Punktgewinn oder Punktverlust?HSG St.Leon/Reilingen : TuS Schutterwald 33:33

Schutterwald feierte den Punktgewinn, während die HSG-Spielerinnen enttäuscht wirkten. Dabei mussten sie das gar nicht sein: Nach einer schwachen ersten Halbzeit zeigte die Mannschaft von Trainer Daniel Weinheim eine deutliche Leistungssteigerung und erkämpfte sich gegen den Tabellennachbarn TuS Schutterwald ein 33:33-Unentschieden. Zur Pause hatte die HSG noch mit 14:19 zurückgelegen.

„Alles in allem ist das Unentschieden verdient, wenn man beide Halbzeiten“, meinte Madeleine Hornstein, die gemeinsam mit Jana Pahl beste HSG-Werferin mit sieben Treffern war. „Wir haben das Spiel definitiv in der ersten Halbzeit verloren. Wir hatten lange Zeit keinen Zugang, der Abwehrverbund war nicht vorhanden, wir bekamen Quennet nicht in den Griff, bekamen einfache Gegentor. Und vorne waren unsere eigenen Aktionen zu halbherzig.“


Das 1:3 von Annika Rimpf war der erste HSG-Treffer im Harres, in dem sich die Gäste als der erwartet schwere Gegner herausstellten. Zu Beginn startet die HSG mit einigen technischen Fehlern im Angriff und in der Abwehr waren die Rückraumspielerinnen der TuS kaum zu halten.
Erstes kleines Highlight war ein Tempogenstoß der St. Leon/Reilingerinnen, den Jana Pahl sehenswert zum 2:4 abschloss.
Bereits nach acht Minuten hatte die HSG fünf technische Fehler auf dem Konto. Bis zur Pause summierten sich diese Ballverluste auf 16, während der TuS mit elf Fehlern deutlich stabiler agierte.


Die Begegnung verlief äußerst wechselhaft. Mehrfach kämpfte sich die HSG heran, verpasste jedoch den Ausgleich und geriet anschließend erneut in Rückstand. Beim 8:7 übernahm das Team kurzzeitig die Führung, kassierte danach jedoch vier Gegentreffer in Folge. Nach einem Ballverlust der Gäste bot sich die Chance zum Anschluss, doch die HSG nutzte sie nicht, stattdessen gab es im Gegenzug einen Siebenmeter, der zum 8:11 führte.

Leonie Scholl sorgte für den zehnten HSG-Treffer, gegen eine Abwehr, die über weite Strecken in der ersten Halbzeit kaum zu überwinden war. Die Weinheim-Schützlinge mussten sich jedes Tor hart erarbeiten. In Unterzahl fing sich die HSG zwei weitere Gegentreffer und stand kurz davor, mit sieben Toren Rückstand in die Kabine zu gehen. Doch Samira Schulz verwandelte sicher vom Punkt, und Madeleine Hornstein setzte mit einem schönen Wurf zum 14:19 den Schlusspunkt der ersten Hälfte

 

Nach der Pause zeigte sich die HSG von einer komplett anderen Seite. Nicht nur die Aufstellung mit 4 schnellen Rückraumspielerinnen, sondern auch der Rückhalt von der Bank überzeugte das Publikum. Theresa 

Mit Köhlers Treffer zum 16:19 meldete sich die HSG eindrucksvoll in der zweiten Hälfte zurück, doch Quennetsorgte beim 21:16 rasch wieder für klare Verhältnisse. Schulz (zwei Siebenmeter) und Hornstein von außen brachten ihr Team auf drei Tore heran. Diesen Abstand verteidigte der TuS jedoch konsequent, auch wenn Lisa Haupt, Jana Pahl und Leonie Scholl mit energischen Durchbrüchen immer wieder Akzente setzten.

Vier vergebene Siebenmeter kosteten die HSG wertvolle Treffer, daher stand es nach 43 Minuten weiterhin 22:25. Auch im Tor fehlte die Konstanz: Melina Friedrich und Vanessa Dörr konnten nur phasenweise eingreifen. Friedrich, zu Beginn und in der Schlussphase im Einsatz, parierte zwei Siebenmeter und leitete die Aufholjagd ein. Was die Drittliga-Handballerinnen laut Trainer Daniel Weinheimer besonders auszeichnet, kam auch diesmal zum Tragen: Sie gaben nicht auf. In Überzahl traf Jana Pahl zweimal nach langem Pass ins leere Tor zum 25:27 und 26:27.

