HSG hellwach und präsent – Verfolger klar distanziert

„Wir sind sehr gut in die Partie gestartet. Meine Mädels waren von Anfang an präsent und wach. Sowohl in der Abwehr wie auch im Angriff standen wir heute konsequent.“ Sascha Kuhn, Trainer der Oberliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen wollte und durfte über die Vorstellung seiner Frauen nicht meckern. Sie überrollten die HSG Leinfelden/Echterdingen mit 32:23 (18:10). Das angekündigte Verfolgerduell – Zweiter gegen Vierter – mutierte zu einer klaren und einseitigen Angelegenheit. St. Leon/Reilingen bleibt damit – sieht man von den Niederlagen gegen Spitzenreiter FA Göppingen einer gegen Heiningen ab, in dieser Saison fast unbezwungen.

Es waren erste rund 20 Minuten aus einem Guss, wie sie sich ein Übungsleiter kaum besser wünschen kann. Fast alle Angriffe bis hin zum 12:5 (via 6:1 und 9:3) wurden mit einem Torerfolg abgeschlossen. Fehlwürfe oder gar technische Fehler waren absoluten Mangelware bei der Heimmannschaft. Die gab es dafür zuhauf bei den Gästen, so dass Clara Bohneberg in ihrem Gehäuse hinter einer stabilen 6:0-Formation zunächst fast beschäftigungslos blieb, denn vieles flog vorbei ins Hintertornetz oder knallte ans Aluminium der Torstangen. Der Gegner war einzig über sein Kreisläuferspiel, welches zu vereinzelten Treffern oder Siebenmetern führte, gefährlich. „Das hat uns doch einige Schwierigkeiten bereitet“, räumte Kuhn ein. Aber auch von den Strafwürfen parierte die Torfrau drei sowie etliche der freien Bälle vom ersten Halbrund und drehte in den letzten 40 Minuten so richtig auf. „Sie hat für mich heute herausgestochen“, lobte ihr Coach.

Vorne zerlegte der Kurpfälzer Angriffswirbel teilweise die gegnerische Deckung nach Belieben in ihre Einzelteile, sehenswerte Treffer wurden fast nach Lust und Laune herausgespielt. Gelang in den ersten Wellen nicht gleich der gewünschte Abschluss (was aber durchaus häufig der Fall war), wurde geduldig die Lücke im Positionsangriff gesucht und gefunden. Im Zuge der sicheren Führung wurde dann allmählich ein wenig in der anfänglich gezeigten Intensität und Konsequenz nachgelassen, vielleicht auch, weil Kuhn von nun an munter durchwechselte, allen Spielerinnen Einsatzzeit und Spielpraxis – teilweise auch auf ungewohnten Positionen – gewährte. 

Im zweiten Durchgang verflachte die Begegnung kaum, ohne dass sich an den Kräfteverhältnissen auch nur das Geringste veränderte. Es blieb ein Schaulaufen, dem das Schwabenteam praktisch nichts entgegenzusetzen hatte. Ja, der Vorsprung wurde sogar bis zwölf Treffer Differenz ausgebaut (31:19).

Kuhn hatte ursprünglich vor „einem unangenehmen Gegner“, gewarnt, wusste aber auch, „dass ihm heute einige Leistungsträger krankheitsbedingt ausgefallen sind“. Gefallen habe ihm, dass seine Mädels dort hingegangen seien, wo es wehtat und sich dafür auch belohnten.

HSG: Bohneberg; Richter (2), Nussbaumer (2), Holzer (1), Laier (1), Pahl (2), Kerle, Schilling, Schulz (6), Lederer (7), Miltner (1), Kohnagel, Rimpf (10/5), Ungerer.

Vorschau: 

Am kommenden Sonntag, den 9. Februar, begrüßen die HSG Damen die HSG Strohgäu in heimischer Halle. Anpfiff ist um 15 Uhr in der Fritz-Mannherz-Halle, Reilingen 

HSG Damen I : HSG Strohgäu (15 Uhr, Fritz-Mannherz-Halle, Reilingen) 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.