Auch im zweiten Derby deutlich überlegen

Es treffen in dieser Saison nur vier Oberliga-Mannschaften aus dem badischen Handballverband aufeinander, zwei von drei dieser Derbys in der Hinrunde haben die HSG-Mädels an den letzten zwei Wochenenden überlegen absolviert.

Anders als am letzten Samstag bei der HG Oftersheim/Schwetzingen war es am Sonntagnachmittag zuhause im Harres gegen den TSV Birkenau ein echter Kraftakt, um zu einem deutlichen 30:24 (12:11)-Erfolg zu kommen.

Wie vor dem Spiel bereits von Couch Sascha Kuhn prognostiziert, ist der schlechte Birkenauer Tabellenplatz ihrem schweren Anfangsprogramm geschuldet, sie sind mit Drittliga-Erfahrung ausgestattet, nicht zu unterschätzen und ein Team – wie auch der letzte Sieg gegen Heidelsheim/Helmsheim zeigte – auf Augenhöhe.

Und das verdiente Ergebnis, urteilte er nach dem Spiel, haben wir in einem heiß umkämpften Spiel mit wahrem Derbycharakter, der richtigen Einstellung und dem Einsatz aller Spielerinnen zu verdanken.

Birkenau musste, bis auf die Langzeitaufälle Nikola Baumann und Lena Grimm, nur auf Lena Heinze verletzungsbedingt verzichten. Bei der HSG stand nach Krankheitspause wieder Clara Bohneberg zwischen den Pfosten, aber Rückraumspielerin Britta Miltner pausiert noch wegen einer Schulterverletzung aus der letzten Partie.

In der ersten Halbzeit war das Spiel ein offener Schlagabtausch, bei der keine Mannschaft mehr als zwei Tore in Folge erzielen konnte.

Birkenau tat sich mit dem kompakt stehenden Mittelblock der Heimmannschaft schwer und die Würfe der Dauertorschützinnen Maureen Merkel und Danijela Rajic scheiterten oft an den erhobenen Händen der aufmerksamen Anwehrspielerinnen.

Dennoch wurden Balleroberungen nicht in einen Vorsprung umgewandelt, weil die anschließenden langen Pässe die Konterläuferin nicht erreichten oder Pfosten und Latte dem Erfolg im Weg standen. Wenn das schnelle Spiel nach vorne nicht gelang, taten sich die Gastgeberinnen in längeren Angriffsphasen aber auch mit der sehr offensiv agierenden 5:1-Abwehr des TSV schwer.

Den ersten Drei-Tore-Vorsprung erkämpften sie sich zwar in der 26. Minute, aber in die Kabine gingen sie zur Halbzeit dennoch nur mit einem hauchdünnen 12:11-Vorteil.

Nach Wiederanpfiff bot sich den zahlreichen Zuschauern zunächst das gleiche Bild,

ausgeglichenes Spiel, bis Valerie Steinhauser, Samira Schulz, mit acht Toren erfolgreichste Schützin des Derbys, und Eva Zinser ab der 36. Minute in einem Drei-Tore-Lauf zum 16:13 erneut einen knappen Vorsprung erkämpften, den die HSG aber dieses Mal nicht mehr hergab. Auch als Abwehrspezialistin Eva Zinser mit der dritten Zwei-Minuten-Strafe das Spielfeld verlassen musste, blieb die Abwehr der Gastgeber nur schwer überwindbar.

Obwohl Birkenau-Trainer Timo Baumann ab der 44. Minute mehrmals die Option des siebten Feldspielers zog, waren die Gäste nicht in der Lage, noch einmal auszugleichen.

Mit jeweils einem Doppelerfolg von Paula Lederer und Annika Rimpf, die auch alle der fünf Siebenmeter sicher verwandelte, sowie einem Treffer von Madeleine Laier in der 50. Minute sorgte die HSG mit der Vorentscheidung zum 26:20 dafür, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Diesen Sechs-Tore-Vorsprung gab sie bis zum Endstand zum 30:24 nicht mehr aus der Hand.

Mit diesem Erfolg bestätigten die HSG-Mädels ihren dritten Tabellenplatz bevor sie nächsten Samstag zum bisher punktlosen TV Nellingen und in der Folgewoche zum Tabellennachbarn, dem Zweiten TuS Steißlingen, an den Bodensee reisen.

Trainer Sascha Kuhn zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams:

„Für mich war das ein mehr als verdienter Sieg. Wir haben von Beginn an die Marschroute vorgegeben und das konsequent durchgezogen. Erfreulich war heute auch unsere Mittespielerin Annika Rimpf, die wieder zu alter Stärke gefunden hat und auch Samira Schulz, die ihre Sache auf Halbrechts mehr als gut gemacht hat. Da bin ich einfach nur stolz.“

Auch Spielerin Annika Rimpf war froh über den Sieg:

„Das war ein verdienter Sieg. Phasenweise standen wir richtig kompakt in der Abwehr, aber haben manchmal einfache Würfe der Toptorschützinnen zugelassen. In der ersten Halbzeit haben wir uns nicht immer für unsere geile Abwehr belohnt und vorne zu unkonzentriert gespielt. Wir hatten kaum technische Fehler, einzig an der Torausbeute kann man heute ein Manko sehen.“

Für die HSG spielten: Bohneberg, Weiß (Tor), Zinser (1), Laier (1), Steinhauser (1), Pahl (4), Schilling (1), Schulz (8), Lederer (5), Rimpf (9/5), Kohnagel, Richter, Nussbaumer, Holzer

Vorschau: Auswärtsspiel!

Am kommenden Samstag soielen die HSG Damen auswärts beim aktuell noch punktlosen TV Nellingen.

Hierzu wird wieder ein Bus eingesetzt. Auch hier erhoffen sich die Damen Unterstützung von den Zuschauerrängen und freuen sich über jeden der mitfahren möchte.

Gespielt wird 19:30 Uhr in Nellingen. Abfahrt ist um 16.15 Uhr am SG Vereinsheim.

Auf geht’s nach Nellingen.

Bei Interesse bitte bei Eva oder Jasmin anmelden.

ml

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