Starke zweite Halbzeit gab den Ausschlag

HSG mit verdientem Auswärtserfolg bei der SG Pforzheim/Eutingen 2

Zu einem letztendlich klaren 23:27 Auswärtssieg kamen die Badenliga-Handballer der HSG St. Leon/Reilingen am vergangenen Samstag. Mit diesem Erfolg bei der bis dato in der Tabelle vor der HSG rangierenden SG Pforzheim/Eutingen 2 überholte man diese nicht nur, sondern kletterte gleich drei Plätze in der Tabelle nach oben und fand Anschluss an das Mittelfeld. Nach der erfolgreichen Partie gegen Plankstadt zeigte das HSG-Team weiter aufsteigende Form und demonstrierte dies vor allem im zweiten Durchgang. Trainer Winter meinte vor dem Spiel: „Wir wollen heute nachlegen und an die Leistung gegen Plankstadt anknüpfen.“ Mehrere Faktoren spielten bei der HSG für diesen Sieg eine Rolle. Da ist zum einen die auch in diesem Spiel recht kompakte Defensive inklusive des wiederum glänzend aufgelegten Torhüters Max Winter zu nennen. Vor allem in den letzten 20 Minuten erwies sich die Abwehr der HSG als reines Bollwerk, stand sehr kompakt, war beweglich, agierte aktiv und ließ nur noch 5 Treffer zu. Zum anderen sorgten individuelle Stärken der HSG stets für erfolgreiche Abschlüsse. So düpierte der quirlige Janosch Menger des Öfteren die Abwehr der Gastgeber, der treffsichere Christian Decker setzte Akzente durch sein schnelles Umschaltspiel und der agile Andreas Rausch gefiel durch sein effektives 1 gegen 1 Spiel. Über allem stand aber die wieder hervorragende Mannschaftsleistung, denn sowohl in Angriff als auch in der Abwehr klappte das Zusammenspiel weitestgehend sehr effizient. Was wiederum auffiel, war auch die Konstanz im Spiel der HSG. Zu keinem Zeitpunkt hatte man einen Durchhänger und ließ sich auch durch zwischenzeitliche Rückstände nicht aus dem Konzept bringen. Zwar musste man vor allem im ersten Durchgang mehrmals einem Rückstand hinterherlaufen, doch behielt man stets die Übersicht und verfiel auch nicht in Hektik. Konstruktiv wurden die Angriffe aufgebaut, einziges Manko war das Auslassen mehrerer klarer Torchancen. Dies sollte im zweiten Spielabschnitt besser werden. Die Chancenverwertung war hier deutlich besser, die Torwürfe waren platzierter und konzentrierter. Als Prunkstück erwies sich aber die sehr aufmerksame Defensive der HSG, die dem Gegner in den letzten zwanzig Minuten kaum Lücken ließ durch die sehr bewegliche, aufmerksame und aktive Defensivarbeit. Hier zeigte die HSG eine hervorragende mannschaftliche Geschlossenheit, das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart war vorzüglich und die Gastgeber fanden gegen diese kompakte Defensive keine adäquaten Mittel. Und obwohl die SG über einen recht wurfstarken Rückraum verfügte, verpuffte die Stärke mehr und mehr gegen die sehr konzentriert wirkende HSG-Defensive und die mehr und mehr konsternierten Gastgeber waren letztendlich auf der Verliererstraße gegen ein vor allem über weite Strecken im 2. Durchgang dominantes HSG-Team.  

Zwei unterschiedliche Spielsysteme prallten zu Beginn aufeinander. Während die Gastgeber mit sehr dynamischen Offensivaktionen den schnellen Abschluss suchten, baute das HSG-Team seine Angriffe sehr ruhig und überlegt auf. Vor allem der starke Rückraum der SG bereitete den Gästen manche Probleme, die sich aber im Laufe des Spiels mehr und mehr lösen ließen. In der Defensive stellten die Gastgeber einen sehr antizipativ aufgestellten Abwehrverbund, doch fand das HSG-Team im Verlauf der Begegnung sehr effektive Mittel, um sich gegen diese Abwehrformation erfolgreich durchzusetzen. Trotzdem war die erste Spielhälfte eine zähe Angelegenheit. Die Gastgeber spielten im Angriff sehr variabel und setzten immer wieder auf ihren starken Rückraum. Das HSG-Team stand spielerisch in Nichts nach, vergab aber allein im ersten Durchgang 8 klare Torchancen. So blieb die SG stets im Vorteil, führte mit bis zu drei  Toren (6:3 und 8:5). Doch das HSG-Team gefiel durch sein überlegtes und klug aufgebautes Offensivspiel, verfiel nicht in Hektik und kam auf 8:7 heran. Bei diesem Ein-Tore-Vorsprung für die Gastgeber bleib es bis zur Pause (12:11).

Den besseren Start in den zweiten Durchgang hatte die SG. Durch ihr flüssiges Angriffsspiel mit ihren Kreuzbewegungen gelang schnell ein 15:12 Vorsprung. Hier war die HSG-Defensive noch zu passiv, ließ dem Gastgeber zu viel Spielraum, was dieser auch nutzte. In der Folgezeit blieb es bei einem Vorsprung der Gastgeber, aber nach und nach wurde die Defensive der HSG sehr stabil und unterband konsequent die Angriffe der SG. Ab dem 18:16 (40. Minute) für die Goldstädter kam schließlich die entscheidende Phase, als die HSG durch einen exzellenten 5:0-Lauf die Weichen auf Sieg stellte. Mit einem nun sehr variablen Angriffsspiel versetzten sie immer wieder des Gegners Abwehr, waren auch im Abschluss sehr effektiv und hatten das Spiel beim 18:21 gedreht. Mit spielentscheidend war in dieser Phase die sehr aufmerksame und konzentrierte Defensive und die optimale Verwertung der Torchancen. Zwar kamen die Gastgeber nochmals auf 22:23 heran, doch das HSG-Team spielte recht clever weiter, bewahrte kühlen Kopf, glänzte schließlich mit drei gekonnt herausgespielten Treffern und kam am Ende zu einem verdienten 23:27 Auswärtserfolg.

Trainer Winter nach dem Spiel: „Wir haben jetzt 4 Punkte aus den beiden letzten Spielen geholt. Heute hat die Mannschaft etwas gebraucht, bis sie ins Spiel fand. Spielentscheidend war die starke 2. Halbzeit. Das Zusammenspiel zwischen Torwart und Abwehr war hervorragend. Wir haben auch im Angriff clever agiert und verdient gewonnen.“

Die Mannschaft und die Tore: Winter, Jacobs; Menger (8), Decker (7/1), Rausch (5), Hühn (3), Bahr (2), Benetti (1), Manke 1, Bujdos, Schmitt L., Schmitt O., Antl und Kief. 

krau

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