halbzeitergebnis auf ein 16:16 stellen.

Nach der Pause kassierte die HSG direkt den ersten Treffer, doch danach ging die Mannschaft durch Treffer von Hornstein und Schulz erstmals selbst in Führung. Durch zwei weitere Rückraumtreffer von Schulz, welche mit acht Toren beste Torschützin des Spiels war, und einem Tor von Nicola Baumann kam es zum Drei-Tore-Vorsprung zum 22:19. Das Weinheimer-Team verpasste es allerdings den Vorsprung zu halten oder gar auszubauen, und verlor an Boden. Beim 25:25 kam es zur Wende, denn zwei Zeitstrafen für die Gastgeberinnen ermöglichten es den Allensbacherinnen auf ein 33:31 davon zu ziehen. Die Fehlerquote der HSG nahm in dieser Phase wieder zu und vor dem gegnerischen Tor wurden erneut zu viele Chancen liegengelassen. Nach dem Anschlusstreffer erhielten auch die Gäste eine Zwei-Minuten-Strafe, die durch Rimpf per Siebenmeter zum Ausgleich genutzt wurde. Zwei weitere Treffer von Rimpf und Schulz, ließen den Ausgleich vom SVA sofort wieder gleichgültig wirken. Den entscheidenden Ball hielt Torfrau Melina Friedrich, die während der gesamten Spielzeit mit 14 Paraden glänzte, fest. 16 Sekunden vor Schlusspfiff spielten die St. Leon/Reilingerinnen nochmals Nicole Weschenfelder an, welche mit einem sehenswerten Tor das Ergebnis zum 36:34 stellte. Trainer Daniel Weinheimer sagte nach dem Spiel:“ Bis zur siebten Minute waren wir gefühlt nicht anwesend. Das lag sicherlich an der Tatsache, dass es der erste Spieltag war und jede Spielerin Angst hatte, Fehler zu machen, aber wer dieses Team kennt, weiß, dass es niemals aufgibt. Danach haben wir uns gefangen, kamen besser ins Spiel und haben in der Abwehr besser gedeckt. Dazu Torhüterparaden, vorne erfolgreichere Torabschlüsse. Nach der Halbzeit war es sicherlich ein Spiel auf Augenhöhe. Leider kamen dann wieder Unkonzentriertheiten dazu… Am Ende hat der Wille meiner Mannschaft entschieden. Ganz großes Lob an die Mädels, die wirklich niemals aufgeben, das hat sich heute ausgezahlt. Seit Jahren der erste Auftaktsieg, jedenfalls seit ich da bin. Das macht Lust auf mehr!“

HSG: Friedrich, Dörr, N. Weschenfelder (4), Köhler, Nussbaumer (2), Hofmann, Haupt (1), Hornstein (7), Pahl (3), C. Weschenfelder (1), Schulz (8), Stegmüller, Schieszl, Baumann (4), Rimpf (6/2)

Das nächste Spiel steht für die HSG erst am Sonntag, 28. September, an. An diesem Tag gastiert das Weinheimer-Team um 17 Uhr bei der SG Schozach-Bottwartal.

„Entwicklungspotenzial deutlich erkennbar“

Rückraum-Spielerin Leonie Scholl im Interview

Samstag, 14. September, 16 Uhr: Die HSG St. Leon/Reilingen startet an diesem Tag mit einem Heimspiel in die neue Drittliga-Saison. Zu Besuch im St. Leoner Harres ist – kurios! – derselbe Gegner wie bereits am ersten Spieltag der Saison 2024/2025 – der SV Allensbach. 

Wer könnte besser einen kleinen Ausblick auf den Sportverein geben, als Nummer 6, Leonie Scholl? Immerhin war die Rückraum-Spielerin drei Jahre für den SV auf der Platte.

Stichwort Allensbach…

Allensbach ist, wie im vergangenen Jahr, unser erster Saisongegner. Zu Allensbach habe ich eine persönliche Verbindung, da ich während meines Studiums drei Jahre dort gespielt habe.

Wie unterscheiden sich der SV und die HSG in Deinen Augen?

Wir sind eine erfahrene Mannschaft, die schon viele Jahre zusammenspielt. Allensbach setzt auf Talente, die ihre ersten Erfahrungen im Frauenbereich sammeln.

26:33 – Was sagt Dir das?

Das Ergebnis vom Saisonauftakt vergangene Saison. Wir haben diese Saison die Möglichkeit auf eine Wiedergutmachung.

Blick voraus: Was erwartest Du von Allensbach?

Allensbach wird probieren, eine stabile Abwehr zu stellen und daraus ins Tempospiel zu gelangen. Sie werden über die gesamte Spieldauer ihre Schnelligkeit einsetzen und zu keinem Zeitpunkt nachlassen. Allensbach wird immer wieder versuchen, die Linksaußen in eine gute Wurfsituation zu bringen.

Wie kann Deine aktuelle gegen Deine ehemalige Mannschaft bestehen?

Gegen Allensbach wird das Rückzugsverhalten essenziell sein. Wenn es uns gelingt, das Tempospiel zu unterbinden und klare Torchancen zu erspielen, werden wir den ersten Saisonsieg feiern.

Blick zurück: Wie lief für Dich die Vorbereitung?

Für mich startete die Vorbereitung aufgrund eines Urlaubs ein wenig später als für meine Mitspielerinnen. In der Vorbereitung selbst probierten wir verschiedene Konstellationen aus, die für mich neue Herausforderungen bedeuteten. Das Entwicklungspotenzial war deutlich erkennbar. Umso schöner ist es, nun zu sehen, dass die Trainingseinheiten Wirkung zeigen.

Spielbericht: Bezirksoberliga weibliche B-Jugend: Handball Wölfe Plankstadt – JSG St. Leon/Reilingen (25:32) 

Verdienter Auswärtssieg für die JSG St. Leon/Reilingen in Plankstadt

Am Samstag, den 01.02.2025, sicherte sich die weibliche B-Jugend der JSG St. Leon/Reilingen einen verdienten 32:25-Auswärtssieg gegen die Wölfe Plankstadt in der Bezirksoberliga.

Von Beginn an zeigte die JSG eine starke Kollektivleistung, insbesondere in der offensiven Abwehr, aus der viele Ballgewinne resultierten. Bereits zur Halbzeit führte die Mannschaft mit 20:17. Im Angriff übernahm Dzhenifar Mihaylova eine entscheidende Rolle und war mit insgesamt 13 Treffern die erfolgreichste Schützin der Partie. Die Spielleitung über den Einläufer erwies sich als wirkungsvolles Mittel, um die gegnerische Defensive zu knacken.

Auch in der Defensive konnte sich die JSG auf eine starke Leistung verlassen. Torhüterin Maggy glänzte mit mehreren Paraden, darunter zwei gehaltene Siebenmeter.

Das Trainerteam Hühn und Pahl zeigte sich nach dem Spiel hochzufrieden mit der geschlossenen Mannschaftsleistung und dem verdienten Sieg.

Für die JSG spielten: 

Lisa Seuberth (7), Dzhenifar Mihaylova (13), Lilly Hermann (1), Melina Melchior, Greta Bühler (5), Maggy Melchior, Marie Hergert, Josefine Große (2), Kim Happel (4), Emma Zscherpel