 

Friedrich parierte stark im Gegenstoß, Köhler stellte den Ausgleich her, doch die HSG fiel wieder auf 28:30 zurück. Hornstein traf, Nussbaumer blockte, und Scholl glich unter höchstem Druck und trotz doppelter Bewachung aus. Die Schlussphase war reines Nervenflattern: Hornstein und Haupt sorgten 73 Sekunden vor dem Ende für das 32:31, der TuS schlug postwendend zurück. Dann traf Lisa Haupt 16 Sekunden vor Schluss zum 33:32, doch Schutterwaldantwortete acht Sekunden später eiskalt. Der letzte HSG-Angriff blieb ohne Erfolg.

Hornsteins Fazit fiel trotz des verpassten Sieges positiv aus:„In der zweiten Halbzeit haben wir uns deutlich besser präsentiert, mit klareren Aktionen im Angriff. Die Rückraumspielerinnen übernahmen Verantwortung und setzen wichtige Impulse.“ Auch die taktische Umstellung habe Wirkung gezeigt, ergänzte Jana Pahl: „Mit vier Rückraumspielerinnen waren auch Würfe von Rechtsaußen wieder möglich. Eigentlich hätten wir die zwei Punkte holen müssen, aber nach dem Spielverlauf ist das Unentschieden durchaus glücklich.“
Noch Verbesserungsbedarf sieht sie in der Defensive: „Der Abwehrverbund und das Zusammenspiel mit den Torhüterinnen müssen stabiler werden, daran werden wir weiter arbeiten.“

Durch die Punkteteilung bleibt die HSG St. Leon/Reilingen(5:9 Punkte) weiterhin knapp vor dem TuS Schutterwald(3:13), vergrößert aber den Vorsprung auf den HCD Gröbenzell (2:14). Punktgleich mit der SG Schozach-Bottwartal belegt die Mannschaft aktuell Rang zehn. Mit einem Sieg am kommenden Samstag, 15. November, beim TSV Ismaning (7:9) könnte das Team zu Ismaning und dem HC Erlangen (7:7) aufschließen und zugleich den TSV Haunstetten (6:8) überholen. Anwurf ist um 20 Uhr in der Ismaninger Isarena. Ein Fanbus fährt am 15.11 um 13:45 Uhrvom SG Vereinsheim. Fahr mit und unterstütze die Mannschaft lautstark. Anmedlung bei Jana Pahl (Jana@pahl-web.de)
Danach warten bis Jahresende zwei deutlich schwerere Aufgaben: Am Sonntag, 23. November, um 16 Uhr empfängt die HSG Spitzenreiter TSV Wolfschlugen im Harres, ehe es am Samstag, 6. Dezember, um 19 Uhr zum Derby gegen die zweitplatzierten Kurpfalz-Bären in die Ketscher Neurotthallegeht.

HSG: Dörr, Friedrich – N. Weschenfelder, Nussbaumer, Scholl (4), Hofmann (1), Haupt (3), Hornstein (7), Köhler (4), Pahl (7), C. Weschenfelder, Schulz (3/3), Stegmüller, Schieszl, Baumann (1), Rimpf (3)

„Wir arbeiten gut, wir sind fokussiert“

Lena Nussbaumer im Interview: Bekannte Gesichter beim TuS Schutterwald

Am Sonntag, 9. November, empfangen die HSG-Drittliga-Handballerinnen den Tabellenvorletzten TuS Schutterwald zum nächsten Kellerduell. Anwurf im Harres ist um 16 Uhr, lautstarke Unterstützung willkommen…
Wer am Kreis einmal mehr für Stress bei den Gegnerinnen sorgen soll, ist unsere Nummer 5: Lena Nussbaumer. Sie blickt auf den kommenden Kontrahenten, warnt und verrät, wie Schutterwald zu schlagen ist.

