HSG St. Leon/Reilingen dominiert Derby

Starke Leistung der HSG beim 26:22 gegen die TSG Plankstadt

Über weite Strecken des Lokalderbys zwischen der HSG St. Leon/Reilingen und der TSG Plankstadt war das HSG-Team die spielbestimmende Mannschaft. In der mit Spannung erwarteten Begegnung vor guter Kulisse bestätigten die Gastgeber ihren Aufwärtstrend vom letzten Wochenende und verwiesen die Gäste beim 26:22 Heimsieg eindeutig in ihre Schranken. Co-Trainer Marc Schmidt meinte auch vor dem Spiel: „Wir wollen an unsere guten Leistungen in Birkenau anknüpfen. Auch wollen wird eine stabile Abwehr stellen.“ Und genau diese beiden Komponenten waren mit spielentscheidend. Nachdem man in den letzten Spielen gerade im Defensivbereich einige Probleme hatte, erwies sich die Abwehr in dieser Partie endlich wieder als kompakte Einheit. Als sehr beweglicher und aktiv agierenderAbwehrverbund agierte die HSG-Defensive und auch das gegenseitige Aushelfen war ein Pluspunkt auf Seiten der HSG. Stets wurde zur Ballseite verschoben und somit wurden die Räume sehr eng gemacht. Die TSG tat sich mit ihrem teilweise behäbigen Spiel sehr schwer gegen diese aufmerksame Defensive der HSG und brachte keinen echten Spielfluss in die Partie. Zu viel war Stückwerk und nur vereinzelt brachten die Gäste die Gastgeber in Verlegenheit. Gestützt auf diese konzentrierte Abwehr inszenierte das HSG-Team recht viel versprechende Offensivaktionen. Dabei gefielen die Gastgeber durch ihr überlegtes und klug aufgebautes Angriffsspiel. Kapital schlug man dabei von den vielen Ballgewinnen, die man durch die oftmals recht konsterniert wirkenden Gäste und deren erzwungene Fehler erlangte. Ein weiterer Faktor war das großteils technisch saubere Spiel der HSG, die somit dem Gegner wenigeChancen zum Gegenstoß bot. Auf der anderen Seite kamen die Gastgeber durch ihre aufmerksame Defensive zu einfachen Toren durch ihr schnelles Umschalten. Auffallend war auch, dass das HSG-Team über sechzig Minuten eine konstante Leistung an den Tag legte. Man hatte keinen Durchhänger, zog stets ein überlegtes und diszipliniertes Spiel auf und ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen, wer als Sieger aus dieser Partie hervorging. Auch ließ man sich nicht aus dem Rhythmus bringen, als die TSG mit ihrer robusten Defensive teilweise mit sehr rüden Attacken das gefällige Offensivspiel der HSG zu unterbinden versuchte, oftmals am Rande des Erlaubten, was leider von den Schiedsrichtern zu nachlässig geahndet wurde. Insgesamt waren die Gastgeber durch ihr überlegtes und sehr effektives Spiel eindeutig Chef im Ring, waren auch in der Chancenverwertung überlegen und boten eine recht beeindruckende Leistung, wobei sie wiederum mit viel Engagement und mannschaftlicher Geschlossenheit zu gefallen wussten.

Recht flott begannen beide Mannschaften diese Begegnung. Während das HSG-Team seine Angriffe etwas länger spielte und dann die Chance nutzte, suchten die Gäste die schnellen Tore. Bis zum 3:3 war das Spiel ausgeglichen. In der Folgezeit produzierte die TSG bedingt auch durch die aufmerksame HSG-Defensive einige Fehler, die von den Gastgebern konsequent ausgenutzt wurden. Zwei sauber über den Rückraum ausgespielte Treffer und ein aus der zweiten Welle resultierendes Tor brachten eine 6:3 Führung für die Hausherren. Dies war schon ein Fingerzeig auf den weiteren Spielverlauf. Immer wieder störte die HSG-Defensive recht  clever die  Angriffsbemühungen der TSG und kam dann durch disziplinierte Offensivaktionen zu ihren Chancen. Zwischenzeitlich verzettelte man sich zwar in zu vielen Einzelaktionen, doch fand man gleich wieder den Spielrhythmus und kam durch mannschaftliches Spiel zu weiteren Torerfolgen. Mehr und mehr setzte sich das überlegter und dynamischer angelegte Spiel der HSG durch und man war dem Gegner deutlich überlegen. Nach dem 10:7 legte das HSG-Team einen 4:1 Lauf auf die Platte und hatte zur Halbzeit eine klare 15:10 Führung inne. 

Nach dem Seitenwechsel knüpfte das HSG-Team nahtlos an die guten Leistungen der ersten Hälfte an. Mit wiederum sehr überlegten und gut durchdachten Angriffen fand man immer wieder Lücken in der Abwehr des Gegners und nutzte dies auch zu Zählbarem. Etwas Probleme bereitete der HSG-Defensive die rechte Angriffsseite der TSG, die dafür sorgte, dass sich der Abstand nicht vergrößerte. Überhaupt gaben die Gäste nie auf, hatten aber an diesem Tag keine adäquaten Mittel gegen eine gut disponierte HSG. Ansonsten war die Defensive der HSG weiterhin sehr aufmerksam und agierte sehr beweglich und aktiv und hatte mit dem Geburtstagskind Max Winter, der sich durch seine starke Leistung selbst ein prima Geburtstagsgeschenk machte,  einen sehr starken Rückhalt zwischen den Pfosten. Auch durch die teilweise recht rüde Abwehr der Gäste ließ sich das HSG-Team nicht aus dem Rhythmus bringen, spielte sehr konzentriert und überlegt weiter und hielt den Gegner auf Distanz. Man spielte geduldig und diszipliniert im Angriff und verwertete die sich bietenden Chancen. Stets lag man 3 bis 5 Tore in Front und kam über 18:13 und 24:20 am Ende zu einem hoch verdienten und wichtigen 26:22 Erfolg.

Coach Klaus Benetti (in Vertretung von Trainer Winter) nach dem Spiel: „Unsere Abwehr war sehr stark und konnte den Spielrhythmus der TSG regelmäßig stören. In der Offensive hatten wir eine geringe Fehlerquote und spielten technisch sauber und diszipliniert. Es war ein verdienter Sieg.“

Trainer Niels Eichhorn von der TSG: „Es war ein enttäuschender Spielverlauf für uns. Wir haben verdient verloren, weil wir keinen Zugriff auf das Spiel bekamen. Einige Mannschaftsteile waren zu schlecht, einige Spieler außer Form. Auch hatten wir einige Verletzte, aber der Sieg der HSG geht vollauf in Ordnung.“

Die Mannschaft und die Tore: Jacobs, Winter; Decker (9/5), Schmitt L. (5), Menger J. (4), Rausch (3), Hühn (3), Manke (1), Benetti Y. (1), Bahr, Bujdos, Kief, Antl und Brenzinger.

krau

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.