Niederlage fiel zu hoch aus

HSG unter Wert geschlagen

Eine dem Spielverlauf nach viel zu hoch ausgefallene 19:28 Niederlage musste das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen beim Tabellenführer SG Heidelsheim/Helmsheim hinnehmen. Es wäre mehr drin gewesen für die HSG, denn über weite Strecken der Begegnung war man dem Gegner ebenbürtig, ja man war zwischenzeitlich sogar mehr als auf Augenhöhe. Mehrere Faktoren spielten dann aber eine gegenteilige Rolle und somit den Gastgebern in die Karten: Das HSG-Team brachte es nicht über die gesamte Spielzeit auf die Reihe, eine einigermaßen konstante Leistung abzurufen; zu schwankend waren Positives und Negatives; in entscheidenden Phasen schlichen sich einige Fehler ein, die die Gastgeber immer wieder in Vorteil brachten. Und schließlich ließen die in einigen Situationen recht schwach agierenden Schiedsrichter die übergroße Härte der Gastgeber ungestraft zu, als beispielsweise ein rüder Schlag ins Gesicht eines HSG-Spielers nicht mit einer angebrachten roten Karte bestraft wurde und viele Angriffe der SG H/H-Spieler auf den Hals der HSG-Spieler nicht geahndet wurden! Trotzdem versuchte das HSG-Team mit großem Einsatz und wieder vorbildlichem Engagement, diesen Widerwärtigkeiten seinen Kampfgeist, aber auch seine technischen Qualitäten entgegenzusetzen. In einigen Szenen blitzte dann auch das spielerische Momentum bei der HSG auf, als beispielsweise ein super Pass von Rechtsaußen auf den Kreisläufer zu einem sehenswerten Treffer führte. Diese Variabilität in der Offensive kam leider zu selten ins Spiel der HSG, die dann teilweise ein zu druckloses Angriffsspiel inszenierte. Auch die Anzahl der technischen Fehler gab dem Gegner immer wieder Gelegenheit zu einfachen Treffern über Gegenstöße. Insgesamt ausschlaggebend war auch die körperliche Präsenz der Gastgeber, die sowohl in der Abwehr als auch im Angriff über weite Strecken der Begegnung mit viel Aggressivität agierten und somit den Gegner stets unter Druck setzten. Geprägt war das Spiel in der ersten Viertelstunde von beiden sehr aufmerksamen Abwehrreihen. Die HSG-Defensive verstand es sehr gut, mit ihrer beweglichen 5:1- Abwehrformation den gegnerischen Rückraum nicht ins Spiel kommen zu lassen und verschob im Abwehrblock vorbildlich. Aber auch die Gastgeber stellten eine stabile 6:0-Defensive, die dem HSG-Angriff wenig Möglichkeiten zu Torchancen ließ. So blieb die Begegnung sehr torarm und die erzielten Treffer resultierten zur Hälfte aus 7-m-Strafwürfen. Der Spielstand von 4:3 in der 14. Minute verdeutlicht die Abwehrstärke beider Teams, aber auch die Angriffsschwäche. Auch bis zum 6:5 blieb das HSG-Team mit zwei sehenswerten Treffern aus dem Rückraum und der zweiten Welle dem Gegner auf den Fersen. Dann kam es zu oben angeführter Szene, als ein HSG-Spieler mit stark blutender Nase nach einem rüden Schlag des gegnerischen Abwehrspielers das Spielfeld verlassen musste. Die berechtigte rote Karte blieb aber aus! Ein kleiner Bruch kam ins Spiel der HSG, vielleicht auch ein bisschen Verunsicherung ob der aggressiven Defensive der Gastgeber. Die SG H/H nutzte dies konsequent aus und ging mit 10:6 in Führung. Vor allem ihr konsequentes Spiel mit Sperren-Absetzen bereitete der HSG-Defensive enorme Probleme. In dieser Phase fehlten aber auch der HSG-Offensive der nötige Druck und die nötige Dynamik, um gegen die robuste Abwehr der Gastgeber zu Torchancen zu kommen. Hinzu kamen der eine oder andere unkonzentrierte Torwurf, was wiederum von den Gastgebern durch schnelles Umschaltspiel ausgenutzt wurde. Das HSG-Team erzielte in den letzten 10 Minuten der ersten Hälfte gerade mal 2 Tore und hatte zur Pause einen 13:8 Rückstand. Nach dem Seitenwechsel konnte die HSG zwar schnell auf 13:9 verkürzen, doch dann kam die wohl schwächste Phase der Gäste. Dezimiert durch zwei recht zweifelhafte 2-Minutenstrafen gegen die HSG musste man 4 Minuten in Unterzahl agieren. Dies nutzten die clever spielenden Gastgeber durch überlegt gespielte Überzahl konsequent aus und gingen vorentscheidend mit 17:9 in Führung. Doch das aufopferungsvoll kämpfende und nun auch spielerisch überzeugende HSG-Team gab nicht auf und mit einem 5:0-Lauf war man wieder auf 17:14 herangekommen. Zwischenzeitlich hatte man die Abwehr auf eine etwas offensiver ausgerichtete 4:2-Formation umgestellt, womit die Gastgeber erhebliche Schwierigkeiten hatten. Und mit drei Tempogegenstößen und zwei klug herausgespielten Treffern war man wieder in Schlagdistanz. Leider vergab man in der Folgezeit überhastet zwei klare Torchancen und schnell hatten die Gastgeber wieder auf 20:14 erhöht. Die SG H/H nutzte in der Schlussphase auch ihre körperliche Überlegenheit, kam durch dynamische 1-gegen-1- Aktionen zu ihren Treffern gegen ein aber nicht nachlassendes und bis zum Schluss um eine Resultatsverbesserung bemühtes HSG-Team. Am Ende musste man aber eine zu hoch ausgefallene 28:19 Niederlage hinnehmen, bei der wieder Kampfgeist und Einsatz seitens der HSG stimmten. Trainer Winter meinte nach dem Spiel: „Wir wollten Wiedergutmachung und haben auch gut angefangen. Sechs Tore in 17 Minuten, davon drei 7-m-Strafwürfe waren ein guter Beginn. Leider hatten wir dann eine Schwächephase. In der zweiten Hälfte brachten wir die SG H/H nochmals durch unsere offensive 4:2-Abwehr in Verlegenheit. Einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen, die von den Gastgebern konsequent genutzt wurden, führten aber zu einer zu hoch ausgefallenen Niederlage.“ Die Mannschaft und die Tore: Gabrys, Jacobs, Winter; Decker (7/4), Menger (4), Manke (3), Rausch (2), Schmitt L. (1), Bujdos (1), Becker (1), Hühn, Benetti Y. und Schmitt O. krau

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