Zittersieg gegen Strohgäu

Nicht umsonst hat Trainer Sascha Kuhn im Vorfeld der Frauen-Oberliga-Partie am Sonntagnachmittag zuhause in der Fritz-Mannherz-Halle seine Mannschaft vor dem Gegner HSG Strohgäu gewarnt, die sie nur knapp in den letzten drei Minuten mit 30:26 (15:16) bezwangen und für sich zwei weitere wichtige Punkten verbuchten.

Anders als im Hinspiel, als die HSG nach zwanzig schweren Minuten zu ihrem Spiel fand, war keine Akteurin am Sonntag in der Lage, die gewohnte Leistung abzurufen.

Sie hinkten bis zum ersten Ausgleich (15:15) kurz vor dem Halbzeitpfiff dem Rückstand hinterher. Die Abwehr bekam den starken Rückraum der Strohgäuerinnen zu keinem Zeitpunkt in den Griff, sie haben dabei nahezu jedes Eins-gegen-eins-Duell verloren und auch Clara Bohneberg, auf die normal als letzter Rückhalt Verlass ist, vermochte bei dem katastrophalen Abwehrverhalten die platzierten Gästetreffer nicht zu verhindern.

Kämpften sich die HSG-Mädels, vor allem durch die im Angriff als einzige glänzende und mit elf Treffern beste Torschützin Samira Schulz, wieder heran, hatten die Gäste stets die richtige Antwort parat und gingen somit verdient mit einer 16:15-Führung in die Halbzeitpause.

Offensichtlich fiel der Samen der Ansprache von Kuhn für die zweite Spielhälfte nicht auf fruchtbaren Boden, denn seine Mädels machten genau da weiter, wo sie aufgehört haben. Die Abwehr nicht aktiv genug, zu viele Fehlwürfe im Angriff oder leichte Beute der Gasttorfrau und kein erkennbares Aufbäumen.

Ein Fünf-Tore-Vorsprung in der 45. Minute wurde leichtsinnig bis drei Minuten vor Abpfiff wieder hergeschenkt (26:26). Im Zeitdruck unterliefen den Gästen glücklicherweise einige Fehler und das HSG-Team spielte noch einen überraschend klaren Vier-Tore-Sieg zum 30:26 heraus.

Jana Pahl und Paula Lederer waren stellvertretend für ihr Team enttäuscht und unzufrieden mit der gezeigten Leistung und hoffen, dass alle nach der zweiwöchigen Pause gestärkt in den Endspurt der Saison gehen.

Trainerstimme von Sascha Kuhn: ,,Wir sind heute mit einem blauen Auge davon-gekommen. Weder hat unserer Abwehr  funktioniert noch haben wir in unser schnelles Angriffsspiel gefunden. Auch die Torausbeute war nicht unsere beste. Strohgäu ist ein unangenehmer Gegner und hat uns mit Sicherheit auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Dass das kein Selbstläufer wird, war uns von Anfang an bewusst. Letztendlich muss man das Spiel abhaken nach dem Motto: zwei Punkte.’’

Für die HSG spielten: Weiß, Bohneberg (Tor), Richter, Gottselig, Nussbaumer (2), Holzer, Laier (4), Pahl (1), Schilling (1), Schulz (11), Lederer (4/3), Miltner (3), Kohnagel, Rimpf (4/2)

Vorschau: 

In den nächsten zwei Wochen sind die Damen I spielfrei, um am 01.03 die HG Oftersheim/Schwetzingen (15 Uhr) begrüßen zu dürfen. Dann heißt es Derbytime!

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