Wie schätzt Du Schutterwald ein?
Da fallen mir sofort mehrere Namen ein, die man definitiv nicht unterschätzen darf. Angefangen mit Nadine Czok, Selina Margull, Nadja Kaufmann und Vivienne Quennet – alles Spielerinnen, die enorm viel Qualität, Erfahrung und eine richtig gute Grundausbildung mitbringen. Besonders Kaufmann und Quennet gehören zu den zuverlässigsten Torschützinnen des TuS.

Und die Chancen auf einen Sieg?
Auch wenn Schutterwald momentan als Vorletzter auf Rang 11 steht, sagt die Tabelle für mich nur wenig über ihre tatsächliche Stärke aus. Handballerisch können sie richtig viel und individuell sind sie stark besetzt. Besonders hervorzuheben sind wie bereits gesagt Selina Margull, die mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Europameisterin wurde, sowie Nadine Czok, die bereits in der 2. Liga gespielt hat, ins DHB-Allstar-Team berufen wurde und in manchen Jahren Torschützenkönigin ihrer Liga war. Solche Spielerinnen können ein Spiel jederzeit entscheidend beeinflussen.

Auf was wird es am Sonntagnachmittag ankommen?
Schutterwald hat definitiv das Können und die individuelle Klasse, um jedem Gegner Probleme zu bereiten. Wir müssen komplett wach sein, denn sobald wir auch nur eine Sekunde unaufmerksam sind, bestrafen sie das sofort – das weiß ich auch aus eigener Erfahrung, weil ich mit einigen von ihnen früher in der Jugend oder in Freiburg zusammengespielt habe. Ich kenne ihre Stärken und ihre Mentalität, und genau deshalb weiß ich: Wir können sie schlagen, aber nur, wenn wir von Anfang bis Ende voll da sind. Angst müssen wir aber definitiv keine haben. Jeder Gegner in dieser Liga ist schlagbar, auch Schutterwald. Nach dem Spiel gegen Friesenheim, in dem ein Sieg absolut möglich gewesen wäre, ist es umso wichtiger, dass wir zeigen, was wirklich in uns steckt. Ich bin überzeugt, dass wir unsere Leistung aufs Parkett bringen werden.

Wie sieht die Vorbereitung auf das Spiel aus?
Wir arbeiten gut, wir sind fokussiert – und wir wollen das Spiel gegen den TuS unbedingt gewinnen. Wenn wir das abrufen, was wir können, wird es ein spannendes Spiel werden, das am Ende positiv für uns ausgeht.

3. Liga Frauen HSG St. Leon/Reilingen – TuS Schutterwald, Vorbericht

„Konzentriert und diszipliniert agieren“, so lautet die Devise

Vier-Punkte-Heimspiel gegen Schutterwald

In der Tabelle der 3. Handball-Liga der Frauen geht es ziemlich eng zu. Zwischen dem Letztplatzierten, HCD Gröbenzell (2:12 Punkte) und der auf Platz sieben stehenden SG Schozach-Bottwartal (5:7) liegen lediglich drei Punkte.

Am vergangenen Wochenende rückte alles noch näher zusammen durch den 34:31-Sieg der Gröbenzellerinnen gegen den Tabellenfünften Kappelwindeck/Steinbach, der zum wiederholten Male zeigte, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann.

„Unser Heimspiel gegen Schutterwald hat für beide Mannschaften große Bedeutung. Bei der aktuellen Tabellensituation zählt jeder Punkt, um sich etwas Luft zu verschaffen“, betont HSG-Trainer Daniel Weinheimer vor der anstehenden Partie gegen den TuS Schutterwald am Sonntag, 9. November, 16 Uhr, im Harres Sport- und Kulturzentrum in St. Leon-Rot. „Schutterwald darf man auf keinen Fall unterschätzen. Sie haben zuletzt gegen die Kurpfalz-Bären eine sehr starke Leistung gezeigt und am Ende nur knapp mit einem Tor verloren“, so Weinheimer weiter. 

Zusätzlich zu erwähnen ist, dass sich bei Schutterwald alle Feldspielerinnen in die Torschützenliste gegen Schozach-Bottwartal eintragen konnte, was von einer hohen Flexibilität und Treffsicherheit zeugt. Dies sollten die HSGlerinnen möglichst unterbinden, zudem nicht wie gegen Friesenheim zehn Minuten lang ohne Treffer bleiben. „Von Beginn an müssen wir konzentriert und diszipliniert agieren“, so Weinheimer abschließend.

