Personalsorgen machten HSG zu schaffen

Prima kämpferische Einstellung

Trotz der, allerdings viel zu hoch ausgefallenen, 36:24 Niederlage beim TV Knielingen zog sich das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen recht achtbar aus der Affäre. Gerade mal mit 8(!) Feldspielern angetreten, wobei ein Spieler sich noch mit einer starken Erkältung plagte, bot man dem noch ungeschlagenen heimlichen Tabellenführer aus dem Karlsruher Vorort recht lange Paroli. Trainer Winter meinte vor dem Spiel: „Wir können befreit aufspielen und müssen versuchen, rationell zu spielen, da wir nur 7 ½ Spieler haben und wir wollen den Gegner etwas ärgern.“ Ärgern konnte man den TVK zumindest bis zur 20. Minute, als nämlich das HSG-Team mit sehr überlegtem Spiel in der Offensive und einer aktiven Defensive den Gegner durchaus in Bedrängnis brachte. Bemerkenswert das tadellose Auftreten der Mannschaft, die sich zu keinem Zeitpunkt aufgab und eine prima Einstellung und ein vorbildliches Engagement an den Tag legte. Was Kampfgeist und Einsatz anbelangt, kann man dem HSG-Team keinen Vorwurf machen. Dass irgendwann die Konzentration und die Kräfte etwas nachlassen, musste man einkalkulieren. Das einzige Manko war ein 10-minütigerEinbruch Ende der ersten Hälfte, der zu einem letztlich vorentscheidenden Vorsprung der Gastgeber führte. Auslöser war auch eine recht unglückliche Entscheidung der Schiedsrichter, die der HSG beim 10:8 in der 20. Minute einen klaren 7-m-Strafwurf verweigerten und anstatt des 10:9 erzielen zu können im Gegenzug der TVK eiskalt zum 11:8 konterte. Die Gastgeber setzten konsequent nach und nutzten die nun auftretenden technischen Fehler der etwas verunsicherten Gäste konsequent aus. Nun machte sich auch der Kräfteverschleiß beim HSG-Team bemerkbar, das bis dato mit dem Gegner auf Augenhöhe spielte. Dem permanent hohen Druck der Gastgeber, die stets mit viel Tempo in der Offensive spielten, konnte man aber nicht standhalten. Auch gelang es den Gastgebern, durch dynamische Einzelleistungen immer wieder die Lücken in der nun etwas nachlassenden HSG-Defensive auszunutzen. Leider wurde das in den ersten 20 Minuten der Begegnung sehr engagierte und effektive Spiel der HSG nicht belohnt, musste man doch bis zur Pause aufgrund der nachlassenden Konzentration nach dem 10:8 einen 19:11 Rückstand hinnehmen. Mit dieser schweren Bürde gestaltete das aufopferungsvoll und mit tollem Einsatz kämpfende HSG-Team den zweiten Durchgang durchaus ausgeglichen, konnte aber dem Spiel keine Wende mehr geben.

Recht konzentriert begann das HSG-Team diese Begegnung. Klug und wohl strukturiert aufgebaute Angriffe sorgten für ein konstruktives Offensivspiel. Da auch die Defensive sehr aufmerksam agierte, gingen die Gäste zu aller Überraschung mit 1:3 in Führung. Der TVK tat sich in dieser Anfangsphase schwer und kam erst beim 4:4 zum Ausgleich (10. Min.). Dann jedoch kamen die Gastgeber durch 3 schnelle Tore, als das HSG-Team Bälle leichtfertig vertändelte, zu einer 7:4 Führung. Nur kurz brauchten die Gäste, um wieder zu ihrem wohl überlegten Spiel zurückzufinden und auch die Defensive wieder zu stabilisieren. Sehenswerte Treffer über die 2. Welle und über die Außen sowie den Rückraum brachten die HSG wieder auf 10:8 heran. Dann brachte eingangs erwähnte Situation das HSG-Team etwas außer Tritt. Selbst eine Überzahlsituation konnte man nicht nutzen, kassierte hingegen 3 schnelle Treffer und die Gastgeber konnten sich auf 14:9 absetzen. In der restlichen Zeit der ersten Hälfte fanden die Gastgeber mit ihrem dynamischen Spiel immer wieder Lücken in der HSG-Defensive und bauten ihren Vorsprung auf 19:11 aus. Leider wurde so die über zwei Drittel der ersten Halbzeit gute Leistung des HSG-Teams etwas verwischt.

Die zweite Halbzeit mussten die Gäste mit einer 4:6 Unterzahl beginnen, die sie aber recht schadlos überstanden. Es entwickelte sich nun ein Spiel, das von beiden Seiten mit viel spielerischem Potenzial geführt wurde. Das HSG-Team gefiel durch sein gut aufgebautes Offensivspiel und auch durch den einen oder anderen Gegenstoß, als man aus einer aufmerksamen Defensive operierte. Die Gastgeber zeigten weiterhin ihr druckvolles, dynamisches Spiel, eingestreut auch immer wieder gekonnte Einzelleistungen. Bemerkenswert war im zweiten Durchgang, dass das stark dezimierte HSG-Team zu keinem Zeitpunkt aufgab und versuchte, die Niederlage in Grenzen zu halten. Einige unglückliche Aktionen und die dann doch nachlassende Kraft und Konzentration ließen die Niederlage dann doch beim 36:24 etwas zu deutlich ausfallen. 

Trainer Winter nach dem Spiel: „Es war das erwartet schwere Spiel. Wir sind gut gestartet, haben uns dann aber durch schwache 10 Minuten mit unverständlichen Fehlern das Leben unnötig schwer gemacht. Die zweite Halbzeit mit recht ausgeglichenem Spiel war in Ordnung, der Zusammenhalt der Mannschaft war prima. Der Sieg des TVK war verdient, fiel aber etwas zu hoch aus.“ 

Die Mannschaft und die Tore: Gabrys, Jacobs; Decker (6/2), Rausch (5), Bujdos (4), J. Menger (3), Bahr (2), Y. Benetti (1), Hühn (1) und Antl (1).

krau

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.