Erfolgsserie reißt zum Rundenschluss – Niederlage der HSG fiel zu hoch aus

Nicht ganz anknüpfen an die in den vorangegangenen gezeigten guten Leistungen konnte das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen am vergangenen Samstag bei der SG Stutensee/Weingarten. Die 26:32 Niederlage im letzten Rundenspiel fiel zwar zu hoch aus, war jedoch einer Schwächephase kurz vor Ende der ersten Halbzeit und zu Beginn des zweiten Durchgangs geschuldet, als das HSG-Team viel zu nachlässig agierte und es den Gastgebern zu leicht machte, zu seinen Treffern zu kommen. Allerdings war die HSG teilweise nur mit 4 Feldspielern auf dem Spielfeld, was auch auf die zumindest recht zweifelhaften Entscheidungen der Schiedsrichter zurückzuführen  war. Das Strafenverhältnis 8:3 gegen das HSG-Team hat einige Aussagekraft. Dies ändert nichts an der Tatsache, dass die Gäste an diesem Tag die nötige Einsatzbereitschaft vor allem in der Defensive vermissen ließen. Es fehlte die Aggressivität und die Kompaktheit, was in den letzten Spielen eine Stärke der HSG war. Die sehr agilen Gastgeber nutzten diese Schwächen konsequent aus, zeigten auch den flüssigeren Handball und waren im  Abschluss sehr effektiv. Überhaupt gelang der SG fast alles, was sie vor allem in der Offensive anpackten. Immer wieder kamen sie durch einfaches, aber effizientes Spiel zu ihren relativ einfachen Toren, waren in der Chancenverwertung fast bei 100 % und wirkten insgesamt konzentrierter und abgezockter. Allerdings ließ das HSG-Team vor allem in der zweiten Spielhälfte die eine oder andere Chance liegen, so dass durchaus ein besseres Ergebnis zu erreichen gewesen wäre. 

Recht verhalten begannen beide Mannschaften diese Partie. Nach dem 0:1 dauerte es eine gewisse Zeit, bis die Mannschaften ihren Rhythmus gefunden hatten. Dies gelang der HSG besser, zeigte sie doch wieder ihr schnelles, technisch sauberes Spiel und gefiel durch die Variabilität in der Offensive. Bezeichnend hierfür war, dass die ersten fünf Treffer der HSG von fünf verschiedenen Torschützen erzielt wurden. Das Angriffsspiel wurde klug aufgebaut und man konnte sowohl die Rückraumspieler als auch den Kreisläufer gut in Szene setzen. Dieses konstruktive Spiel, bei dem auch die Abwehrreihe der HSG einen konzentrierten Eindruck machte, führte über 2:3 zu einer 5:7 Führung. Dann kam unverständlicherweise ein Bruch ins Spiel der HSG. Man spielte plötzlich überhastet und schloss viel zu unkonzentriert ab. Auch ein gewisse Hektik seitens der HSG nutzten die Gastgeber rigoros aus und kamen mit einem 5:0 Lauf zu einer 10:7 Führung. Dann fing sich das HSG-Team wieder, war in der Defensive aufmerksamer und zeigte auch in der Offensive in der Folgezeit konzentrierte dynamische Aktionen. Beim 13:13 war der Ausgleich wieder hergestellt und man hätte sogar mit einer Führung in die Pause gehen können. Doch zwei zumindest recht zweifelhafte Zwei-Minutenstrafen gegen die Gäste nutzten die Gastgeber im 6 gegen 4 zu drei weiteren Treffern und mit einem 16:13 für die SG ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber den wesentlich besseren Start. Gegen ein offensichtlich noch etwas unkonzentriertes HSG-Team zeigte die SG ein sehr konstruktives Offensivspiel. Einfache Kreuzbewegungen, eingestreute Anspiele an den Kreis und schnelles Umschalten brachten den Gastgebern immer wieder klare Torchancen, die auch konsequent ausgenutzt wurden. In dieser Phase ließ das HSG-Team die Aggressivität in der Defensive vermissen, man agierte viel zu passiv und ließ den Gegner fast ungestört gewähren. Auch in der Offensive verzettelten sich die Gäste teilweise in unüberlegten Einzelaktionen und ließen den Spielfluss vermissen. Man erzielte in den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit nur drei Treffer, musste deren sechs hinnehmen und die Gastgeber erspielten sich einen vorentscheidenden 22:16 Vorsprung. Erst dann kam die HSG wieder besser in Schwung, ohne dem Spiel noch eine entscheidende Wende zu geben. Zwar gelangen nun im Angriff einige gute Spielzüge und gekonnte Aktionen, doch das Sorgenkind war weiterhin die Defensive, die an diesem Tag einfach keinen Zugriff auf den Gegner bekam. So fielen auf beiden Seiten in einem nun munteren Spiel in regelmäßigen Abständen die Tore und über 26:20 und 30:24 stand es am Ende 32:26 für die Gastgeber. Somit musste das HSG-Team im letzten Spiel eine zwar verdiente, aber zu hoch ausgefallene Niederlage hinnehmen, was aber über den guten Gesamteindruck der abgelaufenen Runde, die man mit einem respektablen 7. Tabellenplatz abgeschlossen hat, nicht hinwegtäuschen darf.

HSG-Trainer Körner: „Bei uns haben heute in der Defensive Aggressivität und Zugriff auf den Gegner gefehlt, ebenso Engagement und Abstimmung. Wir haben uns schwer getan im Angriff. Der letzte Biss hat heute gefehlt. Mit der abgelaufenen Runde bin ich insgesamt zufrieden.“ 

Die Mannschaft und die Tore: Gabrys, Jacobs; Bujdos (1), Rausch (3), Bahr (1), Schmitt (1), Hühn (2), Manke (4), Decker (5/4), Menger (7) und Kleinlagel (2).

krau

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