Die Mannschaft der St. Leon/Reilingerinnen hofft auf lautstarke Unterstützung von den Rängen bei der bevorstehenden Partie.

3. Liga Frauen TSG Friesenheim – HSG St. Leon/Reilingen

Zehn Minuten Torflaute bei der HSG

Drittliga-Frauen St. Leon/Reilingen verlieren 28:34 (15:13) in Friesenheim

Das Auswärtsspiel der Drittliga-Frauen der HSG St. Leon/Reilingen im TSG-Sportzentrum gegen die hochgehandelten Eulen sah nach einem 0:3-Rückstand zu Beginn sehr gut aus: Lisa Haupt brachte die Gäste in der 24. Spielminute mit 13:12 in Führung, Madeleine Hornstein und Leonie Scholl erzielten danach noch Treffer zum 15:12. Nur die starke TSGlerin Rebecca Brecht, mit neun Toren erfolgreichste Schützin der Partie, schmälerte das Halbzeitergebnis durch einen Siebenmeter zum 13:15.

Bis zur 35. Minute hielt die HSG einen Drei-Tore-Vorsprung, stellte sogar durch Annika Rimpf auf ein 19:15. Doch dann kam der Einbruch. Innerhalb von zehn Minuten drehten die Gastgeberinnen das komplette Spiel, indem sie Null Treffer zuließen und im Gegenzug elf Treffer verwandelten. Die HSGlerinnen gaben sich jedoch nach der 0:11-Phase nicht geschlagen: durch Nicola Baumann und Scholl schafften sie es bis zur 55. Minute nochmals auf 25:29 heran, mehr war allerdings nicht möglich. Die Aufholjagd wurde durch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Cathrin Hofmann unterbrochen. Am Ende ist klar, man kann sich eine zehnminütige Torflaute in dieser Liga einfach nicht leisten. 

HSG: Friedrich, Dörr, Lang – N. Weschenfelder (2), Nussbaumer, Scholl (4), Hofmann (3), Haupt (4), Hornstein (4), Pahl (1), C. Weschenfelder (1), Schulz (4), Stegmüller, Schieszl, Baumann (1), Rimpf (4/3)

Die nächste Partie findet am Sonntag, 9. November, gegen die TuS Schutterwald statt. Anwurf gegen den Tabellenvorletzten (2:12 Punkte) ist um 16 Uhr im Harres Sort- und Kulturzentrum in St. Leon-Rot. Durch einen Sieg könnte die HSG sich ein wenig von Schutterwald absetzen.

„Keine Geschenke verteilen“

In der 3. Liga steht das Gastspiel bei Friesenheim an

„Auch wenn ich es nicht gerne sage, aber Friesenheim ist Favorit“, so Cheftrainer Daniel Weinheimer im Vorfeld der Partie seiner HSG-Drittliga-Handballerinnen im Ludwigshafener TSG-Sportzentrum am Samstagabend, 1. November, 20 Uhr. „Sie haben gegen den Tabellenführer und Zweitplatzierten verloren, ansonsten aber alles gewonnen – teils sehr hoch!“
Weinheimer hat viel Lob für den anstehenden Gegner der HSG: „Sie spielen ligaweit wahrschneinlich den schnellsten und ballsichersten Handball im Angriff. Zudem haben sie mit Rebecca Brecht die als Gesamtpaket wohl beste RM der 3. Liga. Sie spielen viel und auch sehr gut über den Kreis. Und sie haben eine flexible, unangenehme und bewegliche Abwehr mit zwei starken Torhüterinnen dahinter.“
In der Tat steht Friesenheim mit 8:4 Punkten lediglich hinter dem TSV Wolfschlugen (10:2 Punkte) und den Kurpfalz-Bären (8:2) aktuell eindrucksvoll auf Platz drei. Bären-Coach Sascha Kuhn hatte vor dem 30:27-Erfolg seiner Ketscherinnen über die TSG gegenüber der „Schwetzinger Zeitung“ bereits von einer „brutalen Entwicklung“ gesprochen, die das Team genommen habe.
Zuletzt hatte die HSG St. Leon/Reilingen aber auch selbst wieder gewonnen – 24:22 in Gröbenzell – und damit zwei weitere Punkte zwischen sich und den Tabellenletzten gebracht. Schon bei der knappen 34:37-Niederlage gegen den HC Erlangen hatten sich die Mannschaft von Daniel Weinheimer gegenüber den hohen Pleiten gegen Schozach-Bottwartal und die SG Kappelwindeck/Steinbach deutlich gesteigert.
„Es war das erwartet schwere Spiel“, blickt Weinheimer auf den Zwei-Tore-Sieg beim HCD Gröbenzell zurück. „Schön war es bestimmt auch nicht, aber wir wussten, dass wir geduldig bleiben müssen und haben eine stabile Abwehr gestellt. Das haben die Mädels wirklich sehr gut gemacht.“
Eine weitere Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche scheint aber vonnöten, um in Ludwigshafen Zählbares zu erspielen. „Wir fahren nicht zur TSG, um Geschenke zu verteilen, sondern werden wieder alles reinhauen, um auch gegen Friesenheim zu punkten“, gibt sich der Cheftrainer auf jeden Fall kämpferisch.
Ein oder sogar zwei Zähler wären aufgrund der engen Tabellenkonstellation sehr hilfreich: Mit 4:6 Punkten rangiert die HSG derzeit auf Platz neun. Schozach-Botwartal (3:7) und Schutterwald (2:10) befinden sich in Reichweite, Letzter ist Gröbenzell mit 0:12 Zählern.

