Verdiente Niederlage in Heiningen

Am Samstagnachmittag trafen der zweit- und drittplatzierte der Frauen-Handball-Oberliga aufeinander. Der TSV Heiningen, zu diesem Zeitpunkt in eigener Halle noch ungeschlagen, setzte alles daran, die zwei Punkte gegen die HSG St. Leon/Reilingen zu verteidigen und zu Hause zu behalten, was ihm auch mit 26:23 (13:17) gelang. Dadurch tauschten die beiden Verfolger der TPSG Frisch auf Göppingen 2 nun punktgleich die Tabellenplätze.

Die HSG erwischte den besseren Start und lag nach zehn Minuten mit 3:1 in Führung, doch dann kam ein Bruch ins Spiel. Aufgrund fehlerhafter Zuspiele in der zweiten Welle und vielen technischen Fehlern gingen die Gastgeber durch zwei 4:0-Läufe mit einem 13:7-Polster in die Halbzeitpause. HSG-Trainer Sascha Kuhn mahnte seine Mannschaft und forderte eine Reaktion in der zweiten Spielhälfte.

Doch auch wie Mitte der ersten Halbzeit behielt der TSV Heiningen die Oberhand. Durch ihre aggressive 5:1-Deckung stellte er den Positionsangriff der Gäste des Öfteren vor Probleme und unterband die sonst so gute erste Welle der HSG fast vollständig. Aber nach der Auszeit der Gastgeber ging ein Ruck durch das Kuhn-Team, wodurch es in der 40. Minute wieder zu seiner Spielstärke zurückfand. Über die Spielstände 12:18, 15:20, 21:23 schaffte es sogar in der 59. Minute auf ein Tor ranzukommen (23:24), was noch auf einen Punkt hoffen ließ. Doch auch in diesem Moment agierten die Gastgeber cleverer und durch eine sehr gut aufgelegte Lisa Maier auf Halblinks fuhr Heiningen vollkommen verdient diesen  Drei-Tore-Sieg ein.  
Für die HSG-Mädels heißt es nun, mit ihrem Trainer das Spiel aufzuarbeiten und die Fehler zu analysieren. Denn sie sind offensichtlich an sich selbst gescheitert. Mit zu vielen technischen Fehlern und teilweise uncleverem Agieren kann kein Spitzenspiel in der BWOL gewonnen werden.

Trainer Sascha Kuhn: 
,,Wenn man das Spiel heute in Drittel aufteilt, kann man sagen, dass wir zwei Drittel des Spiels nicht anwesend waren. Wir haben viel zu viele technischen Fehler gemacht und haben uns erst in der 40. Minute besonnen und unser normales Handballspiel gezeigt. Hätten wir das in der Summe über das ganze Spiel gemacht, bin ich mir sicher, dass wir das Spiel locker gewonnen hätten. Da sieht man zwar die starke Qualität meiner Mannschaft, allerdings auch, wie anfällig sie in vielen Situationen ist, noch nicht clever genug, sich mit einem kühlen Kopf aus solchen Situationen rauszumanövrieren. Positiv ist, dass sich meine Mädels zu keinem Zeitpunkt aufgegeben haben und durch ihren starken Zusammenhalt sogar Hoffnung auf einen Punkt bewahren ließen.’’
Für die HSG spielten: C. Bohneberg,  Ch. Weiß (Tor), M. Laier (4), J. Pahl (3), L. Richter, S. Schulz (3), P. Lederer (5), L. Nussbaumer (1), A. Rimpf (4/1), W. Heck (2), L. Gottselig, M. Schilling, V. Steinhauser (1), H. Kohnagel

Vorschau: 
Auswärtsspiel in Offenburg. 
Am Sonntag, 8. Dezember fährt das HSG-Team nach Offenburg, um seine nächsten zwei Punkte einzufahren. Gespielt wird um 15 Uhr beim Aufsteiger aus Schenkenzell/Schiltach. 
Auch hier stellt die HSG wieder einen Bus. Abfahrt ist um 11.30 Uhr am SG Häusl. Über zahlreiche Mitfahrer und Unterstützung würden sich die HSG-Damen freuen. Bei Interesse gilt auch wieder hier, sich bei Eva Zinser oder Jasmin Koch zu melden.

SG Schenkenzell/Schiltach : HSG Damen I (15 Uhr, Nachbarschaftssporthalle, Offenburg-Schwarzwald)

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