Wieder am Sieg vorbeigeschrammt

HSG setzt Niederlagenserie fort

Mit der schmerzlichen 19:21 (9:7) Heimniederlage setzte die HSG St. Leon/Reilingen ihre Niederlagenserie fort. Wiederum ist man knapp am Erfolg vorbeigeschrammt und trägt nach sieben erfolglosen Partien weiter die rote Laterne. Ein weiteres Mal versäumte es das HSG-Team, zu zwei Punkten zu kommen, hatte man doch mit dem TV Knielingen beileibe keinen übermächtigen Gegner, der sich ebenfalls in einem kleinen Krisenmodus befindet und durchaus zu bezwingen gewesen wäre. Doch wie so oft in den letzten Begegnungen machte es sich das HSG-Team selbst schwer und verbaute sich schließlich den Sieg selbst. Altbekannte Schwächen gaben wiederum den Ausschlag für diese durchaus vermeidbare Niederlage. Eine gewisse Verunsicherung war der Mannschaft im Verlaufe der Partie anzumerken, fehlte doch oftmals das Selbstbewusstsein, den letzten Schritt Richtung Tor zu machen. Anstatt selbst den Abschluss zu suchen, wurde der Ball weitergespielt und daraus resultierten oftmals Fehlpässe, die den Gegner zum Kontern einluden. Überhaupt war die Anzahl der technischen Fehler seitens der HSG sehr hoch, wie auch die Chancenverwertung eher suboptimal war. Gerade bei dem Ausnutzen klarster Torgelegenheiten war das HSG-Team sehr unkonzentriert und nachlässig, was sich am Ende rächen sollte. Allein 12 klarste Einwurfmöglichkeiten wurden vergeben und obendrein fanden vier 7-m-Strafwürfe nicht den Weg ins Tor!!! Auffallend war auch das ohne echtes Konzept vorgetragene Offensivspiel der HSG. Oftmals wurde zu wenig Druck auf die gegnerische Abwehr ausgeübt, die somit leichtes Spiel hatte, die HSG-Offensive in Schach zu halten. Im Gegensatz dazu stellte das HSG-Team eine sehr kompakte Defensive, die vor allem im ersten Durchgang eine sehr stabile konzentrierte Leistung zeigte und in Zusammenarbeit mit dem stark haltenden Torwart nur 7 Gegentore zuließ.

Recht torarm erwies sich die Partie im ersten Durchgang. Das lag einerseits daran, dass beide Abwehrreihen sehr kompakt standen und beide Torhüter einen guten Tag erwischten. Die HSG-Offensive legte ihre Angriffe sehr breit an und versäumte es, wie während der gesamten Begegnung, in die Tiefe zu gehen und die sich bietenden Zwischenräume in des Gegners Abwehr effektiv zu nutzen. Die Gäste hatten auch ihre Probleme, ein konstruktives Spiel aufzuziehen. Hier erwies sich die Defensive der HSG als sehr konzentriert und aufmerksam, unterband häufig das Angriffsspiel des TVK und der gut aufgelegte HSG-Keeper stand optimal in seinem Kasten. Lange Ballpassagen auf beiden Seiten waren die Folge und keines der beiden Teams konnte sich entscheidend durchsetzen.  Die Gastgeber gingen zwar mit 3:1 in Führung, doch in der 15. Minute hatten die Gäste mit 4:5 die Nase vorn. Fehlwürfe standen auf beiden Seiten auf der Tagesordnung, es war ein recht zerfahrenes Spiel. Zu der schlechten Wurfausbeute gesellte sich obendrein noch ein wenig Wurfpech, denn vier Lattentreffer auf Seiten der HSG waren zu verzeichnen und verhinderten einen Vorsprung. Gegen Ende der ersten Halbzeit waren dann die Gastgeber das überlegenere Team, es gelangen einige effektive Angriffe und man ging verdient mit 9:7 in die Pause.

Einen sehr starken Beginn in den zweiten Durchgang hatten dann die Gäste. Innerhalb vier Minuten machten sie aus dem 9:7 für die HSG eine 9:11 Führung. In dieser Phase war die ansonsten recht aufmerksame HSG-Defensive noch im Pausenmodus und in der Offensive vertändelte man die Bälle. Insgesamt häuften sich die technischen Fehler in der zweiten Halbzeit, was letztendlich zum Vorteil der Gäste geriet. Zunächst aber raffte sich das mit viel Einsatz spielende HSG-Team auf und kam mit endlich konstruktiven Angriffsaktionen zum 11:11 Ausgleich und durch eine feine Einzelaktion zur 12:11 Führung. Jetzt war man drauf und dran, sich weiter abzusetzen und vielleicht eine Vorentscheidung herbeizuführen. Doch gerade, als man sich in der Offensive besser auf den Gegner eingestellt hatte, vergab man wiederum einen 7-m-Strafwurf und zwei 100%ige Torgelegenheiten. Der TVK nutzte diese Schwächen und glich zum 12:12 aus. In der Folgezeit wankte das Spiel hin und her und wurde sehr intensiv geführt. Keiner Mannschaft gelang es, sich abzusetzen. Einzig das HSG-Team hatte es wieder in der Hand, als man beim 15:14 wiederum klarste Chancen hatte und diese wieder leichtfertig vergab. So kam es wie es kommen musste. Die Gäste nutzten die Abschlussschwäche der HSG und gingen selbst mit 16:18 in Führung. Noch gaben sich die Gastgeber nicht geschlagen und hatten nach dem 18:18 wiederum die Chance zur Führung. Doch nach einem erneuten Fehlwurf und einem technischen Fehler lag der TVK wieder mit 18:20 in Front. Das 18:21 besiegelte schließlich eine völlig unnötige 19:21 Niederlage der HSG.

Co-Trainer Schmidt, der den verhinderten Trainer Winter vertrat, meinte nach dem Spiel: „Es fehlte uns gegen Spielende die Cleverness. In entscheidenden Phasen nahmen wir uns unnötige Würfe, die dann auch leichtfertig vergeben wurden. Die Fehleranzahl war zu hoch. Die Abwehr stand recht gut. Es war heute mehr drin.“

Die Mannschaft und die Tore: Gutland, Jacobs; Menger (9/1), Scholl (4), Becker (3/1), Decker (1), Kief (1), Benetti Y. (1), Bahr, Hühn, Bujdos, Schmitt, Antl und Demel.

krau

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