„Haben noch eine Rechnung offen“

Nicole Weschenfelder vor dem Gastspiel in Friesenheim

Wenn die HSG-Handballerinnen in der 3. Liga am Samstagabend, 20 Uhr, bei der TSG Friesenheim gastieren, kommt es im Ludwigshafener TSG-Sportzentrum zum Wiedersehen mit bekannten Gesichtern.

Warum die HSG noch eine Rechnung mit der TSG offen hat und was sie selbst dazu beisteuern möchte, nach dem Sieg in Gröbenzell in der Vorwoche auch in Ludwigshafen am Ende Zählbares auf dem Konto zu haben, verrät dieses Mal Nicole Weschenfelder im Interview.

Stichwort Friesenheim…
… ist ein bekannter Gegner aus der vergangenen Saison. Damals haben wir beide Spiele verloren – also noch eine Rechnung offen. Vor allem wegen des Rückspiels, das wir am Ende unglücklich verloren haben.

Wie hast Du die TSG bisher erlebt?
⁠Friesenheim punktet vor allem über das Tempo und Spielmacherin Rebecca Brecht, die sich und ihre Mitspielerinnen gut in Szene setzt und freie Chancen herausspielt.

Wie schätzt Du die Chancen gegen Friesenheim ein?
⁠Friesenheim hat schon einige Punkte gesammelt, es wird also nicht einfach. Wir brauchen Zugriff in der Abwehr und müssen vor allem die vielen Wechsel im Rückraum und das schnelle Anspiel konsequent unterbinden. Vorne müssen wir den Ball laufen lassen und sichere Pässe spielen sowie mit Überzeugung zum Tor gehen. Die ⁠Abwehr von Friesenheim kann man, wenn man oben genannte Punkte beachtet, aber gut bespielen. ⁠wichtig wird vor allem der Rückzug und die Abwehr – damit man Friesenheim nicht durch schnelle Tore wegziehen lässt und das Spiel frühzeitig aus der Hand gibt. Man hat vergangene Saison gesehen, dass es Spiele auf Augenhöhe sind und dieses Jahr müssen wir uns die Punkte holen…

Was kannst Du selbst dazu beitragen?
Ich kann im Spiel vor allem durch meine Erfahrung und mein gutes Verständnis für die Situation das Team stärken. Da ich vor einigen Jahren selbst in Friesenheim gespielt habe und viele der aktuellen Spielerinnen bereits kenne, weiß ich genau, wie sie spielen und welche Stärken sie haben. Dieses Wissen kann ich selbst nutzen und meinen Mitspielerinnen gezielt Tipps geben. In der Abwehr möchte ich vor allem mit einem guten Stellungsspiel und Schnelligkeit im Rückzug helfen, die Mannschaft defensiv zu stabilisieren. Im Angriff liegt mein Fokus darauf, technische Fehler zu vermeiden und mit einem klaren Zug zum Tor gefährlich zu werden.

3. Liga Frauen HCD Gröbenzell – HSG St. Leon/Reilingen

Auswärtssieg für St. Leon/Reilingen nach Geduldsspiel

22:24 (11:12) – Erfolg in hart umkämpfter Partie

In einem spannenden, über lange Zeit ausgeglichenen Auswärtsspiel konnten die 3. Liga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen einen wichtigen 22:24 Sieg beim HCD Gröbenzell einfahren.

Dank einer disziplinierten Mannschaftsleistung gelang es den HSGlerinnen immer wieder, die Gastgeberinnen zu technischen Fehlern zu zwingen. Durch kluge Absprachen und einer guten Umsetzung der taktischen Vorgaben, die das Trainerteam Daniel Weinheimer und Steffen Wacker im Vorfeld ausgearbeitet hatte, blieb die Partie fast komplett in der Hand der Gäste. Die Rückraummittespielerinnen sorgten mit Ruhe und gutem Überblick dafür, dass der Spielfluss gut gehalten werden konnte. Nicole Weschenfelder konnte im Angriff das Besprochene erfolgreich umsetzen und trug mit insgesamt sechs Treffern dazu bei, dass die Mannschaft ihre Linie beibehielt. Vanessa Dörr zeigte im Tor eine hervorragende Leistung und gab damit dem Team einen sicheren Rückhalt.

In der Endphase schlichen sich kleinere Nachlässigkeiten ein, wodurch die Heimmannschaft noch einmal aufschließen konnte. Trotz allem blieben die St. Leon/Reilingerinnenfokussiert, spielten die Schlussminuten konzentriert herunter und sicherten sich den verdienten Sieg. Nach der Begegnung brachte es Jana Pahl treffend auf den Punkt: “ Es war ein 4-Punkte-Spiel – ein sehr wichtiger Sieg für uns. Es liegt noch ein hartes Stück Arbeit vor uns, um diese Leistung konstant beizubehalten, doch abschließend war es ein starker Auftritt, der zeigt, dass Geduld, Disziplin und Teamgeist der Schlüssel zum Erfolg sind.“

HSG: Friedrich, Dörr, Lang, N. Weschenfelder (6), Nussbaumer (1), Scholl (3), Hofmann, Haupt, Hornstein (3),Pahl (1), C. Weschenfelder (3), Schulz (1/1), Stegmüller,Schieszl, Baumann (2), Rimpf (4/4)

Das nächste Spiel für die HSG findet am Samstag, 1. November, statt. Das Derby gegen die TSG Friesenheim, welche aktuell den dritten Tabellenplatz belegt, wird um 20 Uhr im TSG Sportzentrum (Ludwigshafen) angepfiffen.

INTERVIEW NICOLA BAUMANN

„Uns erwartet ein Spiel auf Augenhöhe“
Nummer 93, Nicola Baumann, im Interview


24:20 Punkte und Platz sechs in der vergangenen Saison, aktuell mit 0:10 Zählern Schlusslicht. Der HCD Gröbenzell dürfte weit hinter seinen Erwartungen zurück in die Spielzeit gestartet sein… Jetzt kommt es am Samstag, 25. Oktober, 18 Uhr, in der Gröbenzeller Wildmooshalle zum Kellerduell mit den Drittliga-Frauen der HSG, die nach ihrem eindrucksvollen 36:34-Sieg gegen Allensbach drei Niederlagen in Folge hinnehmen mussten.
Mit dabei ist auch unsere Nummer 93, Nicola Baumann. Wie sie den Gastgeber in der vergangenen Saison erlebt hat, was sie vom 25. Oktober erwartet und was nach der Partie noch passiert, verrät sie im Interview.

Stichwort Gröbenzell…
Gröbenzell ist kein unbekanntes Gesicht – Wir kennen uns gut aus der vergangenen Saison.
Wie sieht es mit Deinen Erinnerung an das Auswärtsspiel 2024/2025 aus?
Das Spiel ging damals leider deutlich verloren. Danach wurde trotzdem in München ausgiebig gefeiert – auch dieses Mal bleiben wir über Nacht dort und wollen das Nachtleben in Bayern unsicher machen.


Gleiches gilt für den Saisonabschluss, oder?
Ja, im letzten Heimspiel der vergangenen Saison haben wir als Team mit einem Sieg den Klassenerhalt aus eigener Kraft gesichert – Das war ein emotionaler Moment und eines unserer besten Spiele.


Wie hast Du Gröbenzell vergangene Saison erlebt?
Der HCD hat in der oberen Tabellenhälfte mitgespielt, insgesamt mit einer sehr starken Saisonleistung.


Und die aktuelle Form?
Der Saisonstart verlief für Gröbenzell etwas holprig, ihre Ergebnisse blieben bisher hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem: Die Qualität im Kader ist unbestritten.


Was erwartet euch am Samstag?
Gröbenzell ist eine schnelle, laufstarke Mannschaft mit gefährlichem Umschaltspiel. Technisch sind sie gut ausgebildet und agieren oft mit hohem Tempo und viel Intensität. Gröbenzell darf trotz des schwierigen Starts auf keinen Fall unterschätzt werden. Wir müssen daher unsere eigenen Stärken auf das Parkett bringen, zusammenhalten und eine stabile Abwehr stellen. Zwei Punkte sind Pflicht! Ich denke, es wird ein intensives und spannendes Spiel auf Augenhöhe.

JSG St. Leon/Reilingen – TSG Germania Dossenheim 27:25 (13:12)

Rhein-Neckar – Weibliche A-Jugend Bezirksliga

Sonntag, 12.10.2025, 13:15 Uhr – Sportzentrum Harres (St. Leon-Rot)

Die weibliche A-Jugend der JSG St. Leon/Reilingen sicherte sich am Sonntag mit einer starken Mannschaftsleistung den ersten Heimsieg der Saison. In einem spannenden und ausgeglichenen Spiel gegen die TSG Germania Dossenheim behielt das Team von Michael Hühn, Emilia Kocher und Kim Happel am Ende mit 27:25 knapp, aber verdient die Oberhand.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Beide Teams schenkten sich nichts, und insbesondere in der ersten Halbzeit wechselte die Führung mehrfach. Die JSG überzeugte mit einer kompakten Abwehr und starkem Tempospiel über die Außen. Zur Pause lag man knapp mit 13:12 vorn.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Team durch konzentrierte Abschlüsse und eine geschlossene Defensivarbeit zwischenzeitlich auf vier Tore ab. Doch Dossenheim gab nicht auf und kam in der Schlussphase noch einmal gefährlich nahe. Dank starker Paraden und einer treffsicheren Lisa Olinger (9 Tore) behielt die JSG jedoch die Nerven und brachte den Sieg verdient über die Zeit.

Besonders hervorzuheben ist die ausgeglichene Mannschaftsleistung: Neben Olinger trafen auch Lisa Seuberth (8) und Greta Bühler sowie Lina Hack (je 3) mehrfach ins gegnerische Netz.

Mit dem 27:25-Erfolg feiert die JSG St. Leon/Reilingen ihren ersten Saisonsieg in der Bezirksliga und zeigt, dass das Team spielerisch und kämpferisch auf dem richtigen Weg ist.

Torschützen:

Lisa Olinger (9), Lisa Seuberth (8), Greta Bühler (3), Lina Hack (3), Miriam Schweikart (2), Helena Große (1), Josefin Große (1)

Offizielle:

Michael Hühn, Emilia Kocher, Kim Happel

3. Liga Frauen HSG St. Leon/Reilingen –HC Erlangen

Erneut zu viele Gegentore – HSG-Damen unterliegen HC Erlangen mit 34:37 (19:20) 

„Wir schießen wieder mit einigen technischen Fehlern und nicht einmal einem durchweg guten Angriff 34 Tore, womit man zu Hause doch eigentlich als Sieger hervorgehen sollte, aber vergeigen dafür komplett unsere Abwehr.“ Samira Schulz war nach der bitteren Niederlage gegen den HC Erlangen bedient. „In der Abwehr gab es keinen Zusammenhalt, kein Aushelfen und viel zu viele verlorene Eins-gegen-eins-Situationen, die uns am Ende den Zahn gezogen haben. Klassische Spielsituation: Wir lassen eine Gegnerin mehrmals von Rückraum links ungehindert bis auf die andere Seite laufen und dort frei zum Wurf kommen“, so Schulz weiter. 

Die Drittliga-Partie begann recht temporeich: 3:3 stand es nach etwas mehr als zwei Minuten. Beim Stand von 5:5 setzte es die erste Zwei-Minuten-Strafe, während der sich die Gastgeberinnen zwei Gegentreffe einfingen. Beim 5:9 zog Daniel Weinheimer die Grüne Karte, denn es wollte weder in der Abwehr noch im Angriff irgendetwas funktionieren. „Unsere Abwehr war insgesamt viel zu inkonsequent“, sagte Vanessa Dörr, die das Tor der HSG ab Mitte der ersten Hälfte hütete. „Dem Gegner wurden viele einfache Treffer ermöglicht, während wir uns im Angriff jedes Tor hart erarbeiteten“, so Dörr ergänzend. Die Auszeit von Weinheimer zeigte nur wenig positive Wirkung. Nicola Baumann und Jana Pahl trafen sehenswert, die St. Leon/Reilingerinnen fingen sich aber auch Treffer zum 7:11 ein. Melina Friedrichs Traumpass auf Celina Weschenfelder, die nach Spielende mit neun Toren erfolgreichste HSGlerin war, ermöglichte das 9:11, eine kurze doppelte Überzahl wussten die Gastgeberinnen jedoch kaum zu nutzen. Die Mannschaft fiel dann sogar auf 13:18 zurück, um schließlich die stärkste Phase der Partie zu spielen: C. Weschenfelder läutete beim Stand von 14:20 eine eindrucksvolle Serie ein. Ihr Wurf über den Kopf der Torfrau war der erste von fünf Treffern in Folge, die die HSG bis zur Pause auf ein Tor heranbrachte. Der 19. Treffer gelang Madeleine Hornstein durch einen sehenswerten Konter zum Halbzeitstand von 19:20.

„In die zweite Hälfte sind wir deutlich besser gestartet“, empfand Dörr. „Und wir haben auch nach einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand in der 46. Minute nicht aufgegeben“. 

Schulz warf den Ausgleich zum 21:21 und Dörr hielt – einmal mit fünf Paraden hintereinander – den Spielstand, denn im Angriff unterliefen St. Leon/Reilingen wie in den ersten 30 Minuten zu viele Fehler, um die herausragende Leistung ihrer Torhüterin, die es auf insgesamt 17 Paraden (!) brachte, nutzen zu können. Leonie Scholl brachte die HSG beim 23:22 nochmal sin Führung, bevor Schulz einen Strafwurf vergab und die Gäste im Gegenzug dreimal in Folge trafen. Die Fehler aufseiten St. Leon/Reilingen mehrten sich nun zunehmend, was dazu führte, dass Weinheimer beim 23:26 die nächste Auszeit nahm. Dieses Mal zeigte sie Wirkung: durch Lena Nussbaumer und ein schöner Tempogegenstoß von C. Weschenfelder stand es nur noch 27:28. In der 51. Minute hatte die HSG ausgeglichen und Nicole Weschenfelder sich für den vorherigen Anschlusstreffer durch die halbe Abwehr der Gäste gekämpft. Doch dann agierten die Gastgeberinnen „zu unentschlossen und teilweise auch zu unclever“, wie es Dörr ausdrückte. Über ein 31:33, holten sie in der 59. Minute nochmals bis auf 34:35 auf, verloren dann den Ball unglücklich, und konnte gegen das wieder zu hoch ausfallende Endergebnis von 34:37 nichts mehr tun. „So konnten wir heute keine Punkte holen. Im nächsten Spiel in Gröbenzell müssen wir es besser machen – da zählen nur zwei Punkte“, schloss Dörr ihre Ausführungen ab. 

Das Auswärtsspiel der HSG St. Leon/Reilingen wird am Samstag, 25. Oktober, um 18 Uhr in der Gröbenzeller Wildmooshalle angeworfen.

HSG: Friedrich, Dörr, N. Weschenfelder (3), Nussbaumer (1), Scholl (1), Hofmann, Haupt (1), Hornstein (6), Pahl (3), C. Weschenfelder (9), Schulz (5/4), Schieszl, Baumann (3), Rimpf (2/2)